Theatralischer Mond

Er steht zwar erst Morgen in seiner vollen Schönheit am Himmel, aber heute schon hat sich unser Trabant mit diesen dramatischen Wolken geschmückt. Als wäre er nicht schon für sich alleine eine Erscheinung, die seinesgleichen sucht. Der Mond, Sehnsuchtsort von Mensch und Tier. Steuermann der Gezeiten und Behüter der Liebenden. Der Mensch in seinem Eroberungsstreben musste ihn unbedingt besuchen, um festzustellen, dass er dort nicht leben möchte und kann. Und dennoch, es ist so faszinierend ihn mit einem starken Glas zu beobachten. Seine Maare zu zählen und sich vorzustellen, dort oben einfach mal zu wandern. Es ist ein gutes Gefühl und nicht umsonst haben unzählige Dichter und Liedermacher ihm Verse und Liedtexte gewidmet. sige

Flaschen-Schmutzfinke

Von Siegfried Gerdau

Unmengen an geleerten Flaschen liegen derzeit zwischen den Flaschencontainern oberhalb des Herborner Bauhofs in der Alsbach. Möglicherweise stimmt also die Expertenmeinung, dass in der Pandemie mehr als sonst gesoffen wird. Dazu wird aber niemand gezwungen. Erst recht nicht seinen Abfall einfach auf die Straße zu stellen. Zugegeben, der Container war so voll wie wahrscheinlich auch der Schmutzfink nach dem Genuß des Weines. Es gibt aber im gesamten Stadtgebiet noch an viel mehr Stellen die Möglichkeit, seine Flaschen zu entsorgen. Was macht jetzt der Altglas-LKW-Fahrer mit den Flaschen, die eigentlich in den Container gehören. Er sammelt sie entweder einzeln auf oder lässt sie ganz einfach liegen. Irgend ein „Blödmann“ wird sich dann schon erbarmen und sie entsorgen.

Also wirklich, manche Menschen haben eine seltsame Vorstellung von Umweltschutz. Und das in einer Zeit, in der fast jeder von Umwelt-und Klimaschutz oder Nachhaltigkeit redet. Hier passt mal wieder der alte Spruch: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“ Fotos: Gerdau

Weideblümchen und mehr

Die Natur atmet durch und sammelt sich zum Start in den Frühling. Schon ein paar Sonnentage genügen, um unscheinbare Frühblüher zu aktivieren. Man muss gar nicht weit gehen oder besondere Plätze aufsuchen, um sich daran zu erfreuen. Eine Weidefläche an der Dill genügt vollkommen. Wer jedoch hoch erhobenen Hauptes über die wenigen, schon grünen, Grashalme schreitet, wird nicht allzuviel davon mitbekommen. Man muss schon aufs Detail achten und die Nase herunternehmen. Um die Schönheiten festhalten, braucht man keine besondere fotografische Ausrüstung. Ein Handy reicht vollkommen. Eine Canon 80 D mit Tamron 18-400 mm geht aber auch.

Narzissen/Osterglocken

Fotos: Siegfried Gerdau

Exponentielles Wachstum

Ein Begriff, der im Zusammenhang mit der grassierenden Sars-Covid-19-Pandemie immer wieder zu hören ist. Ich habe mich einmal damit beschäftigt und einen ausgewiesenen Fachmann, auch zu diesem Thema, in dem folgenden Artikel zitiert. Besonders hinweisen möchte in diesem Zusammenhang auf dessen Webseite. Ganz bewusst habe ich mathematische Zusammenhänge dabei ausgeblendet. Die Lektüre ist als solche schon spannend und aufschlussreich genug. Viel Spaß und große Erkenntnisse beim Lesen.

www.energie-lexikon.info

Auszug aus dem Artikel von Dr. Rüdiger Paschotta

Epidemien

Eine Epidemie, die durch Infektionen mit Bakterien oder Viren verursacht wird, breitet sich durch die Übertragung dieser Krankheitserreger zwischen Menschen aus. Ein solcher Übertragungsvorgang wird natürlich in einer Bevölkerung umso wahrscheinlicher, je mehr Menschen bereits infiziert sind. Solange die Wahrscheinlichkeit, dass ein Infizierter jemand anderes ansteckt konstant und hoch genug bleibt, kommt es zu einem exponentiellen Wachstum.

