Jugendbuch für Erwachsene

Von Siegfried Gerdau

„Der Schatz des Adriaan van Cla“ heißt das neue Buch von Wolfgang Schäfer. Zwei Jahre „reifte“ das Manuskript in seinem Fundus, bis er sich entschloss, dass 157 Seiten umfassende Werk binden zu lassen und auf den Markt zu bringen. Der Bad Endbach-Günteroder hielt sich auch in diesem Buch streng an seine Lebensregel, alles aber auch wirklich alles durch seine humoristische Brille zu betrachten. So entstand ein Mix aus Erzählung, Jugenderinnerungen und blühender Fantasie, wie sie nur ein lebensbejahender Mensch wie er hervorbringen kann. Vier Jungs- wer davon er ist, bleibt bis zum Ende des Buches sein Geheimnis- machen das, was Jungs zu dieser Zeit (1970) und in diesem Alter halt so machen. Sie leben in ihrer Parallelwelt, sind ständig auf Schatzsuche und werden wie die Protagonisten tatsächlich auch manchmal fündig. Daraus entwickelt sich eine Geschichte, von der Erwachsene nur träumen können und alles ist wahr, bis auf den letzten i-Punkt. Apropos, Erwachsene, die ihre Kinder und Jugendzeit verschlafen oder anderweitig genutzt haben, können bei der Lektüre von „Der Schatz des Adriaan van Cla“ viel lernen. Zum Beispiel wie wenig es braucht, um Heranwachsenden eine erfüllte Kindheit mitzugeben.

Die Kindheit der Jungs um Clavan, spielte sich im vorliegenden Roman real an der Dill ab und das schmucke Städtchen dazu kann man leicht erraten. Die Leser, die ihre Kindheit nicht verschlafen und „richtig“ genutzt haben, werden sich sofort in dieser Welt, vollgestopft mit Erlebnissen, zurechtfinden. Ach, bevor ich es vergesse, wer das Büchlein bis zum Ende liest, wird in gewissen Abschnitten eine Querverbindung zu Wolfgang Schäfers Video-Sketchen in gerdaus-welt entdecken. Dies sei aber nur am Rande erwähnt.

Fazit: Wer sich und anderen junggebliebenen Menschen einen Gefallen tun will, für den ist das Buch ein Muss. Die Kinder aus dieser Zeit haben es einfach verdient, dass man sich mit ihnen beschäftigt. Man kann beim Lesen wunderbar und sehr tief in eine fantastische Welt eintauchen, wie sie nur Kinder erleben dürfen. Da diese Zeit soo schnell vorbei ist, finde ich es Klasse, dass Wolfgang Schäfer ein Stück davon in „der Schatz des Adriaan van Cla“ bewahrt hat.

Kontakt zu dem Schriftsteller:

Wolfgang Schäfer, Bad Endbach-Günterod, Mail: clavan@clavan.de, Tel: 02776 913 106.

Ostern ja, aber anders!

Von Siegfried Gerdau

Das Osterfest 2021 wird ebenso in die Geschichte eingehen, wie 2020 und wie Weihnachten im gleichen Jahr. Die Covid-Pandemie hat Deutschland und die Welt im Griff. Allen Be-und Verschwörungsversuchen zum Trotze, ist noch kein Ende abzusehen. Es wird geimpft auf der Welt, was das Zeug hält. In Deutschland aus den unterschiedlichsten Gründen eher zögerlich. Mal ist kein Vakzin in genügender Menge vorhanden oder in der für alle passenden Form. Ein anderes Mal hapert es an der Organisation die, streng nach deutschem Gusto, bürokratisch verlaufen muss. Die Regierung bemüht sich und das Volk macht mit. Setzt die Maske auf, hält schön Abstand und wenn es dran ist die Oberarme hin. Halt nicht alle. Da gibt es ganz schön viele, die kräftig aufmucken. Entweder in den sozialen Netzwerken oder sogar auf den Straßen und Plätzen. Zehntausende ohne Masken, ohne Abstand und mit Parolen „Frieden, Freiheit, Demokratie“. Es seien sogar Plastersteine-genau genommen einer- geflogen und das gegen einen Vertreter der Presse. Das ist gar nicht in Ordnung und ebensowenig das tausendfache Nichttragen der Masken. Es muss aufgearbeitet werden, aber vor allem muss nachgefragt werden, um was es den Menschen tatsächlich ging und geht. Ist der Grund für die immer mehr zunehmenden Proteste tatsächlich das Maskentragen oder steht da etwas ganz anderes dahinter.

