„Zweierlei“ Mitte Juli 2024 wieder geöffnet.

Gute Nachrichten aus Driedorf. Im „Zweierlei“ am Potsdamer Platz wird noch mit Hochdruck im Inneren des bereits zum zweiten Mal in Folge wegen Wasserschadens geschlossenen Gebäudes gearbeitet. Die Bautrockner laufen rund um die Uhr auf Hochtouren und sorgen mit einer Dauertemperatur von bis zu 50 Grad Celsius für trockene Wände und Böden.

Wie die Hausherren des schmucken Bäcker- und Metzgerei-Paradieses direkt neben der Spedition Trans-o-Flex Jan Luckenbach und Martin Reuther hoffen, könnten die Arbeiten bis Mitte Juli 2024 abgeschlossen sein. Die Planungen für das zweite Halbjahr 2024 laufen bereits jetzt schon auf Hochtouren, verrät Bäckermeister Luckenbach. Dafür sind auch zahlreiche Aktionen für die Kundschaft von Bäckerei, Metzgerei und Cafeteria mit Außenterrasse geplant, ergänzt seine Meisterkollege Reuther.

Die Inhaber des „Zweierlei“ Jan Luckenbach (links) und Martin Reuther schauen sehr optimistisch in die Zukunft

Glück im Unglück: Die derzeitigen Bauarbeiten am Kreisel B255 sollen bis dahin ebenfalls abgeschlossen sein, so dass die Zufahrt zum „Zweierlei“ wieder aus allen Richtungen möglich ist. sig

Verabschiedung

„Frau Musica“ geht in den Ruhestand

Am Pfingstsonntag endete eine Ära: Seit dem 1. Juli 1987 – also seit 37 Jahren – gehörte der Platz auf der Bank vor der Walker-Orgel in der Evangelischen Stadtkirche Herborn zu Regina Zimmermann-Emde. Nun geht sie in den Ruhestand. Verabschiedet wurde sie von der Kirchengemeinde Herborn und dem Dekan Andree Best im Rahmen einer „Klingenden Kirche“.

Dekan Andree Best würdigte sie im Gottesdienst frei nach Luther als „Frau Musica“ von Herborn, die unzählige Gottesdienste und Konzerte gestaltet hat. Und das nicht nur in der Evangelischen Stadtkirche Herborn sondern auch in den Gemeindehäusern, dem früheren Martin-Niemöller-Haus, im Festsaal der Vitos, in der Alten Färberei, auf dem Herborner Marktplatz im Advent, bei Passionsandachten in der Bahnhofshalle, bei der Feuerwehr oder der Sparkasse oder in den Corona-Jahren vor dem Altenheim: „Ich wage mal zu behaupten, in Herborn gibt es kaum einen Ort, den Du nicht zum Klingen gebracht hast!“, sagte Dekan Andree Best, der als Herborner Gemeindepfarrer viele Jahre mit Regina Zimmermann-Emde zusammengearbeitet hat.

Lang anhaltender Applaus zur Verabschiedung von Regina Zimmermann-Emde.
FOTO: DOROTHEA VON WOLFF

Der Dekan und Pfarrer erinnerte daran, dass Regina Zimmermann-Emde schon als 13jährige in Nanzenbach die Gemeinde an der neuen Orgel begleitet habe. In seiner Laudatio erinnerte Andre Best auch daran, dass Regina Zimmermann-Emde vor vielen Jahren andere berufliche Pläne hatte. Sie wollte Ärztin werden und weil sie trotz guter Noten keinen Studienplatz bekam, schrieb sie sich mit einem „Park-Semester Kirchenmusik“ in Herford ein. Daraus ist dann mehr geworden.

