Der September

Von Kurt Reihl

Der Apfelbaum steht tief gebückt.

Die Zweige sind herabgedrückt

von zentnerschwerer Last.

Nun ist es allerhöchste Zeit,

dass man ihn von der Last befreit

und gönnt ihm eine Rast.

Foto: Gerdau

Es lachte mich ein Apfel an;

da widerstehe, wer da kann.

Selbst Adam wurde schwach,

weil Eva nicht mehr locker ließ,

erstrebend, was die Schlang’ verhieß.

Da gab er schließlich nach.

Ich dachte nicht ans Paradies,

als ich in meinen Apfel biss

mit bestem Appetit.

Als ich ans Kerngehäuse kam,

die Esslust jäh ein Ende nahm.

Ich sah, der Wurm isst mit.

An diesem Beispiel kann man sehn:
Rein äußerlich ist manches schön,

erobert uns im Sturm!

Man hat dem Ersteindruck vertraut,

doch erst, wenn man dahinter schaut, 

entdeckt man ihn, den Wurm!

Anjas Bistro Herborn läuft

Vor wenigen Wochen eröffnete Anja Reuter (41) ihr Bistro in der Herborner Bahnhofstraße am Durchgang des Leonardsturm. Wo vorher Gabriele Knips ihr vegetarisches Bistro betrieb, gibt es jetzt schmackhafte kleine Gerichte, liebevoll an Ort und Stelle zubereitet. Anja, die gelernte Köchin, arbeitete auf der Fuchskaute, im Beilsteiner „Hui Wäller“ und im Herborner Restaurant 1577 zum Löwen.

Das schöne Bistro erfuhr durch den geschickten Umbau des komplett zu öffnenden Eingangsbereiches nicht nur eine optische Aufwertung. Bei schönem Wetter können die Gäste sowohl drinnen, als auch draußen ihren Kaffee und leckeren, selbstgebackenen Kuchen verzehren oder eine schmackhafte Mittagsmahlzeit zu sich nehmen.

Ein Flair, wie in einer norditalienischen Kleinstadt.

Die nachfolgenden Speisekarten werden immer wieder aktualisiert.

Obwohl das Bistro und sein Angebot immer mehr gefragt ist, braucht man bisher noch keinen Platz zu reservieren. Das kann sich aber ändern, wird aber rechtzeitig hier bekanntgegeben.

Die Öffnungszeiten von Anjas Bistro in Herborn

Information und Vorbestellungen bei Anja Reuter mobil: 0171 985 1316 sig/Fotos: Reuter/Gerdau

Wasserschäden bei Pfeiffer-Hosen

Austretendes Leitungswasser in einer Wohnung im Obergeschoss, hat vor wenigen Tagen die Verkaufsräume des Jeansgeschäft Pfeiffer-Hosen in der Herborner Hauptstraße 90 schwer geschädigt. Neben den baulichen Schäden wurde die gesamte Ware, darunter auch die neue Herbstmode, nahezu unbrauchbar. Das Haus ist auf absehbare Zeit nicht zu betreten. Die Mieterin, in deren Wohnung ein Wasserboiler auslief, erhielt vorübergehend eine andere Bleibe. Dieter Pfeiffer Hausbesitzer und Ehemann der Inhaberin Ulla Pfeiffer weiß noch nicht genau, wie es weitergehen soll. Jetzt geht es aber erst einmal um die Schadensfeststellung und der Sicherung der baulichen Substanz des Hauses. Die genaue Schadensursache muss noch festgestellt werden.

Wie nach einem Bombenangriff….

Die Familie Pfeiffer wird ihre Kundschaft über den Fortgang der Maßnahmen auf dem Laufenden halten.

