International anerkannter Russlandexperte referiert an Herborner Comenius-Schule

Auf Einladung der Comenius-Schule referierte Brigadegeneral a.D. Reiner Schwalb, ein renommierterExperte für Sicherheitsfragen und Russlandexperte, für Schülerinnen und Schüler der Klassen 9

Reiner Schwalb war im Rahmen seiner Verwendung bei der Bundeswehr in vielen verschiedenen
Funktionen und Ländern tätig. Zuletzt war er 8 Jahre als Militärattaché bei der deutschen Botschaft in
Moskau aktiv.

Im Focus seines Vortrags stand der Ukrainekrieg, die Gründe für den Ausbruch sowie der Verlauf, das
Ziel und wie er möglicherweise beendet werden kann. Es wurden viele neue Erkenntnisse und
Sichtweisen aufgezeigt und erläutert.

Ein weiterer, für die Schüler und Schülerinnen interessanter Punkt seiner Ausführungen lag in den
möglichen Auswirkungen auf uns in Deutschland, wie der enorm gesteigerte Verteidigungshaushalt
und die Wiedereinführung der Wehrpflicht bzw. Dienstpflicht, die nach Schwalbs Einschätzung schon
sehr bald diskutiert wird.

Auch die Tatsache, dass über 80 Prozent aller Kriege in der Welt bei Verhandlungen und nicht auf
dem Schlachtfeld beendet werden, war interessant zu hören.

Bei der anschließenden Diskussionsrunde waren persönliche Erfahrungen Schwalbs für die
Schülerinnen und Schüler besonders interessant und der Vortrag wird bestimmt nicht der letzte im
Rahmen dieser Thematik sein. Reiner Schwalb ist nach wie vor, auch nach seiner aktiven Dienstzeit,
in vielen Gremien und Ausschüssen tätig und bietet seine Fachexpertise über die Gesellschaft für
Sicherheitspolitik e.V. (GSE) an.

Text und Fotos: Micha Gabriel

    Horrende Preissteigerungen und kein Ende in Sicht

    Kommentar

    Von wegen, die Inflation habe sich auf niedrigem Niveau eingependelt. Was uns verschiedene Politiker einreden wollen ist das Ergebnis ihrer eigenen Kurzsichtigkeit. Viele Lebensmittel haben einen Verkaufspreis erreicht, der Otto-Normalverbraucher die Schweißperlen auf die Stirn treibt. Gab man früher für einen mittelgroßen Einkauf 100 Euro aus, so muss man heute dafür das Doppelte auf die Kassentheke legen. Von der Zeit vor dem Euro will ich hier gar nicht reden.

    Beim heutigen Einkauf in einem Vollsortimenter ist mir schwindelig geworden. Weintrauben, obwohl die Lese gerade erst vorbei ist, sind 16,6 Prozent teurer geworden. Gurken sogar 34,5 Prozent und der absolute Hammer ist die Butter. 39,7 Prozent teurer als in der Vorwoche und beim Olivenöl sind 28,1 Prozent mehr zu zahlen. Wer Orangensaft für ein unverzichtbares Getränk zum Frühstück hält, muss dafür glatte 19 Prozent mehr berappen.

    Natürlich sind auch in allen anderen Bereichen die Preise noch viel stärker angezogen. Wen ich mir eine Familie mit zwei Kindern, wo der Vater ein ganz normales Einkommen hat, vorstelle, schwillt mir der Kamm. Natürlich sind immer teurere Lebensmittel nicht alles. Da kommen noch die gestiegene Miete, höhere Strom-und Gaskosten dazu und, und, und. Einen neuen Ofen müssen viele kaufen, weil ja die CO2- Belastung in der Welt heruntergeschraubt werden muss und ein E-Auto sollte es natürlich aus dem gleichen Grund ebenfalls sein. Die CO2-Steuer macht hier Druck, aber die meisten Bürger hängen schon am Leistungslimit.

    Wo ich gerade bei den Normalverdienern und hohe Steuerzahler bin, die Gruppe der Witwen, die ihre Kinder in den Zeiten des Wirtschaftswunders großgezogen haben und daher nicht arbeiten konnten, bekommen jetzt im Schnitt 850 Euro Rente im Monat. Das ist gelinde gesagt eine Schweinerei.

