Ehemalige der Friedhelm Loh Group besuchen Nationales Automuseum

Auch das ist lebenslanges Lernen: 135 Jahre Automobilgeschichte, 150 Fahrzeuge und über 300 Senioren der Friedhelm Loh Group trafen Mitte November zusammen. Initiiert durch Inhaber Prof. Friedhelm Loh haben sich die ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Unternehmensgruppe im „Nationalen Automuseum – The Loh Collection“ im mittelhessischen Ewersbach getroffen – und gemeinsam die Welt des Automobils erkundet.

Wenn Erwachsene große Augen wie Kinder machen, geht es nicht selten um ganz viele Pferdestärken. Genau so ging es den 309 Mitgliedern des Seniorenclubs der Friedhelm Loh Group, die Mitte November das „Nationale Automuseum – The Loh Collection“ in Ewersbach besuchten. Auf 7.500 Quadratmetern bestaunten sie hier einzigartige Automobiltechnik und deren Historie anhand von 150 außergewöhnlichen Exponaten. Jedes Fahrzeug, zum Beispiel der nur einmal gebaute Rekordwagen Maybach Exelero, erzählt eine besondere Geschichte – der es auf die Spur zu gehen galt.

Prof. Friedhelm Loh, Inhaber der Unternehmensgruppe und leidenschaftlicher Automobilfan, ordnete die Veranstaltung ein: „Die aktuelle Zeit stellt uns vor viele Hürden. Aber wir haben allen Grund, dankbar zu sein für das gute Leben, das wir führen dürfen, für unseren Wohlstand und unsere Gesundheit. Heute möchte ich Ihnen meine Dankbarkeit ausdrücken für Ihre langjährige Mitarbeit, für Ihre Loyalität und Ihren Einsatz. Ich danke Ihnen für Ihren wichtigen Beitrag zu unserem gemeinsamen Erfolg.“ Der Seniorenclub sei eine wichtige Säule des Familienunternehmens: „Für uns steht außer Frage, dass Verbundenheit und Zusammenhalt auch mit Ihrem verdienten Ruhestand nicht enden. Wir sind auch weiterhin füreinander da.“

Vor mehr als 20 Jahren gründete Prof. Friedhelm Loh den Seniorenclub. Das Ziel: Die ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Unternehmensgruppe auch über das aktive Arbeitsleben hinaus intensiv zu begleiten und einzubinden. So bietet der „Club“ seinen aktuell über 750 Mitgliedern zahlreiche Begegnungsmöglichkeiten. Die regelmäßigen Aktivitäten reichen von Betriebsbesichtigungen bis hin zu Themenabenden oder dem Austausch mit jungen Nachwuchskräften. Und mehr: Gemeinsam mit den Auszubildenden und dualen Studentinnen und Studenten packen die Ehemaligen mit an, zum Beispiel bei sozialen Projekten, finanziell unterstützt durch die Rittal Foundation, die gemeinnützige Stiftung der Friedhelm Loh Group.

„Für uns als Seniorenclub sind die Veranstaltungen mehr als ein Treffen ehemaliger Kolleginnen und Kollegen. Sie stehen für Wertschätzung, Vertrauen und Freundschaft“, bedankte sich Horst Besserer, ehemalige Führungskraft bei Rittal, in Vertretung für den Vorstandsvorsitzenden des Seniorenclubs Hans Jürgen Graf. „Der heutige Ausflug ist eine Erlebnis- und Lernreise an einem besonderen Ort, vor beeindruckender Kulisse, von der wir viel mit nach Hause nehmen.“

Bildungs-„Werkstatt“ für alle

Technik einfach zu erklären, mit Bildung zu begeistern, Wissen zu vermitteln, das ist ein zweiter großer Antrieb des Museums. Denn die Automobilgeschichte, so Prof. Loh, stehe auch für das Leben der Menschen, für Fortschritt, Erfindergeist und Innovation: „Mein Ziel ist es, die Faszination der Ausstellung zu nutzen, um Menschen jedes Alters für Technik zu begeistern. Sie verbindet außerdem Herkunft und Zukunft mitten in unserer Region.“ Aus dieser Motivation heraus sei das Museum auch Bildungsstätte –Erlebnis-, Hochschul- und Lerncampus. Die Verantwortlichen arbeiten an Studienangeboten, Kooperationen mit heimischen Schulen, Weiterbildungsseminaren rund um Automobiltechnik, -historie und -design.