Häufig betrachtet man den sogenannten Reproduktionsfaktor – die durchschnittliche Anzahl derjenigen, die durch einen Infizierten angesteckt werden. Ein exponentielles Wachstum ergibt sich, wenn der Reproduktionsfaktor größer als 1 ist. Dagegen kommt es zu einem exponentiellen Abklingen, wenn dieser Faktor kleiner als 1 ist.

Ansteckungs-Epidemien zeigen ein Schwellenverhalten: Wenn die Ansteckungswahrscheinlichkeit pro Infizierten unter eine bestimmte Schwelle gedrückt wird, klingen die Krankheitsfälle ab.

Daraus ergibt sich eine interessante Schlussfolgerung: Um einen massiven Ausbruch einer Epidemie zu verhindern, muss man Ansteckungen nicht etwa perfekt vermeiden. Es genügt, den Reproduktionsfaktor etwas unter 1 zu drücken – was zu einem negativen Wachstumskoeffizienten führt.

Sind die ergriffenen Anstrengungen aber etwas zu schwach, sodass der Reproduktionsfaktor immer noch über 1 liegt, erhält man weiter ein exponentielles Wachstum – nur eben ein verlangsamtes. Damit darf man sich nicht begnügen, wenn man die Ansteckung eines großen Teils der Bevölkerung vermeiden will. Dies gilt beispielsweise in der 2019 begonnenen Coronaviren-Pandemie: Nur die Zahl der Intensivpflegeplätze in den Krankenhäusern zu erhöhen, könnte das Problem nicht lösen, da die Last bei exponentiellem Wachstum jede Kapazitätsgrenze früher oder später übersteigen würde. Eine solche Strategie wäre genauso erfolgversprechend, wie auf offenem Meer vor einem Hai durch schnelles Schwimmen zu flüchten: Der Hai ist immer schneller als Sie.

Warum genau klingt eine Epidemie auch ohne aktive Gegenmaßnahmen irgendwann ab?

Natürlich ist auch ohne aktive Gegenmaßnahmen kein grenzenloses Wachstum einer Epidemie möglich: Mehr als 100 % einer Bevölkerung können ja nie infiziert werden. Bereits etwas bevor dies erreicht wird, nehmen der Reproduktionsfaktor und die Rate der neuen Ansteckungen deutlich ab, weil die Infizierten von immer weniger noch nicht infizierten Menschen umgeben sind, die man noch anstecken könnte. Ein konstanter Reproduktionsfaktor und ein konstanter Wachstumskoeffizient – die Merkmale exponentiellen Wachstums – sind eben nur möglich, solange der Großteil der Bevölkerung noch nicht infiziert wurde. Aber am Ende erwischt es dann eben doch die meisten – ohne Grund klingt eine Epidemie nicht ab, wie auch Donald Trump im Frühjahr 2020 schmerzlich (vor allem für andere) lernen musste.

Auch auf andere Weisen kann der Reproduktionsfaktor reduziert werden – einige Beispiele:

Man kann durch reduzierte soziale Kontakte (“social distancing”) die Wahrscheinlichkeit von Übertragungen reduzieren.

Wenn es eine massenhaft anwendbare Impfung gibt, kann man u. U. so viele Menschen rechtzeitig immunisieren, dass der Reproduktionsfaktor kleiner 1 wird, lange bevor die Krankheit einen wesentlichen Teil der Bevölkerung erfasst hat.

Wenn sich die Wetterverhältnisse so ändern, dass dies die Ansteckungen wesentlich reduziert, führt dies manchmal dazu, dass eine Krankheitswelle von selbst wieder abklingt.

Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie war besonders anfangs häufig zu beobachten, dass ein Verständnis der wesentlichen Aspekte dieser Krise am fehlenden Verständnis für exponentielles Wachstum scheitert. Auch sonst vernünftige Menschen konnten es sich einfach nicht vorstellen, dass die Zunahme von Infektionen auf damals noch geringem Niveau rasch zu einem wesentlichen Problem führen. Das dürfte einer der Gründe dafür sein, dass viele Menschen irreführenden Fehlinterpretationen aufsaßen. Freilich gab es noch etliche andere Gründe, die ich in meinem Artikel über die Aufdeckung von Irrtümern analysiert habe.

