Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Malkurse von Benita von Wendt sowie des neuen Workshops von „Pinsel und Co“, Breitscheid und Erdbach stellen ihre Werke Morgen (18. September) von 13 bis 19 Uhr zum letzten Mal in der Alten Färberei (Haus der Vereine) in der Mühlbach-Straße 5/7, Herborn aus. Es lohnt sich auf jeden Fall die geschmackvollen und künstlerisch hochwertigen Arbeiten anzuschauen. Der Eintritt ist wie immer frei.
Geheimer Garten von Anna Stawire
Die Motive der Ausstellung, von abstrakt bis fotorealistisch, sind so vielfältig wie die Arbeitsmaterialien von Acrylfarbe, Aquarell über Ölkreide bis Bunt- und Bleistift. Neben den langjährigen Kursbesuchern zeigen auch die Teilnehmer der neuen Workshops was sie in den meist mehrtägigen Kursen erschaffen haben.
Gezeigt werden Arbeiten die mit der Technik des Pourings entstanden sind. Hier wird die Acrylfarbe auf den Untergrund gegossen, eine Technik die sich auch für Anfänger eignet. Nicht zu vergessen die Plastiken aus Pappmaschee, einem weiteren neuen Kursangebot.
Seinen ersten öffentlichen Bewerbungs-Auftritt um das Amt des Herborner Bürgermeisters absolvierte Michael Scheld (parteilos) am Sonntagabend im Dorfgemeinschaftshaus seines Geburtsorts Hirschberg. Der 47-jährige Kriminalbeamte stellte den Bürgerinnen und Bürgern sich, seine Motivation und seine Ziele vor. In einem sehr souverän vorgetragenen Statement, von einer gelungenen und nicht überladenden Power Point Präsentation unterstützt, gelang es Scheld deutlich zu vermitteln, wie sehr ihm das Wohl Herborns, besonders aber auch deren neun Stadtteile, am Herzen liegt.
Bürgermeisterkandidat Michael Scheld neben seinem Wahlspruch.
Scheld, der im Polizeipräsidium Mittelhessen eine leitende Stellung bekleidet, machte im Dillenburger Wirtschaftsgymnasium sein Abitur und ist leidenschaftlicher Sportler. Im Rahmen seiner Polizeiausbildung studierte er Verwaltungswirtschaft mit dem Abschluss Diplom Verwaltungswirt.
„Ich bin davon überzeugt, die körperlichen und mentalen Vorrausetzungen für das anspruchsvolle Bürgermeisteramt in Herborn mitzubringen“, sagte er mit einer durchaus angebrachten Spur von Selbstbewusstsein und gab unumwunden zu, dass er kommunalpolitisch noch einige persönliche Lücken füllen müsse. Durch mehrere, einschlägige Verwendungen im Verlauf seiner Polizeikarriere habe er sich jedoch Führungskompetenz und vor allem eine gute Fähigkeit zur Team-Arbeit erarbeitet.
So stellt sich der eloquente Mann auch seine Arbeit im Rathaus vor. Er wolle Teil des Verwaltungs-Teams sein und sehr eng mit den Parlamentariern, sprich den Stadtverordneten und dem Magistrat zusammenarbeiten. Die Themenkomplexe in den Bereichen Sicherheit, Wirtschaft und Stadtentwicklung, Familie und Soziales, Jugend, Vereine sowie Sport würden sich sicher auch bei seinen Mitbewerbern finden. Daher empfahl er seinen Zuhörern auf die Feinheiten zu achten.
Sehr intensiv wolle er als Bürgermeister der Frage nach der Sicherheit der Bürger umgehen. Mehr als einmal hätten Frauen ihm gegenüber geäußert, dass sie sich besonders nachts nicht mehr getrauen die Straßen, besonders um den Bahnhof herum, zu benutzen. Im dies abzustellen schwebt Scheld so einiges vor. Daran, dass für ihn aktive Videoüberwachungen und erhöhter Kontrolldruck dazu gehören, ließ er keine Zweifel. Er könne auch nicht akzeptieren, dass sich immer mehr Wettbüros, Orte für illegales Glücksspiel und ähnliche Etablissements in der Stadt etablieren. Hier müsse seiner Meinung nach die Konzessionsvergabepraxis überdacht und mehr Kontrollen gemeinsam mit der Steuerfahndung und bei diversen Raucherbars auch des Gesundheitsamtes erfolgen.
Nicht nur auf diesen Gebieten sei er schon tief in das Sammeln von weiteren Themen eingestiegen, erfuhren seine Gäste. Als eventueller Herborner Bürgermeister will sich Scheld besonders auch dafür stark machen, dass junge Familien Anreize erhielten sich in der Stadt niederzulassen, um damit die innerörtliche Kaufkraft stärken. Das setze jedoch voraus, dass durch verstärkte Ansiedlung von Unternehmen die entsprechenden Arbeitsplätze entstünden und die bestehenden verstärkt würden.