Das seit 1969 inhabergeführte Fachgeschäft für Jeans und Shirts hat einen sehr guten Ruf, der weit über die regionalen Grenzen geht. Bleibt nur zu hoffen, dass die Schäden so schnell wie möglich beseitigt werden können und wenigstens das Weihnachtsgeschäft noch zu retten ist. sig

Fotos: privat

Drei Löwen für den Löwen

Mit dem höchsten Prädikat „Drei Löwen“ ist am Dienstagnachmittag der Betreiber des Restaurant 1577 im Herborner Hotel Zum Löwen Achim Betz von „Hessen à la carte“ ausgezeichnet worden.

Stolz auf die Zertifizierung. Von links: Oliver Seidel, Achim Betz, Jörg Busch und Katja Gronau.

Die Zertifizierung durch ein Expertenteam dieser ältesten regionalen Qualitätsgemeinschaft in Deutschland, umfasste die Regionalität der Produkte, als auch deren Einkauf, erklärte Michel van Goethem, der Kooperationsberater von „Hessen à la carte“. Alle diese Anforderungen habe Betz hervorragend und beispielhaft erfüllt. Die Servicequalitäten des Unternehmens sowie die Qualität des Speiseangebotes, als auch das Ambiente des Betriebes werden einer sehr kritischen Überprüfung unterzogen, fügte Kollegin Karin Schanné hinzu.

Die Experten von Hessen à la carte schauten sich auch die Hotelzimmer sehr genau an.

Oliver Seidel, Geschäftsführer der Geschäftsstelle Mittelhessen vom Hotel- und Gastronomieverband (DEHOGA Hessen e.V.) sieht für die gastronomischen Betriebe sehr große Vorteile, wenn sie sich der Regionalität ihrer Speisen und dem Einkauf verpflichtet fühlen. Dieses Bekenntnis zur Region und zur Qualität werde mehr denn je von den Gästen gefragt, ist sich Seidel sicher. „Die höherwertigen und fachmännisch zubereiteten Produkte, in Verbindung mit einem ansprechenden Ambiente, verschaffen den Gästen schöne Erlebnisse“, weiß der Hotelfachmann. Wichtig sei dabei auch, dass der Gast die Regionalität und die eindeutige Herkunft der Ausgangs-Produkte klar erkennen kann, fügte er hinzu.

Das Mitgliedschild von Hessen à la carte.

Mit der Teilnahme an der Qualitätsgemeinschaft „Hessen à la carte“ und der Zertifizierung hat Achim Betz sich in Herborn und Umgebung ein Alleinstellungsmerkmal verschafft. Van Goethem hofft jedoch noch mehr Betriebe davon überzeugen zu können, sich diesem Trend des regionalen Bewusstseins anzuschließen. Die bisher 100 Mitgliedsbetriebe von Hessen à la Carte findet man in einem Restaurantführer gleichen Namens. Die Betriebe treffen sich zweimal im Jahr zum Erfahrungsaustausch und werden selber alle drei Jahre erneut überprüft, ob sie den geltenden Qualitätsstandards der Gemeinschaft noch entsprechen. Wer die Mitgliedschaft bei Hessen à la carte anstrebt und sich bewirbt wird aufgenommen und auf die Zertifizierung ein Jahr lang vorbereitet. Diese erfolgt dann im folgenden Jahr und wer die Bedingungen nicht auf Anhieb erfüllt, muss noch ein weiteres Jahr „hospitieren“, erklärt Michel van Goethem. Es gibt auch eine Regio-App mit der man die à la carte- Betriebe in den jeweiligen Regionen finden kann. Erkennbar sind die Teilnehmer-Betriebe am rot-weißen Mitgliedsschild im Eingangsbereich. An der Übergabe der Zertifizierungsurkunde durch Oliver Seidel an Achim Betz nahmen Herborns Bürgermeisterin Katja Gronau (parteilos) und der Geschäftsführer von Wohnwerk Herborn Jörg Busch teil.   