Die ersten großen Schritte sind gegangen: Jüngst erst hat die Wissenschaft im Automuseum Einzug gehalten. Mit der Eröffnung hatte der Hochschulcampus Nürtingen-Geislingen unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Jochen Buck seine Arbeit aufgenommen, seit Mitte November läuft das Semester. Mittlerweile untersuchen angehende Ingenieure die Benz Victoria Motorkutsche, Michael Schumachers ersten Weltmeister-Ferrari oder den Lincoln Continental von US-Präsident John F. Kennedy in Blockseminaren. Zugleich können sie erworbenes Fachwissen aus Vorlesungen zu Automobil- und Mobilitätswirtschaft mit dem Fundus an Exponaten ihres neuen Hochschulstandorts verbinden.

BU

Prof. Friedhelm Loh, Inhaber und Vorstandsvorsitzender der Friedhelm Loh Group, begrüßte die Mitglieder des Seniorenclubs im „Nationalen Automuseum – The Loh Collection“ und dankte für ihren langjährigen Einsatz in der Unternehmensgruppe. Quelle: Loh Group

Adventskonzert der Polizeidirektion

Mit ihrem 13. Adventskonzert in der Herborner Katholischen Kirche St. Petrus in Herborn, hat sich am Samstag die Polizeidirektion Lahn-Dill sowie die Evangelische Polizeiseelsorge bei den Bürgerinnen und Bürgern des heimischen Raums für deren Unterstützung und Rückhalt gegenüber der Polizei bedankt.

Polizeidirektor Joachim Bernhard

Kriminaldirektor Joachim Bernhard, Chef der Polizei im LDK, freute sich über die große Resonanz zu dieser beliebten Veranstaltung. In der Tat: Die Kirche war bis zu dem sprichwörtlich letzten Platz gefüllt. Viele Konzertgäste erschienen vorsorglich mit Wolldecken, das zahlte sich bei heruntergedrehter Heizung in der Kirche aus.

Nicolai Benner der 32-jährige Lehrer für Mathematik und Musik aus Herborn, begrüßte die Gäste mit einer Eigenkreation an der Orgel. Das musikalische Multitalent ist derzeit noch mit seinem neuesten Musical „Brodway Nights“ auf Tournee und schaffte es dennoch mit seiner musikalischen Partnerin Lisa Thomas die Inszenierung des Adventskonzert sowie einigen stimmungsvollen Liedvorträgen wie „Stille Nacht“ oder mit seiner kabarettistischen Einlage „Heilige Nacht“ zu übernehmen.

Lisa und Nico

Die Haigerer Formation Sing & Act unter der Leitung von Matthias Schmidt erhielt für ihre ganz besonders gelungenen Beiträge wie Do yuou hear I hear“, im A Capella-Stil vorgetragen, lang andauernden Applaus. Nach einer Lesung von Brigitte Gleich (katholische Kirchengemeinde Herborn) kam das Chorensemble Jonny`s voices an Friends des Herborner Johanneums gemeinsam mit dem Figuralchor der evangelischen Kirchengemeinde Dillenburg und dem Jugendchor „Teens“ der Pfarrei „Zum guten Hirten an der Dill“ unter der Leitung von Sarah Rech. Die jungen Leute mit ihrem frischen, klaren und beachtlichen Stimmumfang, bekamen besonders für das sehr anspruchsvolle Stück „Carol oft he Bells“ weit mehr als nur einen Achtungsapplaus.

MGV Liederkranz Cleeberg

Anita Vidovic, die gemeinsam mit Frank Mignon in bekannt professioneller, lockerer Art die Moderation des Abends übernommen hatten, stellten mit Liedern wie „Oh Du fröhliche…“ auch ihre eigenen beachtlichen musikalischen Talente unter Beweis. Polizeipfarrer Dr. Michael Grimm schlug in seinen Worten zum Advent einen Bogen von der Haigerer und Wetzlarer Eisbahn über das alljährliche holländische Schlittschuh-Ereignis, dass nur selten wegen fehlendem Eis stattfinden kann. „Erwartungen leben auch, wenn sie nicht immer erfüllt werden“, sagte er und verglich damit die Adventszeit und das Weihnachtsfest mit den erwarteten Geschenken.