Im Einzelnen sind die Verhältnisse bei Epidemien aus diversen Gründen natürlich um einiges komplizierter als z. B. beim Wachstum von Bakterien in einer Nährlösung. Beispielsweise kann die Ansteckungswahrscheinlichkeit innerhalb einer Familie oder einer Arbeitsgruppe recht hoch sein, über die Grenzen solcher Gruppen hinweg dagegen geringer. Außerdem lässt sich oft schwer rechnen, da z. B. die Anzahl der bereits Infizierten nicht so leicht ermittelbar ist. Der möglichst intelligente Umgang mit diesen und etlichen weiteren Problemen gehört zur zentralen Aufgabe der Epidemiologie.

Achtung, ein wenig Satire!

„Merkels Waterloo? Die Regierung hat fertig, die Stimmung kippt. Die Kanzlerdämmerung – Merkel zieht zurück und gesteht Fehler ein“, titelte Boris Reitschuster heute online.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat heute die erst am Montag verkündete „Osterruhe“ auf Druck von Handel und Industrie zurückgezogen. Sie entschuldigte sich für ihren Fehler, den sie ganz alleine verantwortet. Ein neuer Fauxpas der Bundesregierung, aber auch der Ministerpräsidenten der Bundesländer. Merkels Sessel entwickelt sich immer mehr zum Schleudersitz. Aussitzen kaum noch möglich. Die Menschen im Land zweifeln immer mehr an dem was gesagt wird.

Auch Print-Medien wie der SPIEGEL halten ihre Bälle nicht flach und reden Klartext: „Schimpf und Schande-die neue deutsche Unfähigkeit.“ Die NZZ schreibt: „Was bleibt, ist der Eindruck einer politischen Führung, die für Chaos und Verunsicherung sorgt: Offenbar hat keiner der Anwesenden erkannt, dass die Idee der «Osterruhe» schlicht nicht praktikabel war.“

Dennoch gibt es immer noch Traumtänzer, die alles schönreden und Deutschland mit dem Rest der Welt vergleichen-„wie geht es uns doch so gut und wir haben doch eigentlich kaum einen Grund zum meckern und vor allem genug zu essen. Habt Geduld und bleibt gelassen, bald ist Ostern vergangen und die Welt ist nicht untergegangen.“ Also, immer schön wegschauen und gesundbeten, die meisten Nachrichten sind doch sowieso Fake News. So ist es recht und die, die unter dem Regierungs- Affentheater leiden und sich in ihrer Existenz bedroht fühlen, „sollen sich mal nicht künstlich aufregen.“ Uns geht es doch so gut und auch unsere Regierung hat alles im Griff. Die paar organisatorische Problemchen sind doch kein Grund, um sich an Stammtischen darüber mit tumben Sprüchen aufzuregen. Halt Stopp, es gibt ja seit über einem Jahr gar keine Stammtische. Egal, sind trotzdem alles meist rechte Sprücheklopfer, die sich über unsere rechtschaffende Führungsriegen echauffieren. Wir schaffen das, lasst erst mal Ostern vorbei sein und seid glücklich und dankbar. Vor allem seid brav, dann geht alles fast von alleine. Unsere Kanzlerin hat sich sogar entschuldigt. Hochachtung! Das bringt ja sonst kaum jemand fertig. Die „Osterruhe“ ist trotzdem dahin. Am Montag kam der Staatsstopp aus dem Kabinett- nicht vom Bundestag verabschiedet-, heute wurde er wieder aufgehoben. Mea Culpa-meine Schuld, gesteht Merkel und hundertausende Bürger, Unternehmen und Handelsgeschäfte machen die Rolle rückwärts. Kein Problem. Auch die mit viel Getöse angepriesene 100 Millionen- Corona-Warn-App war ja ein Flop. Alles wird dem Virus namens Covid-19 in die kleinen Schuhchen geschoben.

Die Liberalen, allen voran Christian Lindner sind Schuld. Natürlich auch die „alternativen Paria“, das sind perse die Berufsschuldigen. Da wären auch noch die Linken und vor allem die, die sich als Querdenker, Coronaleugner und Systemkritiker auf den Straßen herumtreiben. FDP, AfD und Linke dringen sogar auf die Vertrauensfrage behauptete heute N-TV.de. Das ist Gotteslästerung. Alles Schuldige, die verhindern, dass die sich redlich bemühende Regierung die Sache mit dem Virus in den Griff bekommt. Antifa und deren vermummten Gefolgsleute setzen all ihre geballten Kräfte ein, um das Staatsschiff wieder auf den richtigen Kurs zu bringen. Die ganz Vorsichtigen versuchen es sicherheitshalber mit Grün und deren strahlenden Heilsbringern. Die so gar nicht mehr richtig etablierten Parteien CDU und SPD sehen in ihnen sogar die Rettungsanker, mit denen zusammen die neue Zeit nach Merkel eingeläutet werden kann.