    Die politische Kaste ficht das alles wenig an. Da geht garantiert keiner unter 10 000 Euro im Monat nach Hause. Das ist die Untergrenze und von solchen Menschen Einsicht zu verlangen, ist sehr müßig. Vor der Wahl und da stehen wir schon jetzt, wird das hohe Lied des Bürgers als Souverän gesungen Wenn dann nach der Wahl die Pfründe alle vergeben sind, sprechen die gleichen Sänger von „denen da unten oder sogar manches Mal vom Pöbel.“ Die meisten Menschen im Land durchschauen die Taschenspielertricks der „Mächtigen von des Wählers Gnaden“. Wie lange sie noch geduldig ihre eigenen, täglichen Daseinsprobleme klaglos hinnehmen ist die Frage. Bleibt nur zu hoffen, dass die kommende Regierung sich der gescheiterten Altlasten entledigen kann und IHREM Volk das gibt, was ihm zusteht und auf markige Sprüche und Durchhalteparolen verzichtet. sig/Foto: Gerdau

    Weihnachtskonzert mit der Herbornseelbacher Big Band

    Die Weihnachtszeit ist schon sehr nahe und auch eine Veranstaltung auf die nicht nur die Anhänger des meisterhaft intonierten Swing gewartet haben, steht vor der Tür. Am 30. November (1. Adventssonntag) werden die Musiker des Herbornseelbacher Musikvereins (Rote Teufel) gemeinsam mit dem Schulchor der Herborner Comeniusschule in deren Mehrzweckhalle wieder in aller Frische konzertieren. Die Kooperation mit dem Förderverein der Comeniusschule erweist sich nicht zum ersten Mal als segensreich.

    Auf dem Programm stehen „White Christmas“ und „Blue Christmas“ mit dem Solisten Carsten Wenzel. Der entertainende Zahnarzt aus Gladenbach wird damit gleichzeitig seine Abschiedsvorstellung geben. Weiter stehen neben zahlreichen anderen Stücken „Santa Baby“ mit der bestens bekannten Solistin Franzi (Franziska Immel) und „Amazing Grace“ auf dem Programm. Der Schulchor will gemeinsam mit allen Sängerinnen und Sängern „We are the World“ intonieren und mit „Dona nobis pacem“ wird die Band ihre Gäste garantiert begeistern. Insgesamt stehen rund 20 Stücke auf der Vorhaben-Liste von Bandleader Erwin Gabriel.

    Das Konzert beginnt am 30. November um 16 Uhr (Einlass) 15 Uhr und die Karte kostet im Vorverkauf gerade einmal 12 Euro (Abendkasse 14 Euro). Für den Gegenwert, der etwas über dem Preis einer Packung Zigaretten liegt, bekommen die Konzertgäste ein musikalisches Highlight allererster Sahne geboten.

    Der Vorverkauf ist im Herborner Blumenhaus Kuhlmann und an der Herborn-Seelbacher Aral-Tankstelle in der Marburger-Straße und natürlich auch online mit dem QR-Code. sig/Fotos: Gerdau

    Buß- und Bettag

    Hoffentlich

    Am Mittwoch (20. November 2024) ist ein kirchlicher Feiertag: Der Buß-und Bettag hat eine lange Tradition und ist als Feiertag vor vielen Jahren der Pflegeversicherung zum Opfer gefallen. Einige Gemeinden laden zu Andachten ein.

    In diesem Jahr lautet das Thema „Hoffentlich“: Es sind genau diese Momente zwischen Hoffen, Bangen und noch nicht Wissen, die Menschen nach Gott rufen lassen. Hoffentlich hört er mich, hoffentlich schenkt er mir in diesem Moment etwas Ruhe und Geborgenheit.

    Das wäre schon viel, angesichts der Unruhe in mir drin und um mich herum. Gott ist da und interessiert sich für mich. Mit ihm zusammen kann ich diesen Moment vielleicht besser aushalten und den richtigen Weg finden…

    Der Buß- und Bettag ist eine gute Gelegenheit solchen „Hoffentlich“-Momenten nachzuspüren. Auf der Website unter https://www.busstag.de/24/thema.php gibt es viele Anregungen. Hier kann man Wünsche und Klagen aufschreiben, Gebete anderer teilen. Man kann selbst die Worte ergänzen: „Hoffentlich…“ Nehmen Sie sich einfach ein paar Augenblicke Zeit dafür und – wenn Sie mögen – kommen Sie in unsere Gottesdienste am Buß- und Bettag.