„Herborner Woche“

Wie gut, dass ich Freunde wie Winfried Rohrbeck aus Herborn habe. Er ist ein wandelndes Lexikon in Sachen Zeitgeschichte. Erst heute hatte er wieder einmal ein Kleinod für mich in seinen unergründlich, tiefen Taschen. Ein Sonderdruck anlässlich der „Herborner Woche“ im Jahr 1972. Fast 50 Jahre ist es her, dass man sich über die Zukunft unserer Stadt Gedanken machte und mir kam es beim Lesen dieser interessanten Lektüre vor, als wenn die Zeit stehen geblieben sei.

Alles beim Alten geblieben ? Beim etwas genaueren Hinsehen werden die dazwischen liegenden 49 Jahre schon deutlich.

Es gab den Werbering und der Bürgermeister war ein Mann. Alle anderen Probleme, die auch heute noch die Geschäftsleute belasten, gab es sicher zu Hauf. Nur sind diese mittlerweile etwas anders gelagert. Der Klimawandel war zwar schon da, aber kein Thema. Auch die „Genderei“ trieb noch nicht ihr Unwesen. Der Überdruss hielt sich in Grenzen und die Menschen freuten sich über ihren teilweise bescheidenen Wohlstand.

sig/Repros: Gerdau

Tag der offenen Tür im Hotel-Restaurant Zum-Löwen

Von Siegfried Gerdau

Das Herborner „Hotel und Restaurant 1577 zum Löwen“ feierte am Freitag die offizielle Eröffnung seines Hoteltraktes. Der Hotelier und Spitzen-Koch Achim Betz hatte dazu keine Mühe gescheut, um seinen Gästen Erlesenes aus der Restaurantküche zu servieren. Man brauchte kein ausgesprochener Gourmet zu sein, um sich für die Köstlichkeiten restlos begeistern zu können. Leider aber fanden nicht alle Eingeladenen den Weg in die Herborner Turmstraße 2. Allen anderen hat es jedoch sichtlich gemundet und sehr gut gefallen.

Am darauffolgenden Samstag hatten alle Interessierten im Rahmen eines Tags der offenen Tür (TOT) die Gelegenheit, das mit hohem Aufwand restaurierte Haus, bis in den letzten Winkel inspizieren zu können.

Besonders die liebevoll eingerichteten elf Gästezimmer, inklusive der beiden Suiten, hatten es den Besuchern angetan. An der naturbelassenen Luxusbettwäsche, den hochwertigen Betten und Matratzen und vor allem den handgearbeiteten Möbeln aus der Werkstatt eines Schreinerobermeisters aus der Region, erkennt man unschwer, dass der Eigentümer keine finanziellen Mittel und Ideen gescheut hat, um den Gästen ein angenehmes Schlaferlebnis zu garantieren.

Auch an leckeren Speisen und Getränken mangelte es am TOT nicht. Der Wettergott hatte ein Einsehen und so konnte wer wollte auch auf der Terrasse Platz nehmen. Mit dem „neuen Löwen“ hat Herborn nun ein gastronomisches Kleinod in seinen Mauern, dass auch erlesene Ansprüche zufriedenstellen wird und gleichzeitig die Bodenhaftung nicht verloren hat. Alleine die sorgfältige Renovierung und Restaurierung der alten Bausubstanz ist ein Genuss fürs Auge, der sich in den geschmackvoll eingerichteten Innenräumen fortsetzt. Die Reservierung zum Dinieren im Restaurant 1577 oder die Übernachtung in einem der kuscheligen Hotelzimmern, ist über 02772 469 88- 90 und per Mail: info@hotel-zum-loewen-herborn.de jederzeit möglich.

Öffnungszeiten: Restaurant mit Terrasse von 11bis 22.30 Uhr

Frühstück von 9 bis 11 Uhr.

Küche mittags von 12 bis 14Uhr

Küche abends von 17.30 bis 21 Uhr

Dienstag ist Ruhetag.

