Vortragsveranstaltung mit Carola Ferstl

Mit der bekannten Wirtschafts-und Finanzexpertin Carola Ferstl konnte der Vorstand der VR Bank Lahn-Dill für Mittwochabend eine Rednerin gewinnen, die nicht nur auf dem Börsenparkett, sondern auch in vielen damit zusammenhängenden Disziplinen zu Hause ist. Die 55-jährige Wirtschaftsjournalistin und Moderatorin beim Nachrichtensender ntv, referierte vor vollem Hause im Dillenburger Gemeindezentrum der FeG in der Stadionstraße über „Neue Technologien und ihre Auswirkungen auf Börse und Wirtschaft“.

Dass die Künstliche Intelligenz (KI) beziehungsweise artifizielle Intelligenz (AI) in ihrem Vortrag einen breiten Raum einnahm, lag auf der Hand. „Was bedeutet das neue Teilgebiet der Informatik für uns im Berufs-und Privatleben, für Gegenwart und Zukunft“, fragte sich Ferstl. Obwohl der Visionär Elon Musk gesagt habe, dass man die KI stoppen müsse, weil sonst die Büchse der Pandora geöffnet würde und die Menschheit in ihrer Existenz auf dem Spiel stünde, bastele er gerade mit Hochdruck an einer eigenen KI.

Knapp 300 Interessierte nahmen an der Veranstaltung mit der Fernsehmoderatorin teil.

Sie selber sehe diese Entwicklung eher optimistisch und faszinierend. „KI ist eine große Chance für uns und deren Entwicklung geht auch an der Gesundheit nicht vorbei“. Die Autorin verschwieg aber auch die Risiken nicht, wenn man die KI unkontrolliert in „unser“ Leben lasse. Die sei schon daran zu sehen, dass man manches mal schon jetzt nicht mehr unterscheiden könne, ob zum Beispiel ein Bild oder Artikel echt oder ein Produkt der KI sei.

Von links: VR-Vorstands-Mitglied Ralph-Uwe Ort, Carola Ferstl, VR-Vorstandssprecher Klaus Königs und VR-Vorstandsmitglied Steffen Simmer

Carola Ferstl ging auch auf die Gefahren durch ChatGPT (Generative Pre-trained Transformer) ein und riet den Anwesenden sich ruhig, aber mit der nötigen Vorsicht, an die Kryptowährungen wie Bitcoin zu wagen. Wichtig sei in diesem Zusammenhang, dass man immer die Kontrolle behalten müsse.

„Bleiben sie hungrig nach Neuem, aber mit einer guten Skepsis“, riet die dreifache Mutter und Buchautorin. Ob Deutschland der Abstieg aus der „Champions-League“ drohe, wollte VR-Vorstandsmitglied Ralph-Uwe Orth am Ende von der Gastrednerin wissen. Das sei letztlich eine Frage der Finanzierung. Wenn das Geld von woanders herkomme, dann gingen die Unternehmen und seien in Deutschland nicht mehr zu halten, war ihre eher sibyllinische Antwort. Alles in allem war die kurzweilige Veranstaltung mit Carola Ferstl ein Gewinn für die Gäste. Die erfuhren viel Neues und tauchten zeitweise tief in die überwiegend unbekannte Welt der „Künstlichen Intelligenz“ ein. sig/Foto: Gerdau  

Kaffee trinken unterm Wasserturm

Unterm Wasserturm respektive in der Herborn-Merkenbacher Gaststätte Schäfer, trafen sich am Sonntagnachmittag rund 70 Menschen aller Altersklassen zum gemeinsamen Kaffeetrinken. Anfang des Jahres wurde die Veranstaltung „Dorf Café unterm Wasserturm“ von den Merkenbacher Ortsvereinen ins Leben gerufen und findet um 15 Uhr am letzten Sonntag eines jeden Monats (Ausnahmen bestätigen die Regel) statt. Diese Sonntage richtet immer ein anderer Ortsverein aus. Am vergangenen Sonntag war es der Gesangverein CMG Kontraste. Ralf Schäfer, der Wirt des Restaurants im Merkenbacher Bürgerhaus, der seine Räumlichkeiten zur Verfügung stellt, freute sich über die unerwartet große Resonanz. 15 leckere Kuchen hatten die Sängerdamen gebacken. Übrig blieben davon gerade einmal drei Stückchen. Wie es sich für einen Gesangverein gehört, begann die Veranstaltung mit zwei Liedchen. Peter Ferdinand Schönborn dirigierte unter anderem „Heute marschieren wir…..“. Nach der „Schlacht am Kuchen-Büfett“ saßen die Gäste noch lange zusammen und unterhielten sich prächtig.