    » Hier unsere Empfehlungen:

    Breitscheid-Medenbach:
    19 Uhr ökumenischer Gottesdienst in der Ev. Kirche Breitscheid

    Dillenburg:
    18.30 Uhr ökumenischer Gottesdienst in der FeG Dillenburg, Stadionstraße

    Dillenburg-Frohnhausen:
    20 Uhr Abendmahlsfeier in der Ev. Kirche Frohnhausen

    Dillenburg-Eibach:
    19.30 Uhr gemeinsamer Gottesdienst in der Ev. Kirche Eibach

    Driedorf:
    19 Uhr ökumenischer Gottesdienst in der Ev. Kirche Driedorf mit anschließendem Kirchencafé

    Eschenburg:
    19.30 Uhr gemeinsamer Gottesdienst mit Bischof em. Dr. Hans-Jürgen Abromeit (Greifswald) in der Ev. Kirche Eibelshausen und dem Dekanatsorchester unter der Leitung von Miyoung Jeon

    Haiger-Allendorf:
    20 Uhr gemeinsamer Gottesdienst mit der EFG Haigerseelbach in der Ev. Kirche Haigerseelbach (Tränkestraße 7)

    Haiger-Langenaubach:
    18 Uhr gemeinsamer Gottesdienst in Haiger-Flammersbach

    Haiger:
    18.30 Uhr Kirchspiel-Gottesdienst in der Ev. Stadtkirche Haiger mit Pfarrerin Cornelia Wesseling-Mangold

    Herborn:
    19 Uhr ökumenischer Gottesdienst in der Ev. Stadtkirche Herborn mit Pfarrerin Anja Vollendorf

    Herborn-Seelbach:
    19 Uhr Gottesdienst in der Ev. Kirche Herborn-Seelbach mit Pfarrer Martin Slenczka

    Herborn-Ambachtal:
    19 Uhr Gottesdienst in der Ev. Kirche Uckersdorf mit Pfarrer Konrad Schullerus

    Mittenaar:
    19.30 Uhr Zentraler Gottesdienst mit Abendmahl in der Ev. Kirche Offenbach mit Pfarrer Roland Friedrich

    » Mehr zum Buss- und Bettag unter  https://www.busstag.de/24/index.php

    Holger J. Becker-von Wolff

    Burger Bärenbande stellt aus

    Mit ihren wunderschönen und beliebten, weil handgemachten, Bärchen geht die Herborn-Burgerin Ester Küth auch in diesem Jahr rechtzeitig vor Weihnachten wieder auf eine Ausstellungsreise.

    Bereits am 22. und 23.November 2024 ist die bunte Bärenbande im Herborner Blumenhaus Kuhlmann zu bewundern und natürlich, wie an den anderen Ausstellungsorten, auch zu kaufen.

    Am Wochenende darauf (30.11. und 01.12.2024) sind die possierlichen Freudenspender in den Räumen der Kaffeerösterei im Gewerbegebiet Königszug in Oberscheld unterwegs.

    Zum Tournee-Abschluss haben die Bären noch einmal einen großen Auftritt im Eisemrother Café Lönneberga und zwar am 14. Dezember (Samstag) schon ab 15 Uhr.

    Ester, ihre „Ziehmutter“, hat sich auf ihre potentiellen Bewunderinnen und Bewunderer bereits jetzt schon bestens vorbereitet. sig/Fotos: privat 

    Hallo Ihr Lieben, zu Eurer Kenntnis.Mein zweiter Versuch mit der heimischen Presse.Im Wetzlar Kurier ist der Artikel bereits veröffentlicht.

    https://wetzlar-kurier.de/3617-pro-polizei-herborn-ev-wird-zum-jahresende-aufgelost/
    Viele GrüßeHans-Dieter

    —– Weitergeleitete Nachricht —–

    Von: hansdieterwieden@aol.com <hansdieterwieden@aol.com>

    An: Christian Hoge <christian.hoge@vrm.de>; Tanja Eckel <tanja.eckel@vrm.de>

    Gesendet: Sonntag, 10. November 2024, 21:56:39 MEZ

    Betreff: Pro Polizei Herborn e.V.

    An die Redaktion vom Herborner Tageblatt

    Bitte veröffentlichen Sie die Pressemitteilung mit Bild.

    Freundliche Grüße

    Hans-Dieter Wieden.