Der Schneefall am Ostermontag ist schon fast wieder romantisch

Wenn man die zahlreichen Videos über die Stuttgarter Proteste akribisch auswertet, muss man feststellen, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer überwiegend aus der Mitte der Gesellschaft zu kommen scheinen. Man sah keine „Nazis“, keine „Reichsdeutschen“ und auch keine entsprechenden Attribute wie Reichsfahnen oder ähnliches. Entlang der Strecke wenige sogenannte „Antifaschisten“ und auch die Polizei trat fast ausnahmslos tiefenentspannt auf. Genau dies warf man ihr jedoch erstaunlicherweise vor.

Während an anderen Stellen und Veranstaltungen immer mehr über Prügelpolizisten und übergriffige Beamte berichtet und angeklagt wird, herrschte in Stuttgart Frieden-und Frühlingsfeststimmung. Gewiss, die wenigsten Demo-Teilnehmer trugen Masken. Nicht gut. Sollten daher die Beamte mit Pfefferspray und Schlagstöcken und vielleicht noch mit Gummigeschossen gegen Frauen, Kinder und auch Männer vorgehen?

Doch wohl nicht, auch wenn diese Forderungen zwischen den Zeilen der einschlägigen Berichterstattungen hervorlugen. Selbst bei den übelsten Krawallen in Hamburg und Berlin hat man Verletzungen von Beteiligten und immense Sachschäden als ganz normale Folgeschäden des demokratisch verbrieften Demonstrationsrechts hingenommen. Hmm, was war in Stuttgart anders. Muss die Polizei an Schönwettertagen an den Badeseen, Rheinufern oder im Englischen Garten in München auch draufhauen, wenn die Menschen keine Masken tragen? Wollen wir einer Prügel-Exekutiven das Wort reden.

Und wieder, jetzt zum X.Male. Ja die Demonstranten trugen keine Masken. Das ist verwerflich, aber auch gewaltbereite Demos sind verwerflich. Was soll die Staatsmacht dagegen tun.

Mein Vorschlag: Einfach genauer hinhören, was die Stimme des Volkes „da unten“ denn so sagt. Nicht jeder, der all die Schutz-Maßnahmen nicht versteht und dagegen aufbegehrt, ist ein Nazi, Rechter oder was man sonst noch alles so gerne verstreut. Es fällt oftmals auch den tausenden Verstehern manchmal schwer sich den fast täglich ändernden staatlichen Vorgaben anzupassen.

Die Menschen brauchen klare Ansagen und nicht zigfaches tägliches, oft sich widersprechendes politisches- Geschwätz auf allen Kanälen und in den Printmedien. Die wenigsten Bundesbürger sind Epedimiologen und Virensachverständige.

Sie verstehen nicht, wenn an einem nordrheinwestfälischen See auf der einen Uferseite Maskenpflicht herrscht und an der anderen nicht. Auf der Seebrücke hingegen für alle, weil sich dort die Masken-und Nichtmaskenträger treffen. Sie verstehen nicht wenn sich bei Aldi und lidl die Menschen vor den NonFood-Ständen ballen, aber in den Einzelhandelgeschäften ihr mehrfache Anwesenheit für die Nation höchstgefährlich ist.

Sie erleben hingegen fast täglich, dass sie mit neuen Auflagen bis hin zur totalen Ausgangssperre bedroht werden, wenn gleichzeitig andern Ortes fröhliche Veranstaltungen stattfinden, gegen die von den Ordnungshütern mangels Masse nicht eingeschritten wird.

Die Masse der Bundesbürger ist Pandemie-Ungeübt, aber in totaler Freiheit großgeworden. Jetzt verlangen Politiker, die ebenfalls Pandemie-Ungeübt und in totaler Freiheit großgeworden sind, ein Verhalten, dass massiv in die grundgesetzlichen Bürgerrechte eingreift. Ist doch verständlich wenn dann Bürger misstrauisch werden und vor allem wenn diese Eingriffe in den wenigsten Fällen parlamentarischen Ursprung haben. Wer mit unserer Demokratie groß geworden ist, sie zu schätzen weiß und nicht selten geschworen hat, sie zu verteidigen, schaut halt genauer hin, wenn an ihren Fundamenten vermeintlich oder tatsächlich gekratzt wird. Besonders dann, wenn die Bürgern in Schule und anderen Bildungsstätten gut aufgepasst haben, wenn landauf landab immer die demokratischen Errungenschaften gepredigt wurden und ihnen so ein halbes Jahrhundert lang, die schlimme Kehrseite des freiheitlich-rechtlichen Daseins vor Augen geführt wurde.