Die Spenden für Kaffee und Kuchen gehen an den CMG Kontraste. Der Verein ist mittlerweile um weitere 10 Mitglieder gewachsen und dies freut nicht nur den 1. Vorsitzenden Jürgen Scherf. Weiter Informationen bei Ortsvorsteher Dieter Freitag. Phone: 02772 5 11 49. sig/Fotos: Gerdau

Autorenlesung in Herborn

Der Roman „Das Hanfseil“ ist ein Erstlingswerk der Wahl-Braunfelserin Bea Quilitzsch, alias Beate Quilitzsch-Schuchmann. Am kommenden Freitag (10.November) um 19 Uhr liest sie aus ihrem 442 Seiten umfassenden Roman in der Herborner Stadtbücherei in der Mühlgasse. Die Autorin, Agrarwissenschaftlerin, Journalistin und PR-Beraterin erzählt in dem Buch ein Stück deutsch-deutscher Zeitgeschichte aus den Jahren 1938 bis 1957. Eingebunden in die tatsächlichen geschichtlichen Abläufe, sind Handlung und Protagonisten rein fiktiv.

Aus dem Inhalt: Georg, möchte Medizin studieren und hasst die Nazis aus tiefsten Herzen. Beim Ausbruch des II. Weltkriegs steht er vor den Trümmern seiner Träume. Anna, Lily und Antonia, drei sehr unterschiedliche junge Frauen geben seinem Leben, immer wieder eine neue Richtung. Die Lesung wird von der Herborner Buchhandlung Baumann begleitet. Der Eintritt ist frei.

Der Roman „Hanfseil“ ist im BoD-Verlag als gebundenes Buch (ISBN: 9783743140035) und als E-Book (ISBN: 9783757840556) erschienen.

Junge Pianisten begeisterten

Was am Freitagnachmittag in der Aula der Comeniusschule (csh)geboten wurde, war nicht weniger als ein Klavierkonzert der Extraklasse. Zwei ukrainische Schüler, Alexandr (16) und sein Bruder Illia (13) Pototskiy, die mit ihren Eltern und weiteren drei Geschwistern in Sinn wohnen, verzauberten die Gäste am Konzertflügel.

 Die Familie floh aus der seit April 2014 proklamierten Ortschaft Nowopskow in der umkämpften Republik Lugansk, einem Teilgebiet der Oblast Luhansk in der Ukraine ohne internationale Anerkennung. Wie in der Ukraine üblich hatten auch die Brüder ab der 1. Klasse Musikunterricht, erzählte die Mutter. Tante Haivea Valeriia, eine Klavierlehrerin, fördert die Talente ihrer Neffen, die zusätzlich die Wetzlarer Musikschule besuchen.

Die beiden können viel besser Klavierspielen als Deutsch sprechen, sagte der Rektor der Comeniusschule Micha Gabriel. Daran, dass dies besser wird, arbeitet Klassenlehrerin Isolde Kaufmann mit viel Hingabe. Sie hatte auch den Vortragsabend gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Fördervereins Philip Endres und seinen Mitstreitern ausgerichtet.

Illia Pototskiy

Der 13-jährige Illia Pototskiy ging als erster Interpret mit der Sonate Rr.1, 1. Teil von Ludwig van Beethoven in medias res. Sehr konzentriert und mit erkennbarer Freude beherrschte er den Flügel souverän. Nach Edvard Griegs „Nocturne C-Dur“ und der EtüdeNr. 5 „Jagd“ von Franz Liszt, verzauberte der junge Klaviervirtuose mit dem fünf-minütigen Stück „Toccata“ von Aram Chatschaturjan. Rauschender Beifall war der Lohn auch für diese tolle Darbietung.