Als im vierten Semester endlich der Zuschlag für Medizin kam, da wollte sie nicht mehr: „Weil Du Dich verliebt hattest in die Kirchenmusik – und in Günter“, so Pfarrer Andree Best. Die erste Stelle führte die junge Familie nach Andernach an den Rhein. Wenige Jahre später ging Regina Zimmermann-Emde nach Herborn, ihr Mann Günter kümmerte sich um die Kinder. Im Theologischen Seminar der EKHN hieß es damals, sie sei zu jung für die Ausbildung von Vikaren. „Mal schauen, wie lange es geht, werden sie sich gedacht haben“, sagte Andree Best, „und ich möchte in die Geschichte zurückrufen: 37 Jahre!“

Regina Zimmermann-Emde habe im Beruf ihre „Frau gestanden“, mit viel Freude die Chöre geleitet, jahrelang die Herborner Kantorei geprägt, die ein anspruchsvolles Repertoire umzusetzen weiß, und es war im Chor mehr als eine Sangesgemeinschaft: ihr habt dort Glauben und Leben geteilt, sagte Andree Best in seiner Laudatio. „Kirchenmusiker ist ein Beruf, der viel mit Menschen zu tun hat“, sagte der Dekan und dankte Regina Zimmermann-Emde für ihren Einsatz, ihre Beharrlichkeit, ihr Engagement, ihre Geduld und ihren Humor. Mit lang anhaltenden Applaus bedankte sich stehend die Gemeinde bei Regina Zimmermann-Emde für ihr langjähriges und kirchenmusikalisches Tun. Viele Weggefährten aus den zurückliegenden Jahrzehnten waren zum Gottesdienst in die Herborner Stadtkirche und zum anschließenden Empfang in das Gemeindehaus gekommen. Holger J. Becker-von Wolff



BU:

Konzerte

Gospeln an zwei Orten

Dillenburg/Haiger/Herborn. Die Kirchenmusik hat im Evangelischen Dekanat an der Dill einen hohen Stellenwert: Seit November 2006 bereichert der Dekanats-Gospel-Pop-Chor das musikalische Spektrum. Demnächst ist der Chor mit seinen über 40 Sängerinnen und Sänger in Dillenburg-Nanzenbach und in Haiger-Langenaubach zu hören. Der Eintritt zu den Konzerten ist frei.

Foto: Gospelchor Nanzenbach

Zum Dekanats-Gospel-Pop-Chor zählen über 40 Sängerinnen und Sänger aus dem Dekanat an der Dill. Sie treffen sich dienstags um 19.30 bis 21 Uhr zur wöchentlichen Probe. Mit viel Freude singen sie modernes Liedgut, mal Pop und mal Gospel. Dekanatskantorin Andrea Zerbe leitet den Gospel-Chor. Weitere Sängerinnen und Sänger sind willkommen.

Gleich zweimal ist der Dekanat-Gospel-Pop-Chor bei einem Gospelkonzert zu erleben: am Samstag, 15. Juni 2024, in Dillenburg-Nanzenbach findet das erste Konzert statt um 18 Uhr in der Ev. Kirche in Nanzenbach. Das zweite Konzert folgt eine Woche später am Samstag, 22. Juni 2024 um 18 Uhr in der Ev. Auferstehungskirche in Haiger-Langenaubach.

Das Konzertprogramm umfasst bekannte Gospels wie „When Israel was in Egypt’s land“, neue Gospels des norwegischen Komponisten T.W. Aas, sowie das Lied „Gabriellas song“ aus dem Film „Wie im Himmel“. Der Eintritt ist frei.

Die Sängerinnen und Sänger des Gospel-Pop-Chores werden von einer Band begleitet. Die Mitwirkenden sind Andreas Rau (Bass), René Germann (Gitarre), Thomas Bechtum (Piano), Werner Gössl (Schlagzeug) und Kristin Tielsch (Flöte). Die Gesamtleitung hat Dekanatskantorin Andrea Zerbe.

„Es ist eine tolle Gemeinschaft“, sagt eine der Sängerinnen, „man kann sich hier entfalten und das Singen macht viel Freude“. Manche sind seit Anbeginn hier, manche sind erst später dazu gekommen. „Die Mischung aus Pop und Gospel ist es, was die Menschen anspricht“, sagt ein anderes Chormitglied. Jedes Mal sei es faszinierend zu erleben, wie sich im Chor ein Lied bis zur Bühnenreife entwickelt. So manche Sängerin gibt zu, Lampenfieber vor dem ersten Konzert gehabt zu haben. Aber auch das gehöre dazu.