Fazit: Demonstrieren ohne Maske ist schlecht, aber grundsätzlich gut und vom Grundgesetz besonders geschützt. Steine schmeißen war schon in den 1968er Jahren kaum zu akzeptieren, auch wenn die Steineschmeißer mittlerweile zu Ehren gekommen sind. Wenn sich die Bundesbürger gegen staatliche Bevormundung wehren, sind sie nicht automatisch Covidioten, Pack und Neonazis. Differenzierung tut Not und strikte Einhaltung der demokratischen Spielregeln, die wir uns einst selber auferlegt hatten, auch. Jeder Bürger, Beamte und Politiker, der dagegen verstößt, bereitet dem Extremismus von links und rechts noch mehr das Fundament. Die Maskendemos haben die Ostermärsche der Atomwaffengegner weitgehend abgelöst. Wenn wir es noch schaffen, dass alle Demonstrierer ihre Masken tragen und gewaltfrei über die die Straßen ziehen, sollte eigentlich die deutsche Welt ein Stück mehr in Ordnung sein. Denke ich, aber ich kann mich auch täuschen.

Über 70 000 Clicks für meinen Blog gerdaus-welt. Ist doch schon ganz ordentlich. Herzlichen Dank an meine Lesern.

Der Bestatter

Passend zu dem nicht gerade freundlichen Aprilwetter mit Schnee, Regen und Wind hat Wolfgang Schäfer wieder einen Sketch produziert, der einfach nur köstlich ist.

Demnächst werde ich hier in meinem Blog sein neuestes Buch mit dem kaum zuzuordnenden Namen „der Schatz des Adriaan van Cla“ vorstellen, auf das man sich schon jetzt freuen kann.

Kommt die Ausgangssperre auch für den LDK?

Aus grundsätzlich zuverlässigen Quellen verlautete, dass der Lahn-Dill-Kreis noch heute eine nächtliche Ausgangssperre verfügen wird. Wie sicher die Information ist, lässt sich jedoch noch nicht endgültig abschätzen.

Sicher hingegen ist, das der Impfstoff AstraZeneca einen neuen Namen bekommen hat. Er heißt jetzt Vaxzevria. Die Umstellung auf den neuen Markennamen sei nicht unüblich und schon länger von dem britisch-schwedischen Pharmaunzernehmen geplant.

Meine zuverlässigen Quellen hatten Recht. Ab Freitag (Karfreitag) 0.00 Uhr gilt eine nächtliche Augangssperre von 21 bis 5 Uhr.

In dieser Zeit ist es untersagt die eigene Wohnung zu verlassen. Ausgenommen zur Berufsausübung etc. Auf diversen öffentlichen Plätzen besteht ein Alkoholverbot.

Für den Einzelhandel gilt ein terminiertes Bestell- und Abholangebot.

In den Ferien gibt es kein Betreuungsangebot für Schulkinder.

Kinder sollen nur in Ausnahmefällen in die Betreuung (Kindergärten o.ä.) gegeben werden.

Die Ausgangssperre gilt vorerst bis Ablauf des 23. April 2021

Die Ordnungskräfte werden konsequent durchgreifen und im Bedarfsfalle hohe Geldbußen verhängen, so hört man.

Frühlings-Signale

Forsythien oder auch Goldglöckchen sind ein deutliches Zeichen für den Klimawandel. Noch in den 1950er Jahren hatte die aus China stammende Pflanze ihre Blütezeit Mitte April. Mittlerweile verschob sich dieser Zeitraum auf Ende März. Die geringgiftige Pflanze ist auf jeden Fall ein sicheres Zeichen für den Frühlingsbeginn und ist wegen ihrer hohen Leuchtkraft bei vielen Hausgärtnern sehr beliebt. In ökologischer Hinsicht ist sie jedoch nicht das Gelbe vom Ei. Die meisten Insektenarten meiden sie. 

Mir hat die Forsythie Jahr für Jahr Hoffnung auf wärmere Tage gemacht und daher war ich schon immer ein Fan dieses Gewächses und bin es bis heute. sige/Fotos: Gerdau

Lotti sucht ein schönes Zuhause

Lotti ist eine treue Seele und für jede Zuwendung unendlich dankbar.