Ein besonderes Highlight war sicher der Auftritt des Männergesangverein Liederkranz Cleeberg. Die 23 fantastischen Männerstimmen, ebenfalls unter dem bekannten Chorleiter Matthias Schmidt, intonierten unter anderem „Es blüht eine Rose zur Weihnachtszeit“ und sorgten unabhängig von den unfreundlichen Temperaturen für anhaltende Gänsehautstimmung. Die „Fürbitten“ zelebrierten wie gewohnt sehr einfühlsam, Polizeihauptkommissarin Diana Seelhof und Kriminalhauptkommissar Seimen Coppola.

Nach dem gemeinsam gesungenen Abschlusslied „Alle Jahre wieder“, verabschiedete Nico Benner Konzertgäste und Protagonisten mit seinem gekonnten Orgelspiel. Die Kollekte des Abends kommt dem Projekt „Malteser Herzenswunsch-Krankenwagen“ zugute.

Sing & Act aus Haiger

sig/Fotos: Gerdau

Herborner Ehepaar beschenkt Bedürftige

Es gibt Menschen, die sich um das Wohl ihrer Mitmenschen nicht nur Gedanken machen, sondern sich aktiv für sie einsetzen. Die einfach feststellen: „Uns geht es ganz gut und wir wollen anderen, die nicht gerade auf Rosen gebettet sind, etwas abgeben.“ 

„Siggi du musst uns helfen. Du kennst Gott und alle Welt und bestimmt auch Frauen und Männer, die sich kein Weihnachtsfest leisten können, wie man es sich in unserer Zeit vorstellt.“ Diese Anfrage erreichte mich vor ein paar Wochen und dann saß ich mit einem Ehepaar in ihrer Wohnung und wir philosophierten über Sein und Nichtsein und vieles mehr. Ich hatte die beiden Wahl-Herborner Bärbel und Bernd Mühlhaus vor wenigen Jahren kennen und schätzen gelernt. Immer wenn ich sie traf, gefiel mir ihre philanthropische, gradlinige Lebenseinstellung.

Axel Hofeditz, Bärbel und Bernd Mühlhaus

Dass aus Haiger und Burbach stammende Paar lebte lange in Cuxhaven und vergaß nie die schwierigen Anfangsjahre ihrer eigenen Ehe. Später, als es ihnen finanziell einigermaßen möglich war, bedachten sie immer wieder die unterschiedlichsten Bedürftigen mit Geld-und Sachspenden. Auch jetzt in der Vorweihnachtzeit, wollte sie diese liebgewordene „Angewohnheit“ fortsetzen. Wichtig ist es ihnen, diese Wohltaten möglichst direkt und persönlich denen zukommen zu lassen, die sie dringend benötigen.

Zugegeben, ich war im ersten Moment überfordert. Natürlich kannte ich Menschen, den es gar nicht gut geht. Das ist die eine Seite der Medaille. Wie aber sollte ich diese Menschen erreichen oder gar ansprechen. Da fiel mir mein Freund Axel Hofeditz ein. Axel der Mann, der nicht nur das „Café LebensWert e.V.“ in der Haigerer Hauptstraße 54-58 leitet, sondern sich aufopferungsvoll um Menschen kümmert, die auf die Hilfe ihrer Mitmenschen angewiesen sind, wusste bestimmt Rat. Genauso war es. Schon bald hatte ich zwei Adressen und er hatte die beiden Damen bereits sehr einfühlsam für den persönlichen Kontakt vorbereitet. Bärbel und Bernd waren begeistert. Sie nahmen sofort persönlich mit Axel Verbindung auf und waren von dessen selbstlosem Engagement so begeistert, dass sie auf der Stelle Mitglied von „Café LebensWert e.V.“ wurden.

Heute am 7. Dezember trafen wir uns alle dort und Bärbel fuhr mit einer der Auserwählten zum Einkaufen. Die andere erhielt von Bernd einen namhaften Geld-Betrag. Auch Axel, der mittlerweile zum Nikolaus mutiert war, bekam für die Einrichtung „Café LebensWert“ eine stolze Summe in einer Herzschachtel überreicht.