» Mehr zum Chor unter   https://ev-dill.de/kirchenmusik.html

Holger J. Becker-von Wolff

Orthopädisch – unfallchirurgische Praxis Dillenburg schließt zum Monatsende

Wirtschaftliche und organisatorische Zwänge gefährden medizinische Versorgung

Von Siegfried Gerdau

Die mangelhafte Hausarztdichte im ländlichen Raum, zu dem auch durchaus die sogenannten Dillkreisstädte zählen, ist seit Jahren ein sich verschärfendes Thema. Während sich mittlerweile der politische Fokus verstärkt auf dieses Problem gerichtet hat und die hausärztlichen finanziellen Bedingungen geringfügig verbessert wurden, blieben die Facharztpraxen weitgehend außen vor.

„Die Berufspolitik, geführt von Bundesgesundheitsminister Lauterbach (SPD), sieht gegenwärtig einen straffen Sparkatalog vor. Diesem zum Opfer müssen Krankenhäuser und niedergelassene Fachärzte seit Jahren Löcher in der Versorgung und Dienstleistung stopfen.“ Diesen Vorwurf aus der Herborner Praxis hört man bundesweit auch von immer mehr niedergelassenen Kollegen.

Marc Echterhoff, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie vom Chirurgischen Zentrum in der Herborner Austraße: „Weiterhin quälen wir und andere Facharztpraxen uns mit der unfairen Budgetregelung herum, die keine gerechte Bezahlung der Praxisleistungen gewährt. Auch in Zukunft wird somit die Versorgung von Patienten gefährdet.“

„Ein weiters Problem ist die Altersstruktur vieler Fachärzte. Viele von ihnen werden in den nächsten Jahren in den Ruhestand gehen und der Anreiz für eventuelle Nachfolger schwindet verständlicherweise aus den genannten Gründen“, fügt er hinzu.

Sein Kollege Dr. med. A. Pschaick lässt dazu das Personalproblem, das mittlerweile in allen medizinischen Praxen herrscht, nicht unerwähnt. Medizinische Fachangestellte (MFA), früher Arzthelferin genannt, werden aus den unterschiedlichsten Gründen immer mehr zum Mangelberuf in niedergelassenen Arztpraxen.

Diese gesamte unerfreuliche Entwicklung hat die Betreiber des Chirurgischen Zentrums letztendlich dazu geführt, ihre Dillenburger Zweigstelle, die orthopädisch – unfallchirurgische Praxis im Ärztehaus in der Hindenburg Straße, aus wirtschaftlichen und organisatorischen Gründen für immer zu schließen.

Bereits in wenigen Tagen (ab 1. Juni 2024) wird diese Praxis geschlossen bleiben. „Die fachärztliche Versorgung auf dem Gebiet der Orthopädie, Unfallchirurgie und Chirurgie in Dillenburg wird in Zukunft auf eine patientenorientierte und leistungsstarke Praxis verzichten müssen“, stellt Echterhoff mit aller Klarheit fest. Dies bedauren er und seine Ärztekollegen einschließlich des gesamten sehr starken, medizinischen Teams aus tiefstem Herzen.

Sie alle wünschen sich, dass die Bedingungen der niedergelassenen Ärzte in Zukunft nicht durch ungerechte Budgetierung und unnötige bürokratische Hürden erschwert und die ambulante Patientenversorgung damit erheblich gefährdet wird.

Ein kleiner Hoffnungstropfen auch für die Dillenburger Bevölkerung bleibt: „Die Behandlung und Versorgung der Patienten aus dem Dillkreis wird zukünftig in der Hauptpraxis Herborn in gewohnter Qualität angeboten. Dort können weiterhin sämtliche orthopädische, chirurgische und unfallchirurgische Anliegen inklusive aller Operationen durchgeführt werden“.

Weitere Informationen und Terminabsprachen unter  027722405.

Biker feiern Gottesdienst

Motorradgottesdienste erfreuen sich schon seit vielen Jahren großer Beliebtheit unter den Bikern. Auch am 9. Juni 2024 (Sonntag) bis 10 Uhr werden wieder viele „schwere Jungs“ mit ihren chromblitzenden Boliden im Hof der Herborner FeG in der Konrad-Adenauer-Straße 66 eintreffen, um anschließend mit dem bekannten Motorradpfarrer Jörg Sahm einen zünftigen Gottesdienst zu feiern.