Es gelte vorhandene freie Flächen als Bauplätze zu aktivieren und dazu intensive Gespräche mit deren Besitzern zu führen, damit junge Menschen den Bau von Eigenheimen planen könnten. All diese Maßnahmen sorgten letzten Endes für den dringend nötigen Nachwuchs in Feuerwehren und Vereinen. „So lassen sich viele Probleme auf einmal lösen“, fügte er hinzu. Als alleinerziehender Vater einer 16-jährigen Tochter und eines gleichaltrigen Stiefsohns kenne er die Wünsche, Sorgen und Zukunftsvorstellung der jungen Generation. Den in seinen Augen abwertenden Begriff Generation Z lehne er aus den unterschiedlichsten Gründen ab. Das hohe Potential diese Generation sinnvoll zu nutzen, hält Scheld für eine der wichtigsten Aufgaben überhaupt.
Darüber, ob es sinnvoll sei genau in der Zeit der hohen Baukosten den großzügigen Umbau des Herborner Schwimmbades zu forcieren, müsse man ebenfalls nachdenken. Ganz sicher sei das Schwimmbad für eine Stadt wie Herborn unerlässlich, aber genau zu diesem Zeitpunkt und angesichts der leeren städtischen Kassen dort Hand anzulegen, müsse noch einmal intensiv überdacht werden. Wenn gleichzeitig 150 Euro für eine Seniorenweihnacht nicht bewilligt werden könnten, aber wie kolportiert 60 000 Euro für einen anschließenden abgelehnten Architektenentwurf ausgegeben würden, sei etwas unrund.
Es gab und gäbe, so wie er einigen nicht gesicherten Gesprächen mit zahlungskräftigen Personen entnehmen konnte, durchaus lukrative Angebote für den Neubau des Alsbach-Kindergartens auf Mietbasis, den Verkauf von Baugrundstücken aus Privatbesitz, den Bau eines Ärztezentrums oder eines medizinischen Großlabors. Leider hätten diese Investoren allesamt bisher keine Antworten bekommen. Gemessen an den Platzproblemen in den Kindergärten und des dramatischen Ärztemangels in der Stadt wäre das schlecht nachvollziehbar.
Auf die Frage, wie er denn im Falle einer Wahl als Parteiloser mit den politischen Gremien zusammenarbeiten wolle, antwortete Michael Scheld, dass er nichts im Alleingang zu erledigen versuchen würde. „Allein geht gar nichts“, so sein Credo. Es sei sicher möglich in vielen guten Gesprächen bereits vor einer möglichen Wahl auch als Parteiloser diese „Hürde“ zu den Parteien zu nehmen.
„Ich werde mich kommunalpolitisch so bilden und auch weiterbilden, dass ich dem Bürgermeisteramt gerecht werden kann“, sagte der Kandidat und fügt hinzu, dass jedoch noch niemand als Bürgermeister geboren worden sei. sig/Foto: Gerdau
Ein Box- und Kickbox – Gala Event der Extraklasse fand am Samstagabend in der großen Sporthalle des Johanneum Gymnasiums in Herborn statt. Die vom SV Fighting & Fitness Sinn e.V perfekt organisierte „PASSION – Clash of Champions“ lockte zahlreiche Zuschauer in die Mehrzweckhalle.
Sven Kirsten
Kampf-Manager Sven Kirsten der 5-fache Profi-Weltmeister und Europameister aus Fleisbach ist nicht mehr aktiv aber ungeschlagen abgetreten, wie er nicht ohne Stolz betont. Er wolle den Menschen in der Region mal etwas anderes bieten und da sei dieser schöne Sport geradezu prädestiniert.
Zwei Weltmeisterschaftskämpfe, ein Damen-Europameisterkampf im Vollkontakt, ein Herrenkampf im K1, sowie 8 Rahmenkämpfe fanden in einer Profi-Arena in der Hallenmitte statt.
Kickboxen ist die Kampfsportart, bei der das Schlagen mit Füßen und Händen wie bei den Kampfsportarten (Karate oder Taekwondo) mit konventionellem Boxen verbunden wird. Was sich für den Laien sehr martialisch anhört ist eine sehr ästhetische, wenn auch nicht immer ungefährliche Sportart. Den Kämpferinnen und Kämpfern wird sehr viel Beweglichkeit abverlangt. Dazu kommen die boxerische Schlagkraft und das unbedingte Einhalten von festen Regeln.