Axel Hofeditz freut sich über die unerwartete Zuwendung

Die strahlenden Augen der Beschenkten, in denen vor lauter Rührung das eine oder andere Tränchen stand, wird wohl keiner der Beteiligten vergessen. „Mein Gott was für ein Tag, so etwas habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht erlebt, mir hat noch nie jemand etwas geschenkt“, sagte eine der Beiden tief gerührt. Das Ehepaar wollte von ihrer guten Tag partout kein Aufsehen machen. Ich musste sie in langen Gesprächen davon überzeugen, dass es richtig ist, in die Öffentlichkeit zu gehen. Meine Intention: Vielleicht finden sich noch mehr Menschen, die es dem Paar gleichtun möchten. sig/Fotos: Gerdau

Kontakt:  Tel.: 02773 / 919 80 50. Mobil: 0152 / 341 22 058. Mail: info@lebenswert-hilfe.de

Konto bei der VR Bank Lahn-Dill eG | IBAN: DE04 5176 2434 0024 0534 07

Österreicher lassen Kontakte nicht abreißen.

Der „Club der Österreicher in Herborn“ feierte am vergangenen Montag sein 25-jähriges Bestehen. In der ehemaligen Herborner Traditionsgaststätte Gräb wurde er am 4.Dezember 1998 von einigen „Exil-Österreichern“ aus der Taufe gehoben und hat seit damals die „Mannschaftsstärke“ von knapp über 30 Mitgliedern behalten.

Clubtreffen in Herborn. Rechts: Präsident Günther Sider. Foto: privat

Der Club der Alpenländlern wurde auf ausdrücklichen Wunsch seiner Mitglieder nicht ins Vereinsregister eingetragen. „Wir wollen ein Zusammenschluss österreichischer Staatsbürger und Freunde Österreichs sein“, sagt Günther Sider, der langjährige Präsident. Ihnen gehe es in erster Linie um die Pflege der österreichischen Kultur in ihrer gesamten Vielfalt, der Festigung des Gemeinschaftsgefühls unter den Auslandsösterreichischen sowie der Förderung des Ansehens und der Interessen der Republik Österreich.

Mitglieder der Orts-und Landesverbände aus allen Teilen der Bundesrepublik treffen sich regelmäßig zu Veranstaltungen, um sich bei gutem, österreichischem Essen auszutauschen und die Kontakte zu pflegen. Sider betont, dass die Clubs ausnahmslos parteipolitisch ungebunden seien und somit wären auch politische Diskussionen absolut tabu. Auch der Herborner Club der Österreicher gehört dem „Auslandsösterreicher Weltbund“ (AÖWB) an. Dieser besteht aus knapp 170 Vereinigungen in aller Welt. Der Weltbund soll den Österreicher-Vereinen, sowie den im Auslande lebenden Österreichern Hilfestellung geben und dafür sorgen, dass deren Kontakte in die Heimat nicht abreißen. sig

Es gab schon oft Winter in Herborn

Schlittenfahren 1910 in der Herborner Oranienstraße (heutige Nassaustraße) am Bürgerturm, der im Volksmund „Dicker Turm“ genannt wurde. Ob das in der Nassaustraße heute noch möglich wäre, darf man bezweifeln. Der Verkehr ließ das sicher nicht mehr zu. Es war eine ganz andere Zeit und der vier Jahre spätere Kriegsausbruch erschien den meisten Menschen höchstens als Utopie. Der Postbeamte Kollmar (links im Bild) trug mit Stolz seine Uniform und Rektor Schuhmann war eine Respektsperson. Während die Mädchen ausnahmslos Kleider trugen, favorisierten die Jungs Knickerbocker-Hosen.

Foto: Wilhelm Baumann, Archiv Winfried Rohrbeck.

Im Winter 1984 sammelten sich auf dem Herborner Marktplatz beachtliche Schneemassen und die Jugend fand es toll.

Foto: F. Krämer, Archiv: Winfried Rohrbeck

Felix Krusch stellt aus

In der Region rund um Herborn ist Felix Krusch kein Unbekannter mehr, im Gegenteil. Viele seiner außergewöhnlichen Werke schmücken schon heimische Wände. Der 45-jährige gebürtige Herbornerseebacher mit Wohnsitz in Kanada, hat eine ganz eigenen Stilrichtung entwickelt, die vielen Menschen gefällt. Akkurate, fast architektonische Hintergründe mit emotionsgeladenen Eyecatchern, sind sein Ding und fast immer ist seine alte Heimatstadt Herborn mit im Spiel. Zurzeit stellt er seine Grafiken mit dem gewissen Etwas noch bis einschließlich 16.12 (Samstag) in der Alten Färberei aus. Neben den Bildern auf Malerleinwand hat der Künstler auch Jahres-Kalender mit den schönsten Exemplaren seiner Arbeiten im Programm.