Pastor Jörg Sahm

Als Pastor einer FeG verkündete der einst Gottes Wort bis er erkannte, dass man die Menschen da abholen muss wo sie sind. Logischerweise verknüpfte er daraufhin Hobby und Berufung und ist heute unter anderem als Motorrad-Missionar unterwegs.

So wie im vergangenen Jahr wird es auch am 9. Juni wieder im Hof der Herborner FeG aussehen.

Im Anschluss an den Gottesdienst, an dem hoffentlich auch Nicht-Biker teilnehmen, wird es ein gemeinsames Mittagessen geben und im Anschluss eine obligatorische Ausfahrt mit den schweren Maschinen. sig/Fotos: Gerdau

Die Rosenbäume blühen

Noch sind nicht alle Blüten des Rosenbaums (griechisch: Rhododendron) in unserem Garten geöffnet. Mit seiner wunderschönen Farbenpracht zählt er zu den wichtigsten, aber auch anspruchsvollsten Blütensträuchern in deutschen Gärten. Bei idealen Lichtverhältnissen musste heute die Canon R 10 ran. Die Ergebnisse erfreuen nicht nur Botaniker-Herzen.

sig

Gedruckt erlaubt, geschmiert verboten

Es ist Wahlkampf und der tritt gerade in seine heiße Phase. Die Parteien werben mit großen Plakaten, um ihre Kandidaten fürs Europaparlament.

Ist dabei alles erlaubt, fragte sich ein Bürger als er ein Wahlplakat der Grünen in seiner Stadt ansah. Ein durchgestrichenes Hakenkreuz nicht geschmiert, sondern gedruckt mit dem Slogan „Mach Nazis ein Kreuz durch die Rechnung“ und „Machen was zählt“, hatte seinen Unmut erregt.

Wahlplakat der Grünen zur Europawahl. Aufgehängt in einer hessischen Kleinstadt

Der wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages erklärt folgendes:

Immer wieder befassen sich deutsche Gerichte bis hin zum Bundesverfassungsgericht mit dem sogenannten Kennzeichenverbot (§ 86a StGB1). Danach ist es strafbar, Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen zu verbreiten oder öffentlich, in einer Versammlung oder in verbreiteten Inhalten zu verwenden.2 Kennzeichen in diesem Sinne sind „namentlich Fahnen, Abzeichen, Uniformstücke, Parolen und Grußformen“ (§ 86a Absatz 2 StGB).

Aber: DerBundesgerichtshof relativierte dies bereits in einer Pressemitteilung in 2007.

Das Ergebnis:

Durchgestrichenes Hakenkreuz kein verbotenes Kennzeichen

Das Landgericht Stuttgart hatte den Inhaber eines Unternehmens wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen nach § 86 a StGB zu einer Geldstrafe verurteilt. Er hatte für die Punkerszene Aufkleber, Anstecker und ähnliche Gegenstände vertrieben, auf denen nationalsozialistische Kennzeichen in einer Form abgebildet worden sind (Durchstreichen, Zerschmettern u. a.), dass bereits aus der Darstellung die Gegnerschaft zum Nationalsozialismus deutlich wurde.