    Pressemitteilung

    Pro Polizei Herborn e.V. wird zum Jahresende aufgelöst

    Die Herborner Freunde und Förderer der Polizei haben bei der Jahreshauptversammlung am 18. Oktober 2024 die Auflösung des Vereins zum 31. Dezember 2024 beschlossen.

    Hans- Jürgen Irmer, Vorsitzender von Pro Polizei Wetzlar e.V. und Ideengeber für die Bürgerinitiativen, die einst aus der Not der schlechten Ausstattung der Polizei gegründet wurden, lobte und dankte für die gute Arbeit und vertrauensvolle Zusammenarbeit. „Heute ist die ideelle Unterstützung angesichts der Anfeindungen und tätlichen Angriffe auf Angehörige der Polizei und der Hilfsdienste nötiger denn je. Auch wenn Herborn nicht mehr als selbständige Organisation bestehe, kann man die Ideen weiter unterstützen und warb für den Beitritt zu Pro Polizei Wetzlar. e.V.“ 

    Hans-Dieter Wieden folgte dem und übergab Hans-Jürgen Irmer sein Beitrittsformular. „Ich hoffe, dass viele unserer derzeit noch 70 Mitglieder dem Beispiel folgen und wir die 1000er Schallmauer in Wetzlar bald knacken.“

    Lukas Winkler führte routiniert durch die Tagesordnung und dankte im Namen der Stadtverordneten herzlich für die jahrelange Unterstützung der Herborner Station, insbesondere bei den beliebten Besuchen der Polizeistation von Kindern aus den Grundschulen.

    Pro Polizei Herborn e.V. bestand seit 1998 und damit über 25 Jahre, betonte der Vorsitzende Hans-Dieter Wieden in seinem letzten Bericht des Vorstands. 
    Seit zwei Jahre habe man sich ohne Erfolg bemüht, Menschen für die Vorstandsarbeit zu gewinnen. Auch der Versuch, mit Dillenburg und Ehringshausen einen neuen Verband an der Dill zu gründen, war gescheitert. Zuletzt hatte man in einem Brief alle Mitgliederinnen und Mitglieder aufgefordert, sich zu melden, um einen neuen Vorsatnd vorschlagen zu können. 

    Bis auf eine Rückmeldung waren alle Versuche und persönliche Ansprachen leider ergebnislos. „Uns blieb dann nichts anderes übrig als schweren Herzens zur Auflösung des Vereins einzuladen“, stellte Frank Pletka, stellvertretender Vorsitzender bedauernd fest.

    Die Kassenprüfer bestätigten dem Geschäftsführer und Kassierer Wilfried Hüsken eine gute Arbeit und tadellose Kassenführung. Ihm galt der besondere Dank der Versammlung. Wilfried Hüsken, Gründungsmitglied und der erste Vorsitzende des Vereins und bis zuletzt Geschäftsführer, war ein Vierteljahrhundert die gute Seele des Vereins.Zu Liquidatoren wurden Hans-Dieter Wieden und Frank Pletka bestellt. Wie in der Satzung festgelegt, geht das dann noch verbleibende Vermögen des Vereins an die Verkehrswacht Dillenburg e.V. 

    Herborner Martinimarkt zieht noch immer

    Die Besucher kommen teilweise von weit her.

    Tausende Menschen besuchten heute den Herborner Martinimarkt und auch das Wetter spielte mit. Es war zwar recht frisch, aber von Regen keine Spur. Die traditionsreiche Veranstaltung findet immer am 10. und 11. November statt. Der Markt erinnert bereits seit 500 Jahren an den Heiligen Martin. Der teilte einst mit einem frierenden Bettler seinen warmen Mantel .

    Das war in Herborn 2024 nicht nötig, da es einerseits nicht soo kalt war und ein Bettler bei den vielen fliegenden Händlern sicher eine warme Decke bekommen hätte. An Essen und Trinken hatten die teilnehmenden Vereine nicht gespart. Es gab genügend fettarme Bratkartoffeln, Waffeln, Bratwürste, Glühwein und Feuerzangenbowle.

    Kurz vor Marktende war alles verzehrt, die Betreiber hatte ihre Bestände restlos verkauft. Bei den Geschäftsleuten ging es ein wenig ruhiger zu. Ihre Läden waren bereits ab 12 Uhr verkaufsoffen und so konnten viele Besucher sich mit Weihnachtsgeschenken eindecken.