Felix Krusch vor seinem Lieblingswerk „Herborner Holzmarkt“

Die Inspirationen zu den Grafiken hätten sich in der Zeit des Herborner Hessentages entwickelt, sagt Felix Krusch. Das Herborner Motto „So bunt wie das Leben“, in Verbindung mit den herzlichen Herbornern, führte Krusch zu den minimalistischen Hintergründen, die er mit Leben, respektive mit Herzen füllte. Offensichtlich traf der gelernte Grafiker und Programmierer mit diesem Konzept ins Schwarze. Wenn man es auf den Punkt bringt bleibt festzustellen, dass man den Grafiker an den Hintergründen erkennt und den Künstler an den Herzen.

Die Herborner „Hohe Schule“ Herz-lich

Seiner gewählten Stilrichtung, der darstellenden Architekturmalerei mit einem Schuss Romantik, ist er weitgehendst treu geblieben und hat sein Portfolio um Bilder mit einem hohen Blau-Anteil erweitert. Man kann sich sehr gut vorstellen, wie diese mit einem modernen Interieur harmonieren.

Herborner Marktplatz mit Brunnen

Die ausgestellten Arbeiten drehen sich fast ausnahmslos um Herborn und seine Fachwerkhäuser. So lassen sich regelmäßig die gewählten „Locations“ seinen Motiven zuordnen. Romantische, herzförmige Elemente, die im weitesten Sinne an den Jugendstil angelehnt sind, unterbrechen die strenge Geometrie und bilden ein eigenwilliges Gesamtwerk. Alle Bilder und Kalender von Felix Krusch sind natürlich auch zu kaufen und dies zu sehr moderaten Preisen. Die Ausstellung ist täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Kontakt: Mail: fk@felixkrusch.de. Web: www.felixkrusch.de. sige/Fotos: Gerdau

Ein sehr, sehr trauriger Netzfund

Meine Reise endet hier. Ich habe keinen Schmerz gespürt, keine Sorge. Ich war einfach nur sehr traurig. Aber ich bin daran gewöhnt, alleine zu sein. Mit niemandem neben mir zu sterben kam mir bekannt vor…

Der Hund, den du hätte adoptieren können

Ich habe so viele Jahre in diesem Zwinger verbracht, dass ich anfing, diese 4 Wände zu lieben und sie als den einzigen Ort auf der Welt an dem ich mich sicher fühle.

Ich schätze, ich hatte einfach Pech. Ich habe mich nie gefragt, warum das Leben mir all diesen Schmerz gab. Es sollte wohl so sein…

Lieber Mensch… Ich will nicht, dass du dich schlecht fühlst. Ich wünschte, du wüsstest, dass ich da war.

Als du nach einem Freund gesucht hast, wünschte ich, du hättest dich nicht entschieden, diesen pummeligen Welpen in dieser Tierhandlung auszusuchen.

Ich wünschte, jemand hätte dir den richtigen Weg gezeigt.

Ich wünschte, du hättest vor vielen Jahren meinen Zwinger besucht und mich diesem süßen reinen Welpen vorgezogen.

Als du dachtest, dass du einen Hund willst, der mit dir wedelt, als du zurückkamst, wollte ich, dass du weißt, dass ich das getan habe und noch viel

Als du nach einem Hund gesucht hast, der auf den Beinen liegt, während du dich auf der Couch ausruhen kannst, könnte ich dieser Hund gewesen sein.

Als du nach einem Hund gesucht hast, mit dem du die höchsten Berge besteigen kannst, hätte ich deine beste Wahl sein können.

Ich wünschte, du wüsstest, dass ich alles sein könnte, was du wolltest.

Lieber Mensch… Es ist nicht deine Schuld, ich weiß, dass es einen Vormund für mich gab und du hättest es sein sollen. Wir haben uns nur nie getroffen. Vielleicht haben wir uns nie getroffen, weil es so viele wie mich gibt und so wenige wie dich. Eltern sollten wissen, wo sie suchen müssen, aber auch Eltern können manchmal Fehler machen. Ich wünschte, du hättest keinen Fehler gemacht.

Lieber Mensch… Keine Reue. Weine nicht letzte Nacht als ich eingeschlafen bin, ich glaube ich habe von dir geträumt. Du kamst zu meinem Käfig, öffnest die Tür und hast mich spazieren genommen. Dann haben wir eine Autofahrt gemacht, du hast mich nach Hause gebracht und ich habe mich mit offenen Augen auf das Bett gelegt, um alles um mich herum zu sehen.