Alexandr Pototskiy

Bemerkenswert, dass auch sein Bruder Alexandr, der nach der Pause den zweiten Part übernahm, völlig ohne Notenblätter spielt. Auch er, der Ältere von Beiden, übt täglich bis zu drei Stunden. Am Wochenende sind es schon ein paar Stunden mehr, erzählte Mutter Pototskiy mit einem verschmitzten Lächeln.

Faszinierend das Fingerspiel von Alexandr bei der Transcendentale Etüde von List. Auch das Poeten-Herz von Edward Grieg war nicht nur für die Kenner der klassischen Musik ein Hochgenuss. Mit der Ballade g-Moll von Frederic Chopin, einem sehr anspruchsvollen Stück mit spontanen Stimmungs- und Kontrastwechsel, verschaffte der Klavierkünstler seinen Zuhörerinnen und Zuhörern eine Gänsehaut-Atmosphäre erster Sahne.

Von links: Alexandr und Illia Pototskiy, Micha Gabriel

Schulleiter Gabriel glaubt, dass man von den Brüdern Pototskiy in absehbarer Zeit noch überregional hören wird. Alexandr wird wahrscheinlich schon bald nach Frankfurt auf das dortige Konservatorium wechseln. Sein kleiner Bruder bleibt der Comeniusschule noch erhalten. Ihn wird man als Klavier-Solist beim Weihnachtskonzert des Herbornseelbacher Musikvereins (Rote Teufel) erneut erleben können, verspricht Dirigent Erwin Gabriel. Text und Fotos: Gerdau

Unsere schöne Heimat

Mein Herborner Freund Winfried Rohrbeck hat mich wieder aus seinem reichen Fundus mit Material versorgt. Die eingeborenen Herborner haben diesen Dialekt nie gesprochen. Dafür aber die Menschen in den heutigen Stadtteilen umso mehr. Es ist schade wenn diese „Sprache“ untergeht. Sie war und ist auch heute noch ein regelrechter „Türöffner“.

Aus welcher Zeit die Seniorenzeitung stammt, ist nicht bekannt. Dennoch freue ich mich über die Fleißarbeit des unbekannten Kollegen. sig/Foto: Gerdau

“{الله أَكْبَر}“ „Allahu akbar“-Glaubensbekenntnis oder Schlachtruf

Gott ist größer (Allahu akbar), kann diese Verlautbarung von extremen Muslimen bei Demonstrationen oder gar terroristischen Anschlägen deren Vorhaben oder sogar Taten rechtfertigen.

Im Namen Gottes Menschen abzuschlachten, ist ein schweres Verbrechen und ganz sicher nicht im Sinne des Angerufenen.

Wer für die Vernichtung des Staates Israel betet oder schreit und dabei Gott anruft, kann nicht ernsthaft verlangen, dass zivilisierte Menschen im Jahre 2023 dafür Verständnis aufbringen.

In dem Zusammenhang mit dem terroristischen Angriff auf israelische Kinder, Frauen und Männer und der daraus resultierenden Vergeltung durch die israelische Armee, ist es vielleicht an der Zeit sich mit dem Kern des gegenseitigen Hasses zu befassen.

Bei meiner Recherche stieß ich auf einen Beitrag von Alexander Schaumburg, den ich hier veröffentlichen möchte. In seinem Artikel versucht er zwar nicht die Zusammenhänge, sondern die Ausgangslage des jahrzehntelangen Konfliktes zu erläutern. sig

Nachfolgend ein Text von Emrah Erken, übernommen von Alexander Schaumburg am 29.10.2023

Unten ist die Frontseite des im Jahr 1714 in Utrecht erschienen Werkes «Palaestina ex monumentis veteribus Illustrata» zu sehen. Der Autor Adrian Reland (1676-1718), niederländischer Orientalist, wurde in Ryp geboren, studierte in Utrecht und Leiden und war Professor für orientalische Sprachen in Harderwijk (1699) und Utrecht (1701).