    Morgen geht es weiter und die Fahrgeschäfte, einschließlich Riesenrad, locken mit familienfreundlichen Preisen. sig/Fotos: Gerdau

    „Hillbilly-Elegie“

    Buchbeschreibung

    Von Siegfried Gerdau

    Mit der Wiederwahl von Donald Trump rückte auch ein Mann in den Focus, der bis dahin in weiten Teilen der Welt unbekannt war. Der Senator James David „JD“ Vance aus dem amerikanischen Bundestaat Ohio verkörpert wie kaum ein anderer den amerikanischen Traum „Vom Tellerwäscher zum Millionär“.

    Im Juli dieses Jahres ernannte Trump den 40-Jährigen zum Vize-Präsidentschafts-Kandidaten falls, er die Wahl gewinnen würde. Trump wurde gewählt und somit rückt nun der Senator und Autor einer Autobiografie mit dem Titel „Hillbilly-Elegie“ auf den Platz des 50. Vizepräsidenten der Vereinigten Staaten.

    In „Hillbilly-Elegie“ einer „Hinterwäldler-Geschichte“ die 2020 verfilmt wurde, beschreibt er seine eigene Geschichte und die seiner Familie, welche aus der US-amerikanischen Unterschicht stammt. Er, der einstige Trump-Gegner, hielt diesen in dem 2016 erschienen Artikel für „The Atlantic“ als „ungeeignet für das höchste Amt der USA“. Einem einstigen Studienkollegen gegenüber verstieg sich Vance sogar zu der Vermutung, dass Trump „ein zynisches Arschloch wie Nixon“ oder „Amerikas Hitler“ sei“.

    Das änderte sich gravierend und JD Vance unterstützte den ehemals von ihm so Gescholtenen massiv in dessen erfolgreichem Wahlkampf. Warum deutsche Medien den Juristen und Kapitalmanager Vance als einen gefährlichen Mann einstufen, erschließt sich mir nicht ganz. Ob es der Gesinnungswechsel oder die Mitgliedschaft bei den Republikanern ist, kann die Lektüre des Buches sicher nicht erhellen.

    Fakt ist jedoch, dass selbst Olaf Scholz nach eigener Aussage beim Lesen des Buchs zu Tränen gerührt war. Abschwächend unterstellte der deutsche Noch-Kanzler ihm jedoch, dass Vance um der eigenen Karriere willen, den Umschwung vom konservativen Gegner Trumps zu dessen feurigem Befürworter vollzog.

    „Hillbilly-Elegie“ wurde 2017 von dem Journalisten Klaus Bittermann (Artur Cravan) in der taz als eines der besten Sachbücher des Jahres gelobt, jedoch nachdem Vance von Trump nominiert wurde, als Sozialromantik abgetan.

    Ungeachtet aller Kritik lohnt es sich mehr als einen Blick in die Biografie zu werfen. Es erhellt nicht nur das Leben eines Menschen, den man getrost als zukünftigen Präsidenten der USA sehen kann. In ihm erhält man einen tiefen Einblick in die Welt der amerikanischen Underdogs, der JD Vance entkommen ist und es sogar bis zum Vizepräsidenten geschafft hat.

    Das 304-seitige Taschenbuch „Hillbilly-Elegie“ ist im Ullstein-Verlag erschienen und unter der EAN / ISBN 9783550050084 zum Preis von 18 Euro im Buchhandel erhältlich.  

    Unfassbar aber wahr

    Ein Einkauf im Norma, der Bäckerei Luckenbach oder ein Besuch des kleinen Restaurants auf der Herborner Bürgermeisterwiese kann teuer zu stehen kommen.

    Eine Herbornerin, deren Name gerdaus-welt.de bekannt ist, war zum Einkaufen im Norma und hatte noch in der Bäckereifiliale ein paar Brötchen gekauft. Dass ihre Zeit gemessen, und ihr Besuch in den Geschäften akribisch von Überwachungskameras aufgezeichnet wurde, war ihr nicht bewusst.

    Das dicke Ende kam heute per Post. Eine Zahlungsaufforderung wegen Überschreitung der zulässigen Parkzeit wird sie 35, 10 Euro kosten. Wenn sie es geahnt und ein Bekanntengespräch im Laden rigoros abgelehnt hätte, wäre sie vielleicht unter den vorgeschriebenen 90 Minuten geblieben und müsste jetzt nichts zahlen.