Fotos: Siegfried Gerdau

Ist die Katastrophe in der Eifel vergessen?

Heute Morgen erreichte mich die folgende Mitteilung. Eine Bekannte brachte ihre Sorgen zum Ausdruck, dass die vielen, vom Hochwasser in der Eifel Geschädigten bereits in Vergessenheit geraten könnten. Ihre Messenger-Nachricht gebe ich hier ungekürzt im Original wieder.

Hallo Siggi, ich möchte Dich heute um Hilfe bitten. Kannst Du, entweder selbst oder ein/e Kollege/in das Thema Flutkatastrophe Deutschland nochmal aufgreifen? Es wird in den Medien inzwischen total vernachlässigt. Die Situation in verschiedenen (vor allem kleineren, unbekannten Orten) ist immer noch katastrophal. Orte wie Stolberg, Altena etc. werden in den Medien generell vergessen. Wir müssen die Aufmerksamkeit aufrechterhalten. Es ist in UNSEREM Land passiert. Es kann doch nicht sein, dass unseren Medien das Geschehen „zu unspektakulär“ ist, um weiter darüber zu berichten. Ich meine nicht die Diskussionssender. Sondern tatsächlich die Nachrichten. Es muss die breite Öffentlichkeit informiert werden. Ich war zwar nicht selbst vor Ort. Meine Familie und Freunde waren jedoch auch betroffen. Ich stamme aus Alsdorf bei Aachen. Bei meinem Bruder in Eschweiler stand das Wasser im Keller, bei Freunden in der Nähe von Euskirchen ebenfalls. Eltern von Freunden leben in Stolbergs Innenstadt. Ihr Auto wurde in der Garage verwüstet. Gottlob keine menschlichen Schäden. Ein Freund ist gerade noch so den Fluten entkommen. Er hatte mehr als einen Schutzengel. Viele Szenen wurden mir auch von Bekannten, die als Helfer vor Ort waren, bestätigt. Es werden wohl auch immer noch 4 Personen vermisst.

2006, die Überschwemmung in Dillenburg und Haiger. Daran erinnert mich das alles. Wenn in face book nicht so viele private Helfer die aktuellen Umständen mitteilen würden, wären die Menschen vor Ort schon vergessen. Es gibt so viele tolle Aktion. T-Shirts haben jetzt schon 100 000 € Spendengelder eingebracht, ein Ölmüller spendet pro 250ml Rapsöl 2 € (ohne sie vorher draufzuschlagen). Ein Bekannter von uns, der auch vor Ort hilft. Sammelt Gelder und gibt sie Betroffenen vor Ort in die Hand, damit sie über die Runden kommen. Mein Mann und ich haben ebenfalls unseren Anhänger mit Hilfsgütern beladen, sowie Geldspenden getätigt.

Anja M. aus Driedorf

Campingplatz bei Winningen.

Kunst-Ausstellung in der Alten Färberei

Information zur Kunst-Ausstellung von Benita von Wendt, Siggi Gerdau, Eduard Rangnau und Christoph Oester in der Alten Färberei in Herborn

Dauer der Ausstellung : Sa. 04. September –  So. 12. September

Öffnungszeiten: Täglich von 13.00 bis 19.00 Uhr

Ort : Alte Färberei – Mühlbach 5/7 – 35745 Herborn (Hessen)

Eintritt frei

Malerei  –   Fotografie  –  Skulptur

Kontakt:  Benita von Wendt , Mobil: 0151 20 100 344 , E-mail: info@benita-von-wendt.de

Die Ausstellung:

Zu Siggi Gerdau: Fotografie

Siegfried (Siggi) Gerdau ist Fotograf, Journalist und Blogger. Er fotografiert von Kindesbeinen an, am liebsten Porträt. Neben dieser Lebensleidenschaft schreibt Siggi gerne über Menschen, Länder und Ereignisse. Dass bei seinen Reisen auch die Landschaftsfotografie nicht zu kurz kommt, liegt in der Natur der Sache.