Der 3. Strafsenat hat das Urteil aufgehoben und den Angeklagten freigesprochen. Zur Auslegung des § 86 a StGB hat er ausgeführt, dass der Tatbestand zu weit gefasst ist und der Einschränkung bedarf. Dies war bereits im Gesetzgebungsverfahren erkannt, die Eingrenzung der Vorschrift im Einzelfall aber der Rechtsprechung überlassen worden. Dementsprechend hatte der Senat schon in früheren Entscheidungen bestimmte Kennzeichenverwendungen ausgenommen, bei denen sich aus den Umständen ergeben hatte, dass der Schutzzweck des Gesetzes ersichtlich nicht verletzt war. Nunmehr hat er entschieden, dass der Gebrauch des Kennzeichens einer verfassungswidrigen Organisation auch dann nicht von § 86 a StGB erfasst wird, wenn bereits der Inhalt der Darstellung in offenkundiger und eindeutiger Weise die Gegnerschaft zu der Organisation und die Bekämpfung ihrer Ideologie zum Ausdruck bringt. Dies gilt selbst dann, wenn solche Artikel aus kommerziellen Interessen massenhaft vertrieben werden. Die Befürchtung des Landgerichts, rechtsextreme Personen könnten diese Lockerung des Verbots ausnutzen und ihrerseits derart abgeänderte Kennzeichen verwenden, hat der Senat nicht geteilt. Er ist davon überzeugt, dass Anhänger rechtsextremer Organisationen Darstellungen, in denen solche Kennzeichen in gegnerischer Zielrichtung verwendet werden, als Verhöhnung der ihnen „heiligen“ Symbole empfinden und selbst nicht gebrauchen würden.

Der Senat hat die Sache selbst abschließend entschieden. Bei den vom Angeklagten vertriebenen zahlreichen Artikeln war – mit einer Ausnahme – eindeutig und offenkundig die Gegnerschaft zum Nationalsozialismus deutlich gemacht worden und daher der Tatbestand nicht erfüllt. Lediglich bei einer CD-Hülle war die Distanzierung allerdings nicht auf den ersten Blick erkennbar und daher unzureichend. Doch hat der Senat ausgeschlossen, dass dem Angeklagten angesichts der besonderen Umstände insoweit ein entsprechender Vorsatz nachgewiesen werden könne, und ihn insgesamt freigesprochen.

LG Stuttgart – 18 KLs 4 Js 63331/05 – Entscheidung vom 29. September 2006. Urteil vom 15. März 2007 – 3 StR 486/06.

Jedoch gilt:

Wer auf ein Wahlplakat beispielsweise ein Hakenkreuz oder andere verbotene Symbole malt (ob durchgestrichen oder nicht), macht sich neben der Sachbeschädigung unter Umständen auch wegen der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen strafbar und das heißt: Es erfolgt eine Anzeige und der Staatsschutz steht vor der Tür.

Begründung: Wer Wahlplakate beschmiert oder entfernt macht sich strafbar. Wer dazu noch Symbole wie Hakenkreuze darauf schmiert, bekommt es mit dem § 86a StGB1zu tun und das kann sehr wehtun. Ob ihm ein Durchstreichen des Nazi-Symbols strafmildernd zugute kommen würde, ist die Frage und letztlich eine Richter Entscheidung. sig

Dialekt-Festival in Wissenbach

Hessens Vielfalt zum Klingen bringen – das ist die Devise des Dialekt-Dachverbands und Hessens neuer Landesregierung. Hessens Heimatminister  Ingmar Jung hat dazu aufgerufen, die Dialekte des Landes zu erhalten und ihre Zukunft zu gestalten. Das MundART-Festival am 11. Mai ab 14 Uhr in der Mehrzweckhalle in Eschenburgs Ortsteil Wissenbach (Forsthausstraße 22) startet Hessens Heimatminister Ingmar Jung zusammen mit dem Dachverband und vielen Akteuren.

Das Programm

Auf der Bühne

In der Werkstatt

Im kleinen Saal im Obergeschoss gibt es Gespräche zu folgenden Themen und Zeiten:

  • 15:15 „Platt schreiwe“ (Jürgen Piwowar)
  • 16:15 Mundart macht Schule (Olaf Kromm)
  • 17:15 Bausteine für einen Mundart-Gottesdienst (Ronald Lommel)
  • 18:15 Mittelhessisch für Zugereiste, Touristen und Volkshochschule (Andreas Stahl)

Info-Stände – Der Markt der Mundart-Möglichkeiten

Der Eintritt ist frei, Spenden erwünscht.

Ideen zur Zukunft der Herborner „Hohe Schule“

Geschichtsverein Herborn stellt sein „Neues
Museumskonzept“ vor.

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung hat der Herborner Geschichtsverein seine
Ideen zur Zukunft der Herborner „Hohe Schule“ vorgestellt, die der Vorstand in den
letzten Wochen entwickelt hat.