     Da die gute Frau Angst hat Ärger zu bekommen, musste ich die persönlichen Daten unkenntlich machen. Ihre Frage nach Datenschutz und das Recht auf das eigene Bild will sie auch nicht weiter verfolgen.

    Fakt ist, dass sie bei Norma in Herborn, der Bäckerei und in dem Restaurant auf der Bürgermeisterwiese nicht mehr erscheinen wird. So viel Geld habe sie nicht, der Einkauf sei schon teuer genug gewesen. Man muss sich fragen wo da die Kundenfreundlichkeit bleibt oder will man durch dieses Verhalten seitens der Geschäftsführung zusätzliche Einkommensquellen akquirieren. sig

    Was braucht Herborn?

    Kundenwünsche bestimmen den „Herzschlag“ von „Eitzenhöfer“.

    Über den Stand der umfangreichen Grund-und energetischen Sanierungsarbeiten im Herborner Kaufhaus Eitzenhöfer informierte sich am vergangenen Mittwoch der Herborner Bürgermeisterkandidat Michael Scheld (parteilos). Geschäftsführer Reiner und Sohn Timo Eitzenhöfer sprachen im Anschluss mit dem 47-Jährigen über ihre geschäftlichen Ziele, Wünsche und Zukunftsaussichten.

    Michael Scheld(Mitte) ließ sich von Vater und Sohn Eitzenhöfer über deren Unternehmen informieren.

    Scheld, der sich im kommenden Jahr, am 4. Mai, zur Wahl stellen wird, erhielt einen tiefen Einblick in den Geschäftsbetrieb des Modehauses mit Frankenberger Wurzeln. Das Herborner Unternehmen ist ein Magnetbetrieb für die Innenstadt und schon lange eine feste Institution. Timo Eitzenhöfer verriet, dass der alte Name des Herborner Geschäftshauses Dill-Center schon bald dem deutlich bekannteren „Eitzenhöfer“ weichen soll. Gleichzeitig würden die Shopping-Angebote für die gesamte Familie deutlich mehr in den Vordergrund gehoben, erklärte Reiner Eitzenhöfer.

    Für ihn stehe immer die wichtige Frage „Was braucht Herborn“ an erster Stelle. Das Wissen über die Kundenwünsche sei daher von elementarer Bedeutung. Dies werde sich auch in den bis Mitte Januar umgebauten, großzügig geschnittenen Verkaufsräumen widerspiegeln.

    Michael Scheld betonte, dass seine Mutter das Angebot von Eitzenhöfer sehr schätze, dass sie ihre ausgewählten Bekleidungsstücke mit nach Hause nehmen dürfe und dort in Ruhe anprobieren könne. Das sei ja nur ein Teil des Eitzenhofer-Service, sagte Inhaber Reiner Eitzenhöfer. Schon bald werde zum Beispiel auch die hauseigene Änderungsschneiderei optisch noch mehr in den Mittelpunkt des Hauses gerückt.

    Timo Eitzenhöfer (links) stellt dem Bürgermeisterkandidat Michael Scheld den attraktiven Personal-Shopping-Bereich des Hauses vor

    Scheld erfuhr von Timo Eitzenhöfer auf seine Nachfrage über die Weiterbildung von Mitarbeitern, dass diese überwiegend im eigenen Haus geschult würden. Auch sei die Personalsituation zwar generell sehr angespannt, aber in ihrem Unternehmen kein Problem. „Die jeweilige Erfassung des aktuellen Modetrends ist für uns eine ständige Aufgabe“, sagte der Juniorchef des Unternehmens. Dabei sei die Bedeutung von Messen stark rückläufig. Man könne jedoch davon ausgehen, dass Modetrends in den Großstädten wie Berlin oder München erst stark zeitlich verzögert in Herborn ankämen. Allerdings sei der Herborner Trend für ihr Modehaus wichtiger als der in München, fügte sein Vater hinzu.

    Zu ihren Wünschen gehöre unter anderem eine noch stärkere Zusammenarbeit und den intensiveren Erfahrungs-Austausch mit allen Handeltreibenden der Stadt, erklärte Timo Eitzenhöfer. Bürgermeisterkandidat Michael Scheld zeigte sich beeindruckt vom unternehmerischen know-how der Inhaberfamilie Eitzenhöfer und dem Engagement von Vater und Sohn zum Wohle der traditionsreichen Stadt Herborn. sig/Fotos: Gerdau