Als Freier Journalist schreibt und fotografiert er für den VRM-Verlag und für seinen eigenen Blog gerdaus-welt.de. Wenn er Maler wäre, würden seine Bilder in starken Farben, am liebsten in Blau und Gelb leuchten. Das schlägt sich auch in seinen Fotos wieder. Hierbei ist er mit seinen Farben weniger festgelegt, aber stark müssen sie sein.

War er früher für seine untersichtigen Fotos bekannt, liebt er heute die Augenhöhe mit seinen Objekten. Das mag an der eigenen Unbeweglichkeit liegen oder auch einfach an einer realeren Sichtweise.

Immer wieder zwingt er sich einen elementaren fotografischen Grundsatz zu beherzigen: „Pars pro Toto“, also ein Teil für das Ganze, zwingt den Betrachter dazu, sich ausschließlich mit dem eigentlichen Objekt zu befassen. Alles was unwichtig ist, wird ausgeblendet. Das gilt ebenso für Menschen, wie für Tiere und Pflanzen. Immer wieder geht er deshalb mit dem Hinweis hausieren: „War das Foto nicht gut, warst du nicht dicht genug dran“.

Seine ganz eigene Philosophie: „Man muss nicht fotografieren, um leben zu können, aber ohne die Fotografie ist das Leben nicht lebenswert.“

Zu Christoph Oester: Bildhauerei

In der 1976 gegründeten Werkstatt enstehen Bildhauerarbeiten im klassischen Stil. 1996 stieg Christoph Oester in den Betrieb seines Vaters ein und führt diesen seit 2004 in 2. Generation im mittelhessischen Herborn Uckersdorf.

Aktuelle Werke sind unter anderem die drei Herborner Originale am Platz unter der Linde, der Stifterabbeler am Schiersteiner Hafen Wiesbaden, das bronzene Tastmodell des alten Wiesbadener Landgerichts, die Marktfrau in Schwabenheim/Rheinhessen

Im Atelier Oester entstehen allerdings nicht nur große Denkmäler, sondern auch kleine Skulpturen, Trophäen für den Westernreitsport und für die HiFi Firma HighEndNovum Klangkunst in Bronze. Außerdem werden in der Werkstatt alte Kunstschätze rekonstruiert und restauriert.

In der Ausstellung gibt Oester anhand von Originalmodellen einen Einblick in sein künstlerisches Schaffen.

Weitere Informationen unter www.atelier-oester.de

Zu Eduard Rangnau: Bildhauerei

Geboren 1982.

Bei seiner Berufswahl hatte er Schwierigkeiten, das Passende für sich zu finden. Er wollte etwas Handwerkliches, aber auch Kreatives machen. Bei der Suche nach einem Praktikumsplatz (in den Gelben Seiten) stieß er auf die Kunstgießerei Gerhardt und absolvierte dort ein 2-wöchiges Praktikum.

Im August 2000 begann seine Ausbildung zum Metall- und Glockengießer (Kunstgießer), die er 2003 erfolgreich abschloss.

Seit seiner Ausbildung bis heute, hat er mit zahlreichen, auch renommierten Künstlern wie z.B. Christoph Oester zusammengearbeitet.

Sein Interesse für das Künstlerische wurde geweckt.

Seit knapp 3 Jahren experimentiert er, kombiniert seine Ideen mit seinem erlernten Handwerk. Es ist zu einer Leidenschaft geworden.

Zu Benita von Wendt: Malerei


Geboren 1965. Grafik-Design Studium 1994 an der ECV (École de Communication Visuelle) in Paris. Arbeitet in Erdbach als freischaffende Künstler- und Grafikerin. Diverse Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen zum Beispiel in Hamburg, Köln, Gießen.