Inhaltlich sieht das Konzept die Konzentration auf fünf Themen vor.
Alle Exponate der Ausstellung sollen einen klaren Bezug zu Herborn haben.
Mit Originalen wolle man die Bedeutung Herborns und der Hohen Schule für die
geschichtliche und kirchliche Entwicklung Europas unterstreichen und
Zusammenhänge aufzeigen.
„Dieses Konzept können wir in den bisherigen Räumen umsetzen, dennoch haben wir
eine Alternative entwickelt, die den gesamten Gebäudekomplex der Hohen Schule
einschließt“, erläutert der Vorsitzende Klaus Schreiner und betonte „dies ist nur als
Vorschlag und als Beitrag für den Diskurs über die künftige Nutzung der historischen
Bausubstanz zu verstehen.“

Der Gebäudekomplex der Hohen Schule besteht aus der Aula, dem Turm (Zugang zum
Museum), dem Mensagebäude (bisher als Restaurant genutzt) und dem Professorenhaus (bisher als Hotel genutzt). Der Gebäudekomplex mit Hof und Brunnen ist durch ein
Eingangstor erschlossen und in sich geschlossen.
Nach den Ideen des Vorstands könnte das Mensagebäude künftig wieder durch das
Museum genutzt werden, wie vor dem letzten Umbau (1968-1971).
Dieses könnte für den neuen Eingang, einen kleinen Museumsshop und für wechselnde
Ausstellungen genutzt werden. Vorteil wäre ein barrierearmer Zugang zum Museum.
Perspektivisch könnte die Erschließung der Räume in den oberen Stockwerken durch
einen Aufzug an der Rückseite des Mensagebäudes erfolgen.
„Das Professorenhaus kann künftig dem Stadtmarketing und einen Museumscafe
dienen“, erläuterte Hans-Dieter Wieden.
„Dies hätte den Vorteil, dass die Stadtpolizei in die Räume der Stadtmarketing GmbH
einziehen könnte und die Bahnhofsgaststätte als Gaststätte oder Vereinstre] genutzt
werden kann.“
„Wir freuen uns auf den Diskurs über unsere Ideen und sind gerne bereit, diese allen
Interessierten möglichst vor Ort zu erläutern“, betonte Klaus Schreiner abschließend

Sonntags-Frühstücks-Erlebnis in den Dernbach Stuben

Selbst auf die Gefahr, dass man mich für „parteiisch“ erklärt: Heute haben wir in den Herborn-Seelbacher Dernbach Stuben gefrühstückt (1. Sonntag im Monat) und es war einfach nur traumhaft. Entsprechend dem Wahnsinnsangebot waren alle Tische bereits sehr früh besetzt und den Menschen sah man an, dass es ihnen mundete.

Von leckerem warmen bis kaltem Büffet sowie erlesenen Wurstwaren und Käse ließ das reichliche Angebot an Speisen keine Wünsche offen. Den kulinarischen Köstlichkeiten sah man und schmeckte vor allem, dass sie ausnahmslos vom Chef de Cuisine Achim Betz kreiert wurden. Der anerkannte Spitzenkoch beherrscht sein Handwerk selbst bei „profanen“ Zubereitungen wie einem Frühstücksbüffet 1. Klasse.

Neben einem reichhaltigen vegetarischen Angebot, lockte ein vielfältiger Nachtisch, der das Gourmet-Herz höherschlagen ließ. Während im Kaminzimmer bereits die ersten Konfirmationsgäste eintrafen, kamen im Frühstücksaal immer noch weitere Gäste dazu, so dass der perfekte Service alle Hände voll zu tun hatte.

Fakt ist: Ein solch unnachahmliches Frühstücksangebot zu einem solchen Preis, gibt es nicht an jeder Ecke. Wer da nicht einmal zum Probeessen erscheint, hat etwas verpasst.

Wir werden heute nichts mehr zuhause essen können. Da würde auch gar nichts mehr reinpassen. Am Sonntag in vier Wochen sind wir wieder dabei. Natürlich mit Reservierung. Phone: 02772 628 27. sig/Fotos: Gerdau