Fatma Örgü und Dimitra Sakadaki in ihrem Kampf um die Europa-Meisterschaft der Damen
Die jeweiligen Ringrichter plus die eingesetzten Punkterichter achten auf jede Feinheit und auch am Samstag mussten sie in dem einen oder anderen Fall einschreiten. So ist beispielsweise das „Schieben“ des Gegners verboten und wird im Wiederholungsfall geahndet. Ein Sportarzt war ebenfalls anwesend und ohne sanitätsdienstliche Bereitschaft geht nichts.
Im Gegensatz zum Fußball bei dem mittlerweile schon die Videoauswertung entscheidend sein kann, gilt das Wort des Ringrichters. Die Sportler (Kämpfer), kamen aus Deutschland und aus dem Ausland, zeigten sich von den Wettkampfvorbereitungen sehr angetan. Lediglich die Bekanntmachung dieser in der Dill-Region eher selten durchgeführten Veranstaltung ließ etwas zu wünschen übrig.
Fatma Örgü (links) ist Europameisterin im Kickboxen.
Das soll sich in Zukunft ändern, versprach Kirsten. Ansonsten war das Eintrittsgeld jeden Cent wert. sig/Fotos: Gerdau
Die Gewölbe-Bar im Hotel zum Löwen in der Herborner Turmstraße 2 hat im Service Verstärkung bekommen. Zusätzlich zu Apollonia Ospald konnte Hotelbetreiber Marco Schmidt jetzt die Wirtin des ehemaligen Weinlokals „Porto Marin“ Carmen Ghosh gewinnen. Die sympathische Fachfrau blickt auf jahrelange Erfahrung im Gastronomiegewerbe zurück und ist nach Meinung vieler Insider ein „Hauptgewinn“ für die gemütliche Gewölbe-Bar, die einstmals unter dem Namen Leo’s Keller bekannt war.
Carmen Ghosh (links) mit Apollonia Ospald
Wer die beliebte Einrichtung von früher kannte, wird sie heute kaum noch wiedererkennen. Das Gewölbe hat eine modern/gemütliche Inneneinrichtung erhalten und die gesamte Räumlichkeit wurde liebevoll restauriert ohne dass ihren ursprünglichen Charakter verloren hat. Beim Betreten des Gewölbes hat man das Gefühl die Zeit hinter sich zu lassen. So oder ähnlich müssen sich die „alten Rittersleut“ gefühlt haben.
Hier soll sich Jung und Alt in froher Gemütlichkeit begegnen und sich vom alltäglichen Stress erholen. Der schicke Thekenbereich ist räumlich vom Hauptraum getrennt, so dass sogar eine völlig unterschiedliche Beschallung möglich ist. Selbstverständlich ist ein guter WLAN-Empfang auch tief unter dem Hotel-Restaurant garantiert. Zu den erlesenen Getränken (es gibt auch ein gutes Bier) können sich die Gäste, wenn sie mögen, Essen bestellen oder auf das Speiseangebot vor Ort zurückgreifen. Das alles ist jedoch keinesfalls ein Muss.
Jeder der eine gepflegte Gastlichkeit schätzt, ist sehr willkommen und natürlich lassen sich die Gewölberäume auch für Veranstaltungen in geschlossenem Rahmen nutzen. Die Öffnungszeiten sind Freitag und Samstag von 18 Uhr (ab Oktober 19 Uhr) bis 01 Uhr. Freitags lädt der Gewölbe-Keller außerdem von 18 Uhr (ab Oktober 19 Uhr) bis 21 Uhr zur Happy Hour mit wechselnden Angeboten ein. Weitere Informationen und Reservierungen unter 02772 469 889 0. sig/Foto: Gerdau
Öffnungszeiten des Restaurant 1577 im Hotel zum Löwen: Freitag bis Dienstag 17.30 bis 22 Uhr. Sonntag 11.30 bis 14.30 und 17.30 bis 22 Uhr. Mittwoch und Donnerstag ist Ruhetag.
Die Lieferengpässe im Bereich von Arzneimittel sind in Deutschland schon seit geraumer Zeit vorsichtig ausgedrückt katastrophal. Die Patienten stehen oft vor ihren schulterzuckenden Apothekern oder Pharmazeutisch-technischen Assistenten (PTA) und müssen unverrichteter Dinge mit leeren Händen den Rückzug antreten.
Um es einmal deutlich klarzustellen:
Es geht hier nicht um Fußpilzcreme oder Pillen gegen Durchfall, sondern um oft lebenswichtige Medikamente. Die Liste der fehlenden Produkte ist lang und wird gefühlt immer länger. Die „Lieferengpassliste“ (könnte zum Unwort des Jahres avancieren) des Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArm) umfasst derzeit 313 rezeptpflichtige Arzneimittel. Die Dunkelzimmer könne jedoch weit darüber liegen, schätzen Fachleute.