Sie stellt Mixed Media Landschaften aus, das in ihrem Fall heißt: Acryl- und Ölfarbe treffen aufeinander. Der spannende Gedanke: ihre so gegensätzlichen Malstile in einer Arbeit zu vereinen.  Das Thema des „vereinten Gegensätzlichen“ spiegelt sich auch in der Thematik der Arbeiten wieder. Landschaft und Himmel sind aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Unerwartete Objekte, die sich in einer Landschaft begegnen, laden den  Betrachter ein, die Geschichte in den Bildern, für sich selbst zu erzählen. In der Ausstellung werden neue, 2020 entstandene, großformatige Arbeiten (80cm x 200cm) zu sehen sein.

Des Weiteren werden gemalte Portraits von Hunden in Öl und Acryl aus 2021 gezeigt.

Weitere Informationen unter www.benita-von-wendt.de

Wespen-Vortrag in Herborn

Einen informativen Bild-Vortrag über die heimischen Wespenarten hält am 26. August Volkmar Nix aus Dillenburg in der Herborner Hohen Schule.

Auch dieses Insekt ist nicht sofort als Wespe erkennbar. Foto: Volkmar Nix

Nix, der auf Einladung der Flora Herbornensis referiert, will eine Brücke zu den meist lästigen Insekten schlagen, von denen es mehrere tausend Arten in Deutschland gibt. Dem Vorurteil, dass sie alle gefährlich seien, begegnet er mit fundiertem Wissen über die unterschiedlichen Gattungen. Das fange schon damit an, dass man viele gar nicht erkennen könne, da nicht alle ihre schwarz-gelben „Warnwesten“ trügen.

Von der Nützlichkeit vieler Wespenarten ist in der Regel keine Rede. Wespen sind jedoch Schädlingsjäger und ohne sie würden die Fliegenpopulationen extrem überhandnehmen. Dass Wespen darüber hinaus auch in der Pflanzenbestäubung aktiv sind, ist leider nur den wenigsten Menschen bekannt. Der Vortrag beginnt um 19 Uhr bei freiem Eintritt. sig 

S klei Heinzje

Das einst stadtbekannte Herborner Original Heinz Fries ist in der Figurengruppe Katzemarie (Maria Ufer), Ernst de la Motte (Della) und s Heinzje mit seinem Besen an der Ecke Sandstraße/Hauptstraße von dem Herborn -Uckersdorfer Bildhauer Christoph Oester verewigt worden. Aber auch in den Erinnerungen der Herborner Bevölkerung lebt der kleine, charismatische Mann fort.

S Heinzje, der Sohn der Stadt Herborn mit westpreußischen Wurzeln, wird sicher auch im Himmel samstags die Straßen kehren. Repro: Gerdau

S Heinzje, das westpreußische Waisenkind aus Elbing, kam mit einem Treck auf der Flucht vor der sowjetischen Armee nach Berlin. Seine weitere Station waren das psychiatrische Krankenhaus in Weilmünster, um dann schlussendlich nach Herborn in die heutige Vitos verlegt zu werden. Dort blieb er bis zu seinem Tod 1998. Er hatte keine Schwierigkeiten sich in der Bärenstadt zurechtzufinden und zur Aufbesserung seines mageren Taschengeldes übernahm er Botengänge für die Geschäftsleute und kehrte denen auch samstags noch die Straße. Heinz Fries, der kleinwüchsige Mann mit dem großen Herz, war bei jung und alt beliebt. Seine sympathische Art und die sprichwörtliche Zuverlässigkeit waren sein Aushängeschild und als er mit 72 Jahren verstarb, entstand eine Lücke im Stadtbild.

Mehr als zufällig bekam ich vor ein paar Tagen ein kleines Album von Heinz Fries in die Hand. Daraus habe ich ein paar Fotos rekonstruiert, die ich hier in meinem Blog zum Andenken an den kleinen großen Mann veröffentliche. sig/ Fotos: privat