Ich weiß wer du bist, ich kann deinen Duft erkennen, ich kenne den Klang deiner Stimme und die Farbe deiner Haar. Du hast mich nicht gekannt, aber das ist ok. Ich bin überhaupt nicht besonders und rieche nicht gut. Ich bin nur ein Hund. Ich hätte dein Hund sein können.

Lieber Mensch… Tut mir leid, dass ich dir nie gesagt habe, wo ich wohne. Ich dachte, du wüsstest es.

Ich bin heute glücklich gestorben. Als ich versuchte, aufzuwachen, hörte ich deine Stimme, die mich rief, und es war der süßeste Klang, den ich je gehört habe.

Ich kämpfe gerade mit den Tränen

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Neu: Griechisches Geschäft auf dem Herborner Kornmarkt.

Alles Griechisch oder was? In der Tat bieten seit der vergangenen Woche Theofania und ihr Bruder Vasileios Chatzimanolis traditionelle Feinkost-Produkte aus ihrer Heimat Griechenland in ihrem neueröffneten Geschäft auf dem Herborner Kornmarkt 12 an. „Estia“ haben wir unser Ladenlokal genannt, weil dieser Name in Griechenland alles was Familie, Haus und Küche ausmacht und daher gut zu unserem Sortiment passt“, sagt die 22-Jährige.

Sympathisch und fachkundig. Theofania und Vasileios Chatzimanolis.

Während ihr 21-jähriger Bruder, der gelernte Koch, vor der Tür die Menschen zu einer von ihm selber gekochten griechischen Bohnensuppe und einem von ihm kreierten Likör einlädt, berät Theofania die zahlreichen Kundinnen und Kunden im Inneren ihres Ladens über das Angebot.

Das kaltgepresste, aus handgeernteten Oliven hergestellte Olivenöl, hat es vielen Besucherinnen direkt angetan. Theofania kennt den Olivenbauer persönlich und weiß, wie sehr er auf hohe Reinhaltung und Qualität seines Produktes achtet. „Wir wollen den Menschen die traditionelle Küche unseres Heimatlandes im wahrsten Sinne des Wortes schmackhaft machen“, sagt Vasileios. Er weiß wovon er spricht, wenn er erzählt, dass es diese in Griechenland kaum noch gäbe. Er sei wie die meisten Menschen in Nord-Griechenland fleischlos aufgewachsen und diese nahezu vegetarische Esskultur schlägt sich auch im gut sortierten „Estia“ nieder.

Der hohe Qualitätsanspruch an die Waren schließt deren „Bezahlbarkeit“ nicht aus. „Uns ist es wichtig, dass unsere Kunden sich den Einkauf in unserem Geschäft leisten können“, sagt die Geschäftsfrau. Koch aus Leidenschaft Vasileios zaubert täglich tolle Speisen für jeden Geschmack.

Kontakt mobil: 0176 831 561 35. Mail: tchatzimanoli@gmail.com. sig/Foto: Gerdau

Ideologische Fehlplanung

Netzfund

Der frühere Topmanager Heinrich von Pierer sorgt sich um den Wirtschaftsstandort Deutschland und stellt der aktuellen Bundesregierung ein katastrophales Zeugnis aus:

Die Regierung ist brutal aus ihren Träumen gerissen worden. Man fragt sich, warum erst das Verfassungsgericht bemüht werden musste, um diesen offensichtlichen Rechtsverstoß festzustellen.

Wenn die Ampel-Regierung jetzt nicht endlich handlungsfähig wird und ein Konzept vorlegt, das den Namen auch verdient, dann geraten wir noch tiefer in den Schlamassel.

Schon jetzt bescheinigen uns die Wirtschaftswissenschaftler eine „verfestigte Investitionskrise“. Investiert wird nur, wenn die Unternehmer auch Vertrauen haben. Das Vertrauen vieler Unternehmer in die Politik schwindet.

Nach zwei Jahren Ampel-Koalition ist die grüne Methode am Ende: Bei jedem Problem, immer wenn die Ideologie auf die Wirklichkeit traf, wurde mit Subventionen reagiert.