Wichtige Feststellungen (auch über Gaza):

Kein einziger Ort in dieser Gegend hat einen Namen, der aus dem Arabischen stammt. Die Ortsnamen sind hebräischen, griechischen oder lateinischen Ursprungs und wurden in sinnfreie arabische Ableitungen umgewandelt. Akko, Haifa, Yafo, Nablus, Gaza oder Jenin haben keine Bedeutung im Arabischen, und Städtenamen wie Ramallah, Al-Khalil und Al-Quds haben keine historischen oder philologischen arabischen Wurzeln. Im Jahr 1696, dem Jahr der Erhebung, hieß Ramallah Bt’ala (=Beit-El), Hebron Chevron und die Höhle der Machpela Al-Khalil, arabisch für Patriarch Avraham.

Das Gebiet war weitestgehend ein Ödland. Die wenigen Einwohner konzentrierten sich auf die Städte Jerusalem, Akko, Safed, Jaffa, Tiberias und Gaza. Die meisten Stadtbewohner waren Juden oder Christen. Es gab nur wenige Muslime; die meisten von ihnen Beduinen.

Eine Ausnahme bildete Nablus (Shechem), wo etwa 120 Muslime und 70 Schomronim (Samariter) lebten. Natzeret (Nazareth), die Hauptstadt Galiläas, wurde von 700 Christen bewohnt

In Jerusalem lebten etwa 5000 Menschen, die meisten von ihnen Juden. Interessanterweise werden Muslime nur als nomadische Beduinen erwähnt, die saisonal in der Landwirtschaft und auf dem Bau arbeiteten.

In Safed und Tiberias gab es ebenfalls jüdische Gemeinden, aber die einzige Beschäftigung, die erwähnt wird, ist der Fischfang im See Genezareth. Die Stadt wie Um-al-Fahm zum Beispiel wird als ein kleines Dorf mit 10 christlichen Familien und einer kleinen maronitischen Kirche erwähnt.

Die damalige Bevölkerung von Gaza (rund 500 Menschen!) bestand zu gleichen Teilen aus Juden und Christen. Juden bauten Weintrauben, Oliven und Weizen an, während die Christen mit dem Handel und dem Transport von Waren beschäftigt waren. Der Autor Reland schreibt, dass Muslime als nomadische Beduinen in das Land kamen, um als Arbeitskräfte bei Juden und Christen zu arbeiten.

Heute lebt in Gaza kein einziger Jude mehr. Die Zahl der Christen wird auf rund 1’000 Personen geschätzt, die unter mehr als 2 Mio. arabischen Muslimen leben.

Die verbotenen Kostüme an Karneval in Köln – es drohen 10.000 Euro Strafe

Den Kölner Karnevalisten droht in der kommenden närrischen Zeit Ungemach, wenn sie gegen bestimmte Kostüm-Auflagen verstoßen. Der Kölner EXPRESS hat in seiner heutigen Ausgabe einiges davon zusammengefasst. Ob sich dem auch andere Städte am 11.11. und in den Karnevalstagen 2024 anschließen, ist nicht bekannt.

Gegen eine Perücke und ein passend geschminktes Gesicht dürfet die weltliche Obrigkeit nichts einzuwenden haben. Foto: Gerdau

Nazi-Zeichen und entsprechende Verkleidungen stehen unter Strafandrohung

Ein klassisches und hart zu ahndendes No-Go sind Kostüme mit rechtsextremistischem Hintergrund. Wer an seinem Kostüm etwa ein Hakenkreuz zeigt, macht sich der Volksverhetzung schuldig. Das Gleiche gilt für eine Verkleidung als Adolf Hitler oder Kostüme mit Aufschriften wie SGH („Sieg Heil“) oder B&H („Blut und Ehre“).

Gleich verhält es sich mit den weißen Roben und Mützen des Ku-Klux-Klans oder deren Wahlspruch „White Power“ (oder einfach „WP“), der die angestrebte Herrschaft der weißen Rassen symbolisieren soll. Wer verstößt, muss mit einer Geld- oder sogar Freiheitsstrafe (bis zu drei Jahre) rechnen.