Lotti ist ein liebenswertes Mädchen. Geboren wurde sie wahrscheinlich 2018. Sie ist gechippt, geimpft, kastriert. Trotz ihres schweren Schicksals ist sie immer noch verspielt und ein lustiges, verträgliches Mädchen. Ihre Schulterhöhe beträgt 40Zentimeter. An der Leine ist Lotti zeitweise noch etwas rowdyhaft, weil logischerweise ungeübt. Die junge Dame sucht sehnlichst ein liebevolles, verantwortungsbewusstes Zuhause mit Erfahrung. Am liebsten ländlich gelegen. Ein wenig Zeit und Geduld sollte man mit ihr haben, damit sie Vertrauen fassen und sich einleben kann. Zwar sollten keine kleine Kinder da sein, dafür aber mindestens ein anderer Hund, mit etwa der gleichen Energie. Es sollte also kein zu behäbiger, ruhebedürftiger Senior sein. Ein oder mehrere Artgenossen geben ihr Orientierung und Sicherheit. Lotti musste ihr Leben mit zwei Geschwistern in einer kleinen Außen-Toilette in Ungarn fristen. Lottis Geschwister wurden längst erfolgreich gemeinsam vermittelt. Bei der armen Lotti stellten wir leider einen sehr eierigen Gang fest. Der Tierarzt bestätigte leider unsere Vermutung-es war ein Hüftproblem. Lottis Oberschenkelkopfknochen standen direkt unter der Schwanzwurzel und die Hüfte stand verloren in der Mitte. Also wurde in Deutschland erst die eine Seite und dann die andere Seite operiert. Vermutlich war die Ursache kein Unfall, sondern menschliche Gewalteinwirkung. Das hat die tapfere kleine Maus nun alles gut überstanden und jetzt könnte ihr Leben endlich unbeschwert beginnen- wenn sich nur endlich ein passendes Zuhause fände. Wer wirklich ernsthaftes Interesse an ihr hat und sie kennenlernen möchte, ruft bitte die Handynummer 0170 291 6983 an oder schreibt eine Mail an stonewaxx81@hotmail.de. Der Aufenthaltsort ist in 35687 Dillenburg. Lotti wird nach positivem Vorbesuch und mit Schutzvertrag vermittelt. sige

Wer Lotti erlebt wird sie auf Anhieb lieben lernen. Fotos: privat

Neuer Sound im Katzenoutfit

Eine Band, die völlig neue Wege beschreitet, macht zur Zeit sehr von sich reden. CATCØRE ist anders.. gut und der Sound geht unter die Haut.

CATCØRE ist direkt in Herborn verwurzelt. Alle drei Instrumentalisten haben den Großteil ihres Lebens in unserer schönen Kleinstadt verbracht und sind dem entsprechend auch hier aufgewachsen. Seit einem halben Jahr komplettiert die Frontfrau Kim das Quartett. So konnte die schon bestehende Katzenmusik mit Katzengesang fertig gestellt werden. Momentan befindet sich die Band in einer Produktionsphase für ihre erste DEMO, die sich allerdings aufgrund der Pandemielage verzögert. Um mehr über den Hintergrund des mysteriösen Auftretens zu erfahren, spielt das Spiel auf der Homepage der Band: https://catco.re/

Warum nur erinnert mich der Gesang von Frontfrau Kim in dem nachfolgenden Video nur an mein leider viel zu früh verstorbenes Idol Amy Winehouse? Ich finde die drei Jungs und ihre Sängerin einfach Klasse und bin sicher viele andere Musikbegeisterte auch. sige

Das Leben ist kurz

Wenn man die Gedanken dieses römischen Philosophen Seneca hört oder liest, stellt man fest, dass sich in den menschlichen Existenzen seit damals, vor 2000 Jahren, NICHTS geändert hat.

Es lohnt sich ganz sicher, sich in Ruhe hinzusetzen und seinen Philosophien über das Leben zuzuhören.

„Je nach der Lage des Staates und den Fügungen des Schicksals werden wir vorankommen oder auf der Strecke bleiben, jedenfalls werden wir tätig sein und nicht der Furcht unterliegen und dadurch in Reglosigkeit verfallen. […] Wenn du aber in eine weniger günstige Lage des Staates gerätst, musst du dich mehr ins Privatleben zurückziehen und dich mit der Wissenschaft beschäftigen, wie auf gefahrvoller Seefahrt sofort einen Hafen anlaufen, nicht auf deine Entlassung warten, sondern von selbst zurücktreten.“ Erstaunlich wie aktuell!