Das Ausland schüttelt den Kopf und befürchtet, dass die Hilfsgelder bald nicht mehr aus Old Germany fließen könnten. Das wäre der Super-Gau. „Bleibt gelassen, denn Gelassenheit ist die Mutter der Harmonie“, las ich heute bei Facebook. Der Große Scholz nimmt ein paar Milliärdchen mehr auf und dann schaffen wir auch das. „Lassen wir erst einmal Ostern vorbeigehen, dann werden wir sehen, dass die Welt nicht untergegangen ist. “

Man darf hingegen gespannt sein, ob Angela Merkel (unter)geht oder nicht. Sie hat vor Jahren einmal gesagt: „Wenn ich merke, dass ich nicht mehr gewollt bin, dann gehe ich“ und der erste Bundesdeutsche Kanzler Konrad Adenauer: „Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern.“ sige/Foto: Gerdau

Ein Blick ohne Scheuklappen

Heute Mittag erreichte mich eine nachdenkenswerte Mail, die ich gerne hier in meinem Blog weitergebe.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich leite Ihnen/ Euch eine Mail eines Herborner Bürgers an den Herborner BUND weiter.

Mit freundlichen Grüßen

Annette Jakobi

Guten Morgen Familie Jakobi,

vielen Dank für die Rückmeldung. Gerne dürfen Sie meine Überlegungen weiterleiten. Als sehr schlimm empfinde ich diesen jährlichen Kahlschlag des Bewuchses entlang der Dill. Flora und Fauna haben da keine Chance. Als Bilddokumente habe ich Ihnen einmal die Ufersituation – wie sie einmal vorhanden war und sich jetzt darstellt – beigefügt. Die Verantwortlichen müssten eigentlich dafür zur Rechenschaft gezogen werden.

Durch den Kahlschlag findet abgesehen von der bisherigen Kaschierung der geballten baulichen Hässlichkeiten im Bereich Eitzenhöfer auch kein Emissionsschutz – insbesondere – Schallschutz mehr statt. Der Tatbestand des optimalen Widerhalls an den nackten Gebäudefassaden wird insbesondere von den Rasern/Posern auch gerne genutzt, ihre getunten Fahrzeuge auf der Walther-Rathenau-Str. soundmäßig einmal so richtig „Nürburgringmäßig“ auszufahren.

Meine entsprechenden Interventionen bei den „Verantwortlichen“ der Stadt Herborn sowie Polizei haben da wenig genutzt. Bei denen scheint Emissionsschutz offensichtlich unbekannt zu sein.

Ihnen noch einen schönen Tag. Mit besten Grüßen.

Klaus Altbürger

Von: annetteundwolfgang.jakobi@freenet.de <annetteundwolfgang.jakobi@freenet.de>

Gesendet: Sonntag, 21. März 2021 12:36

An: klaus.altbuerger@t-online.de

Betreff: RE: WG: Stadtentwicklung Herborn

 Guten Tag Herr Altbürger,

da sind wir einer Meinung- das ist wahrlich nicht die Zuckerseite von Herborn. Erst gestern, wir waren entlang der Dill mit der Gruppe Dillkind Müll einsammeln, ist es uns wieder unangenehm aufgefallen.

Darf ich Ihre Mail an unsere Mitglieder und Interessierte weiterleiten?  Das Thema Stadtentwicklung ist auch bei unseren Mitgliedern aktuell.

Mit freundlichen Grüßen vom BUND-Herborn

Annette Jakobi

Von: klaus.altbuerger@t-online.de

Gesendet: 16.03.2021 08:19 Uhr

An: bund.herborn@bund.net, buergerherborn2051@aol.com

Betr.: Stadtentwicklung Herborn

Sehr geehrte Damen und Herren,

anbei einige Anmerkungen zum Thema Stadtentwicklung Herborn nebst Bilddokumentation. Ein wirklich wunderschöner Anblick für Herborns Entre´ von Süden her.