Andere Feiernde nicht erschrecken

„Grundsätzlich sollten Karnevalisten dringend darauf achten, dass ihre Kostümierung nicht dazu geeignet ist, andere Feiernde zu erschrecken oder zu verängstigen.“

Etwas komplizierter wird es bei Kostümen mit Waffen. Die sind zwar nicht verboten, dürfen echten Waffen aber auch nicht zu ähnlich sehen. Falls doch, handelt es sich um sogenannte „Anscheinswaffen“. Und die dürfen laut Paragraf 42a des Waffengesetzes nicht mitgeführt werden, sonst droht eine Strafe von 10.000 Euro.

Polizei-Uniformen sind als Kostüme ebenfalls nicht erlaubt

Ebenfalls aufs Detail kommt es bei Dienstkleidung von Arbeitsgruppen an. Ein täuschend echtes Polizei-Kostüm etwa ist verboten, weil es zu Verwechslungen mit echten Polizisten kommen kann. Ein Arzt- oder Laborkittel kann aber beispielsweise bedenkenlos getragen werden.

Auch zu sexy ist oft nicht gut: Zeigen Kostüme zu viel Haut, können sie unter exhibitionistische Handlungen sowie die Erregung öffentlichen Ärgernisses fallen. Laut Paragraf 183 und 183a des Strafgesetzbuchs droht eine Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr.

Auch im Straßenverkehr ist Kostümierung nur eingeschränkt erlaubt.

Besonderheiten können sich noch ergeben, je nachdem, was man mit dem Kostüm vorhat. Ein Beispiel: Auto fahren. Denn. Wer mit dem Auto zur Kostümparty fährt, sollte Verkleidungen wie Masken oder Bärte besser erst vor Ort anlegen.

„Die Straßenverkehrsordnung verbietet Fahrzeugführern ausdrücklich, sich so zu maskieren, dass sie nicht mehr erkennbar sind. Andernfalls droht ein Bußgeld in Höhe von 60 Euro.“

Doch auch manch anderes Accessoire sollten Autofahrerinnen und -fahrer während der Fahrt lieber ablegen. Dazu zählen beispielsweise große Hüte, Augenklappen oder unpassendes Schuhwerk. Denn diese schränken die Wahrnehmung sowie die Bewegungsfreiheit ein.

Gibt Haigerer Wehr Behindertem keine Chance?

Sein Herz schlägt für die Freiwillige Feuerwehr seit er denken kann. Maik Holler wünscht sich nichts sehnlicher, als mit den Kameradinnen und Kameraden in der Haigerer Ortsteil-Wehr zusammen sein zu können. Grundsätzlich rennt der Haiger-Rodenbacher damit offene Türen ein. Die Brandschützer suchen händeringend Nachwuchs, der immer spärlicher wird. Bei dem 20-Jährigen hingegen reagieren sie eher zurückhaltend bis ablehnend. Der Grund: Maik Holler ist von Geburt an körperlich behindert. Er leidet an unheilbarer Zerebralparese, einer körperlichen Behinderung die Bewegung und Körperhaltung beeinträchtigt. Bei ihm sind beide Beine und der rechte Arm gelähmt.

Maik Holler hat sich in seiner unermesslichen freien Zeit ein hohes Wissen über den Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr erworben.

Nach Ablauf der allgemeinen Schulpflicht, nahm Maik Holler eine Stelle bei der Dillenburger Lebenshilfe im Werk Haiger-Flammersbach an. Die Arbeit sei für ihn keine Herausforderung und so war er glücklich, dass er in der Jugendfeuerwehr seiner Heimatgemeinde zumindest teilweise seinen Traum von Feuerwehr verwirklichen konnte. Er war dabei und erledigte zum Beispiel Aufgaben wie die Schulung seiner jungen Mitstreiter im Sprechfunk mit Bravour. Die anderen Kinder und Jugendlichen mochten ihn und dies nicht zuletzt durch seine lustige Art, sondern vor allem durch sein großes Fachwissen. Seine Eltern waren begeistert. „Unser Junge war förmlich aufgeblüht und hatte sich dem Leben gegenüber sehr positiv weiterentwickelt.“

„Meine körperlichen Einschränkungen waren nie ein Thema und mir hat es genügt die Dinge zu erledigen, die diese zulassen“, sagte Maik. Mutter Ulrike war immer zur Stelle, um ihren Jungen zu den Übungsstunden und anderen Veranstaltungen zu transportieren. Sie wartete im Auto bis zum Ende. Dabei wollte er die Mama verständlicherweise nicht haben.