Die Wirklichkeit lässt sich aber nicht auf Dauer wegsubventionieren, Probleme werden so nur größer.
SPD, Grüne und FDP müssen jetzt – nach zwei Jahren in der Regierung! – beweisen, dass sie in der Lage sind, ein schlüssiges Gesamtkonzept zu erarbeiten. Bisher hatten die drei Koalitionspartner das nicht. Nicht ökonomisch, nicht wirtschaftspolitisch und nicht energiepolitisch. Es gab nur Einzelmaßnahmen, zusammengehalten mit Geld, das die Regierung nie hatte: Schulden.

Besonders der Wirtschaftsminister hat sich hinter Wort-Girlanden wie „transformatorischer Angebotspolitik“ versteckt.

Nun müssen alle, wirklich alle Subventionen überprüft werden. Wenn wir mit Milliarden Chipfabriken fördern wollen, dann muss sichergestellt sein, dass dort wirklich das Modernste vom Modernen hergestellt werden soll. Die Parteien können das Sozialsystem nicht immer weiter überdehnen. Arbeiten muss sich lohnen, nicht das Nicht-Arbeiten. Umwelt, Wirtschaft, und Soziales müssen zusammenpassen.

Besonders dramatisch ist die ideologische Fehlplanung im Energiebereich:

▶︎ Wir schalten die Kernkraft ab, haben aber keine ökonomisch sinnvolle Alternative parat.

▶︎ Zu den Plänen vom grünen Wasserstoff, auf den ganze Industriezweige und Kraftwerke umgestellt werden sollen, ist zu sagen: Grüner Wasserstoff ist sehr teuer – und schlicht nicht im nötigen Ausmaß verfügbar. Zumindest nicht innerhalb so kurzer Zeit.

▶︎ Als Puffer für die erneuerbaren Energien sollen 20 oder mehr Gaskraftwerke gebaut werden. Die sind so teuer und unwirtschaftlich, dass die Industrie diese nicht freiwillig – also nur gegen immense staatliche Subventionen – baut. Diese Gaskraftwerke laufen dann vielleicht 1000 oder 1500 Stunden im Jahr – und kommen dann auf einen Strompreis von 10 bis 12 Cent/kWh. Bei den abgeschriebenen Kernkraftwerken waren wir bei 2 Cent – und haben jährlich gut 30 Millionen Tonnen CO₂ eingespart.

▶︎ Zur lähmenden und kostenintensiven Überregulierung mag man schon gar nichts mehr sagen. Da wartet der Prüfstand schon lange.

Aber wir müssen nicht einmal vieles neu machen. Wir müssen nur vieles von dem, was die Ampel wollte, NICHT machen.

Es geht nicht um den kompletten Umbau unseres Landes. Deutschland muss nur wieder fit gemacht werden.
Die vom Kanzler ausgerufene Zeitenwende ist da: Die Ampel wird Kassensturz machen und Einschnitte vornehmen müssen, Prioritäten setzen müssen. Endlich! Und wir werden das schaffen. Mit Krisen haben wir schon immer umgehen können.

Kinderwunschbäume im Eitzenhöfer

Auch dieses Jahr haben die Mitglieder des Lions Club Herborner Schloss im Herborner „Dill-Center“ Eitzenhöfer (in der oberen Etage des Kaufhauses) wieder zwei „Kinderwunschbäume“ aufgestellt.

Simone Ferger, Marion Krege und Christiane Becker (von links) vom Lions Club Herborner Schloss hoffen auf viele großherzige Spender

Von einem stattlichen Weihnachtsmann geschützt, hängen an deren Zweigen kugelähnlichen Pappscheiben, auf denen Kinderwünsche verzeichnet sind. Wer sich an dieser, mittlerweile dritten Aktion in Folge, beteiligen möchte, kann eine oder mehrere dieser „Kugeln“ abhängen und in der Eitzenhöfer-Spielwarenabteilung ein paar Schritte weiter einlösen. Die Lions Club Herborner Schloss-Präsidentin Marion Krege erklärt, dass mit den Geschenken Wünsche von Kindern aus bedürftigen Familien erfüllt werden. Die Übergabe der Geschenke erfolge mit Unterstützung von vier heimischen Einrichtungen. Krege, die bei der Aktion aktiv von Simone Ferger und Christiane Becker unterstützt wird, betont, dass diese beliebte Benefiz-Veranstaltung dankenswerter Weise von Eitzenhöfer intensiv gefördert werde und ohne die vielen spendenbereiten Menschen gar nicht erst möglich wäre. Die Aktion sei beendet, sobald die letzte „Kugel“ die Bäume verlassen hat, fügte sie hinzu. sig/Foto: Gerdau