Mit freundlichen Grüßen

Klaus Altbürger

An: lokalredaktion-dill@vrm.de

Betr.: Stadtentwicklung Herborn

Ihr Artikel Herborner Tageblatt Christian Hoge vom 09.02.2021

Sehr geehrte Damen und Herren,

nachdem ich über 45 Jahren in Köln gelebt habe, bin ich vor 5 Jahren mit meiner Frau aufgrund familiärer Verwurzelungen nach Herborn gezogen. Als zentrumsnaher Anwohner beobachte ich mit Interesse, was sich in Sachen Stadtentwicklung so tut bzw. nicht tut.

Das Einkaufszentrum Eitzenhöfer selbst und insbesondere dessen Erweiterung vor einigen Jahren sind eine architektonische Katastrophe für das Entre´ in das historische Stadtzentrum von Herborn. Wo einst ein schöner kleiner Stadtpark mit Denkmal vorhanden war, schaut man nunmehr auf einen hässlichen Zweckbau mit unprofessionell an der Fassade angebrachten technischen Klimaeinrichtungen. Diese hätte man doch sehr gut im darunter liegenden Parkdeck unterbringen können; aber das hätte ja weniger Stellplätze bedeutet.

Zudem zwei „Funky Fritta“ 40-Fuß Graffiti Container, die kunstpreisverdächtig das Dillufer schmücken. Wer genehmigt eigentlich so etwas ??? Besucher, die vom Schießplatz her der Beschilderung Innenstadt entlang des Dillufers folgen, werden von diesem DDR-Architektur-Monster keinesfalls angetan sein. Bisher haben wenigstens Bäume und Sträucher einigermaßen den Blick auf dieses „städtebauliche Schmuckstück“ ein wenig kaschiert.

Leider wird der Bewuchs immer wieder zurückgeschnitten bzw. beseitigt, wohl um auch den Blick auf die überdimensionierten Werbeanlagen freizuhalten. Das geplante Parkhaus Hintersand würde dieses Ensemble von Hässlichkeiten sicherlich komplettieren.

Eine Neugestaltung der Eitzenhöfer-Fassade sowie ein durchgehender „Dill-Boulevard“ als Fuß -und Radweg bis zur Brücke an der Bahnhofstr. mit einer entsprechenden Baumbepflanzung würden diesen Bereich sicherlich nicht nur für potentielle Besucher und Anwohner sondern auch für die Stadt erheblich aufwerten.

Ansonsten ist in Sachen Verkehrsführung die Kreuzung Schießplatz/B255 die reinste Katastrophe. Dies gilt auch für die Fußgängerüberwege. Der bereits im Jahre 2012 genehmigte und vor zwei Jahren wieder zurückgenommenen Kreisverkehr hätte hier Abhilfe schaffen können. Offensichtlich hat man da erhebliche Zuschüsse vom Bund/Land aufgrund der Bundesstraße sowie im Zusammenhang mit dem Hessentag nicht rechtzeitig abgerufen oder es waren sonstige Gründe ausschlaggebend. Vielleicht wäre es eine Lösung die B255 über die B277 zum Anschluss Herborn Süd und dann zum Anschluss Herborn West zu führen, wie man es in der Gegenrichtung bereits mit dem LKW-Verkehr macht. Das würde den erheblichen städtischen Durchgangs-Verkehr/-Schwerlastverkehr aus dem Bereich Dillbrücke/Westerwaldstr. reduzieren und die Kreuzung am Schießplatz entlasten. Auch wären die Ampelschaltung und die Führung der Fußgängerüberwege zu ändern.

Nicht nur in diesen beiden Angelegenheiten wird man da manchmal an den „Kölschen Klüngel“ in meiner alten Heimat erinnert.

Mit freundlichen Grüßen

Klaus Altbürger

Herborner Osterbrunnen steht

Es ist vollbracht. Noch ein wenig aufgeräumt und der Osterbrunnen ist wieder ein Magnet für Groß und Klein.