Als die Zeit der Übernahme in die Einsatzabteilung kam, war es vorbei mit seiner kleinen, heilen Welt. Man eröffnete ihm, dass diese für ihn aus versicherungstechnischen Gründen ausgeschlossen sei. Als ihm dann auch noch aus den gleichen Gründen der Zutritt ins Rodenbacher Gerätehaus untersagt wurde, brach die Welt des vom Schicksal schwergeprüften Menschen völlig zusammen. Er wollte doch nur dabei sein und dies schon alleine aus rein praktischen Erwägungen, keines Falls bei Brand-oder Übungseinsätzen.

So wie man ihm sagte, seien die Rodenbacher Kameraden nicht dagegen gewesen, ihn auch weiterhin zu inkludieren. Das Nein kam vom Haigerer Stadtbrandinspektor Andreas Dilauro, der sinngemäß geäußert haben solle, „das kann man den Rodenbacher Kameraden nicht zumuten.“ Ulrike Holler ging ein Haus weiter und bat den Haigerer Bürgermeister Mario Schramm als obersten Brandschützer der Stadt um Hilfe. Nach dessen Zusage im Juni dieses Jahres, sich um die Sache zu kümmern, kam bisher noch nichts.

Maik Holler: „Ich kann ja verstehen, dass ich niemals ein vollwertiger Brandschützer sein werde, aber im Rahmen meiner Möglichkeiten kann ich viele Dinge erledigen, die meine Kameraden entlasten.“ Er könne auch verstehen, dass seine Behinderung bei dem einen oder anderen nicht ins Bild einer starken Wehreinheit passe, fügte er zerknirscht hinzu.

Jetzt sitzt Maik Holler Tag für Tag zu Hause in seinem Rollstuhl und fühlt sich noch weniger Wert als ohnehin. Vater Thomas und Mutter Ulrike verstehen die Welt nicht mehr. Da werde ständig über Inklusion geredet und wenn sie ihre Situation und die von Maik betrachten, sei es wohl nur Gerede. Das Ehepaar hat sich jedoch schlau gemacht und wurde bei einem Positionspapier zur „Einbindung von Menschen mit Behinderung in die Jugendfeuerwehr/Freiwillige Feuerwehr“ fündig.

In deren Präambel spricht sich die Deutsche Jugendfeuerweh gemeinsam mit dem Deutschen Feuerwehr Verband unter anderem folgendes aus: „Die deutschen Feuerwehren sehen sich in der Mitte der Gesellschaft. Wenn sie diese Gesellschaft widerspiegeln wollen, dann müssen sie sich allen gesellschaftlichen Schichten öffnen. Dazu zählen auch Menschen mit Behinderung. Daher spricht sich die Deutsche Jugendfeuerwehr für eine Aufnahme von Jugendlichen mit Behinderung in die Jugendfeuerwehr aus. Im Anschluss an die Jugendfeuerwehr-Mitgliedschaft sollte grundsätzlich ein ehrenamtliches Engagement in der Freiwilligen Feuerwehr möglich sein.“

Auch das Thema Versicherungsschutz, an dem die Aufnahme von Maik Holler gescheitert sein soll, wird hier behandelt. Unter Punkt 5. Erläuterung zum Versicherungsschutz heißt es: „

Die Unfallversicherung fußt auf den Regelungen des SGB VII und wird durch die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung gewährleistet. Nach der Aufnahme in die Jugendfeuerwehr bzw. Freiwillige Feuerwehr ist der Versicherschutz unter den Voraussetzungen des SGB VII gegeben. Gelingende Inklusion in der Feuerwehr verlangt eine zielgerichtete Prävention. Sie setzt eine individuelle Gefährdungsabschätzung und -beurteilung für das behinderte Mitglied voraus.

Sehr positive Aspekte für Holler, den leidenschaftlichen Anhänger der Freiwilligen Feuerwehr. Man kann nur hoffen, dass sich die Aversion bei den Verantwortlichen in Haiger nicht grundsätzlich gegen Behinderte in ihren Reihen richtet und sie ihre Entscheidung noch einmal überdenken.