„Papa, ist heute Ostertag“, fragt der kleine Mann mit Blick auf die fleißige Schmück-Kolonne am Herborner Marktplatzbrunnen. “ Nein mein Junge, die Leute schmücken den Brunnen für Ostern, aber das Fest ist erst in 14 Tagen“, belehrte ihn der Vater. Anke Freiberg (48) von den „Essensrettern“ aus Herborn-Burg hatte sich am Samstag (Frühlingsanfang) bei strahlendem, aber empfindlich kaltem Wetter mit Janina Schmitt (28) und Dominik Diener (38) ans Werk gemacht, um den „Osterbrunnen“ wieder ins rechte Frühlingslicht zu rücken. Das Equipment steuerte der Herborner Werbering bei und vom Rathaus kam das OK für die ehrenamtliche Arbeit. Unzählige bunte (Plastik)-Eier und wunderbar blühende (Plastik)-Forsytien galt es um die Bügel zu schlingen und gekonnt daran zu befestigen. Weil alles unter strengen Corona-Bedingungen stattfinden musste, war die Arbeit ein Stück schwieriger als sonst. Anke Freiberg, die seit der Kommunalwahl am vergangenen Sonntag einen Sitz im Burger Ortsbeirat hat, wollte nicht wie 2020 auf den Brunnenschmuck verzichten und hatte sich bereit erklärt, die Ausgestaltung mit ihrem Team zu übernehmen. sige/Fotos: Gerdau

Für ein 1500 Quadratmeter großes Wiesenstück entlang der Dill, gegenüber des Burger Bürgerhauses sucht Anke Freiberg und ihre freiwilligen Helfer noch Wildblumensamen. Die Fläche ist Habitat der „Wilden Seidenbiene“ und wurde im vergangenen Jahr erstmals damit eingesät. Da der Boden nicht der Beste ist, ging der Samen auf vielen Teilflächen nicht auf. Nun hofft Anke Freiberg auf einen Spender, der noch etwas Samen erübrigen kann, um auch die restlichen Stücke bald einsäen zu können.

Von da oben wird der Samen sicher nicht kommen, liebe Anke. Da muss schon ein irdischer Spender ran.

Frühlingsanfang mit Hindernissen

In der Sonne sitzen und die lauwarme Frühlingsluft tief einatmen.

Auf Terrasse oder Balkon ein Tässchen Kaffee trinken.

Durch die Straßen spazieren und Menschen begegnen.

Wiesen und Wälder durchstreifen und die Natur beim Erwachen beobachten.

Vom Urlaub träumen und Reisen auf Vorrat planen.

Sich des Seins und der eigenen Gesundheit erfreuen.

Dinge machen, für die man sonst nie Zeit hatte.

Radtouren unternehmen oder anderen dabei zuschauen.

Darauf hoffen, dass die Pandemie bald Geschichte ist und…

sich freuen, dass es noch nicht schlimmer kam. sige/Foto: Gerdau  

Nilgans an der Dill

Die Nilgans kommt ursprünglich aus Afrika. Eine kleine, freibrütende Population gibt es seit Beginn des 20. Jahrhunderts in England. Seit den siebziger Jahren breitet sie sich von den Niederlanden kommend auch bei uns aus. 1994 wurden hier 1350 Brutpaare gezählt. Sie führen eine lebenslange Einehe. Ganter und Gans sind am Federkleid nicht zu unterscheiden.

Auch an der Dill bei Herborn fühlt sich diese Nilgans-Familie wohl

Brutzeit ist von März bis Juni. Es findet nur eine Jahresbrut statt.
Die 5 bis 8 leicht glänzenden, spindelförmigen, rahmweißen Eier (70 x 50 mm groß) werden in zweitägigem Abstand gelegt.

Kaum zu glauben, dass es Menschen gibt, die meinen, diese harmlosen Tiere gehören nicht hierher und sie am liebsten erschießen würden.


Nach 28-30 Tagen schlüpfen die Nilgans-Küken aus. Während die Gans brütet, hält der Ganter in der Nähe des Nestes Wache. Die Jungen werden nach dem schlüpfen sofort zum Wasser geleitet. Somit werden sie in die Gattung der Nestflüchter eingeordnet. Interessant ist auch, dass die kleinen Federbüschel immer von beiden Elternteilen geführt werden.

Bereits in den ersten Tagen fühlten sich die sechs Küken im Dill-Wasser wohl.

Die Nahrung der schönen Vögel reicht von Süßgräsern und Getreide bis zu geringen Mengen Insekten und anderen Kleintieren. Im Wasser gründeln sie gerne. sige/Fotos: Gerdau