Maik, Thomas und Ulrike Holler hoffen inständig, dass sich noch einmal alles zum Guten wendet.

Wenn sich die Haigerer Feuerwehrführung auch in Zukunft wider Erwartens gegen eine ehrenamtliche Aufnahme in ihren, respektive den Reihen der Rodenbacher Wehr stellt, ist Ulrike Holler gerne bereit ihren Sohn auch zu Feuerwehr-Kameradschaften in einer anderen Kommune zu fahren. sig/Foto: Gerdau

  • Was ist Inklusion
  • Dazu hat „Aktion Mensch“ eine verblüffend einfache Erklärung: „Inklusion bedeutet, dass jeder Mensch ganz natürlich dazu gehört. Oder anders: Inklusion ist, wenn alle mitmachen dürfen. Egal wie du aussiehst, welche Sprache du sprichst oder ob du eine Behinderung hast. Zum Beispiel: Kinder mit und ohne Behinderung lernen zusammen in der Schule. Wenn jeder Mensch überall dabei sein kann, am Arbeitsplatz, beim Wohnen oder in der Freizeit: Das ist Inklusion.“

Mahnung gegen Herzlosigkeit

Dies ist ein Netzfund und es ist völlig gleichgültig, ob Ort, Zeit und Abläufe stimmig sind. Es ist ein schlimmes Zeitzeichen für die Welt, in der wir leben.

Mal nichts witziges. Nichts zum schmunzeln….

Ich habe heute etwas erlebt, was mich tief in meinen Grundwerten erschüttert hat und was unglaublich in mir nachhallt. Etwas, das mich wirklich tief getroffen hat.
Es ist nicht witzig. Es ist nicht nachvollziehbar. Es ist, für meine Begriffe, nicht einmal menschlich.

Ich war nach der Arbeit noch kurz in der Mönckebergstraße. Das ist eine große Einkaufsstraße in Hamburg. Ich wollte einfach mal schauen was da so los ist und noch einen Kaffee trinken. Ich saß vor einem Tchibo auf der Bank mit meinem Becher und konnte einen Obdachlosen sehen, der mit seinem Hund und seinen Habseligkeiten nich weit entfernt saß und ein Pappschild vor sich hatte auf dem stand : “Bitte, wir haben wirklich Hunger.”


Ich wollte ihm wenn ich fertig war einen Kaffee und ein Brötchen holen. Dann sah ich drei junge Frauen auf ihn zugehen. Alle grell geschmikt, top gestylt, dicken Goldschmuck an Hals und Händen, Modell Wohlstandsinfluencer. Sie stellten ihm eine McDonalds-Tüte hin. Ich konnte sehen das er sich wirklich gefreut hat und sich bei den… “Damen” … bedankte. Dann öffnete er die Tüte und… sie war leer. Nur der Abfall von den Burgern und Fritten war drin. Ich habe selten ein Gesicht gesehen, das so viel Schmerz ausdrückte. Und als wäre das nicht genug, standen diese ekelhaften Wesen knapp zehn Meter von ihm weg und lachten ihn aus…
Er wischte sich über die Augen und vergrub sein Gesicht im Fell seines Schäferhundes. Ich will und kann mir nicht mal ansatzweise vorstellen, was er in diesem Moment gefühlt hat.

Foto-Archiv: Gerdau

Ich war auf der anderen Straßenseite und zu perplex, um überhaupt reagieren zu können. Wer mich persönlich kennt weiß , dass mir selten die Worte fehlen. Heute war es soweit. Selbst wenn ich genau vor diesen “Frauen” gestanden hätte, ich kann nicht sagen, ob ich Worte gefunden hätte.

Wie tief kann man sinken, wieviel Ar*** kann man sein und wie unerfüllt muss das eigene Luxusleben sein, wenn man mit einem Menschen der nichts hat ausser seinem Hund und Hunger solche.. Dinge… macht?
Wie kann man nach sowas noch in den Spiegel schauen ohne kotzen zu müssen? Was muss da schon in der Erziehung falsch gelaufen sein das völlig empathielose Wesen dabei herauskommen? Und kann man als Elternteil auf sowas stolz sein?

Ich habe meinen Kaffee ausgetrunken, die Wut runter gekämpft und bin in den nahen Edeka-Markt gegangen. Im Einkaufswagen landeten Brot, Aufschnitt, Käse, Eistee, Wasser, Butterkeks, zwei Tafeln Schokolade, Socken aus dem Angebot, zwei Flaschen Wasser, Zwieback, Hundefutter und Kaustangen für den Freund. Dann noch einen Kaffee geholt und ein belegtes Brötchen, und zurück zu ihm.
Ich habe ihm die Tüte hingestellt, Kaffee und das belegte gereicht und mich dafür entschuldigt dafür das es Menschen gibt, die keine sind. Er schaute mich mit großen Augen an, während ich interessiert beschnuppert wurde. Dann begann er zu weinen.
Ich kraulte den Schäferhund, der mir die Hand ableckte. Das folgende kurze Gespräch wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben.

“Bitte, ich habe noch 60 Cent. Ich möchte Dir das geben. Mehr kann ich nicht zahlen.”, sagte er.

“Brennt Dir der Helm? Ich möchte Dein Geld nicht.”, antwortete ich.
“Bitte. Nimm es.” mehr sagte er nicht. Und ich begriff was er meinte.
Es war sein Ehrgefühl. Er wollte nicht so viel annehmen, ohne wenigstens etwas dafür zu geben.

Kann mir jemand sagen, wo wir falsch abgebogen sind? Wo ein Obdachloser verflucht noch mal mehr Ehre im Leib hat als jemand, der im Überfluss lebt? Was gerade verkehrt läuft in dieser Welt, in der es doch eigentlich gerade jetzt wichtiger ist, miteinander zu leben anstatt so miteinander umzugehen? Was zur Hölle geht in solchen Menschen vor? Wenn das witzig sein sollte, überraschung: WAR ES NICHT!

Und jetzt sitze ich hier, schaue auf die 60 Cent vor mir auf dem Tisch, fühle wie das in mir arbeitet was ich erleben musste, und wie mir fast die Tränen kommen.

Wenn wir alle wieder anfangen mit dem Herzen zu sehen statt mit den Augen oder durch dn Monitor des Smartphones, wenn wir uns wieder um die kümmern denen es schlechter geht als uns anstatt sie zum Objekt von Hohn und Spott zu machen, was meint ihr….

Schaffen wir es, dass die Welt besser wird?

Jetzt Flagge zeigen

Auffallend viele deutsche Bürger halten sich derzeit mit Solidaritätsbekundungen für Israel zurück.

Aber auch diverse Parteien, Kirchen und andere Einrichtungen eiern zwischen zwischen Zustimmung und Ablehnung hin und her.

Das war beim brutalen Überfall von Putins Armee auf die ganz Ukraine anders. Der Schuldspruch kam promt und unmissverständlich.

Zu Recht, aber wo bleibt die klare und deutliche Reaktion auf den palestinensichen Mord-Überfall auf unschuldige, jüdische Zivilisten.

Ein sichtbares Zeichen als Beistand für unsere israelischen Freunde, wäre schon das symbolische Hissen deren Landesflagge.

Vermutlich ist Angst vor palästinensischen Demonstranten in deutschen Städten, der Grund für die Zurückhaltung.

Bei der ukrainischen Flagge und selbst bei der Regenbogenflagge war und ist man in Deutschland nicht so zimperlich.

Gerade für Deutschland und seine Bürger sollte es selbstverständlich sein, sich für das tapfere kleine Volk der Israelis einzusetzen und zu bekennen.

Das Schicksal der Geiseln, war von den Mördern der Hamas genau geplant. Deutlicher kann man seinen verbrecherischen Charakter nicht offenlegen.

Wenn Verbrecher-Organistion wie Hamas und Hibolla ihre Bemühungen und das Geld für Raketen in die Infrastruktur ihres Landes stecken würde, brauchten sie nicht ständig ihr Schicksal zu bejammern und um Unterstützung zu betteln.

Jetzt wird sogar Israel dafür verurteilt, dass es die Wasser- und Enerieversorgung für den Gaza- Streifen eingestellt hat. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Unfassbar!

Apropos Flaggen: Die bekommt man wie diese, für kleines Geld auch bei Amazon.