Am stärksten sind derzeit folgende Arzneimittel betroffen: Antidepressiva. Schilddrüsenmedikamente. Schmerzmittel (Ibuprofen) Blutdruckmittel (z.B. Valsartan oder Candesartan) Blutdrucksenker (z.B. Ramipril) Kochsalzlösungen. Krebsmittel. Hormonpräparate. Psychopharmaka (z.B. Venlafaxin oder Fluoxetin) Magensäureblocker (z.B. Pantoprazol) sowie zahlreiche Impfstoffe.
Was muss sofort passieren?
Fachleute und Mediziner fordern sofortige Maßnahmen seitens der Bundesregierung. Von der Politik angeschobene Beschaffungsaktion seien dringen nötig und gerade bei Fiebersaft, bestimmten Antibiotika und anderen selten gewordene Präparate für kleine Kinder ist Handeln angesagt. Hier brenne die Luft.
Eine Lösung könnten Sonderregelungen wie in der Corona-Pandemie sein.
Die ermöglichten es Apotheken bei Lieferschwierigkeiten auf wirkstoffgleiche Präparate auszuweichen. Die Lage sei in vielen Fällen sehr dramatisch, sagte der Vorsitzende des Apothekerverbands Nordrhein, Thomas Preis, im Deutschlandfunk. Er geht von über 1000 Medikamenten aus, die derzeit fehlen.
Die Einsicht, dass einiges schiefläuft, ist da
Ob eine Vergaberechtsänderung, wie sie der Bundesregierung vorschwebt der Königsweg ist, wird sich zeigen. Man wolle breitere Lieferketten installieren und damit Abhängigkeiten von einzelnen Herstellern verhindern, so das Gesundheitsministerium. Auch Lauterbach gibt inzwischen zu, dass es gravierende Mängel in der Medikamentenversorgung gebe. Die Situation sei trotz vorhandener Instrumente zu Ausweichpräparaten bei Engpässen unbefriedigend. Um Gegenzusteuern, will er in der kommenden Woche einen entsprechenden Gesetzentwurf vorstellen. Aktuell gebe es deutliche Lieferengpässe bei Krebsmedikamenten und Antibiotika, erläuterte er. „Wir sind auch in diesem Bereich mit der Ökonomisierung zu weit gegangen.“ Der Preis habe die alleinige Rolle gespielt, die Verfügbarkeit von Arzneimitteln eine zu geringe Rolle. „Das wollen wir aufheben, so der Minister.“
Fazit:
Angesichts der derzeit rapiden ansteigenden Atemwegserkrankungen, besonders bei Kindern, ist jedes zögerliche Abwarten seitens der Verantwortlichen ein Versündigen an den Menschen unseres Landes. Willensbekundungen und Beschwichtigungsreden reichen da nicht aus. Die Hilferufe der Apothekerinnen und Apotheker sind ein deutliches Signal. Sie, die vor ihren Kunden als Sündenböcke stehen, die Suppe auslöffeln zu lassen, ist einfach Unanständig. sig/Foto: Gerdau
Der Flughafen Siegerland bei Lippe auf der Landesgrenze von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sowie nahe der Bundesland-Grenze von Hessen, ist als Verkehrsflughafen klassifiziert und mit 599 m ü. NN einer der am höchsten gelegenen Deutschlands. Die 1.620 m lange Start- und Landebahn ermöglicht es auch Betreibern größerer Flugzeuge den Siegerland Flughafen zu nutzen. Der Flughafen wurde 1967 eröffnet.
Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung rund um den Hohen Westerwald kennt diesen Flughafen mit den verschiedenen dazu gehörenden luftfahrtspezifischen Unternehmen. Vielen ist mittlerweile auch das dort angesiedelte medizinische Zentrum ein Begriff. Kaum jemand (außer der flugtechnischen Fachwelt) kennt jedoch die dort seit Januar 2024 ansässige Testpilotenschule „EURO FLIGHT TEST GmbH“.
Die Besonderheit: Sie ist eine von weltweit drei kommerziellen Ausbildungseinrichtungen, in der Testpiloten in der höchsten fliegerischen Qualifikation ausgebildet werden, die es überhaupt gibt. Die anderen beiden Einrichtungen, mit vergleichbaren Ausbildungszielen, sind in den USA ansässig. Die Unternehmensgründer: Reinhard Exner, Rolf Hellbutsch und Peter Hemmert sind ehemalige Bundeswehr- oder Airbus-Piloten (Exner). Die sehr anspruchsvolle Testpilotenausbildung war und ist eine der Voraussetzung ein solches Unternehmen zu gründen und zu betreiben, sagt Peter Hemmert, der einst selber die Lizenz zum Testpiloten-Ausbilder in den USA erworben hatte. Der ehemalige Luftwaffen-Offizier, Flugingenieur und Testpilot, ist einer der drei Geschäftsführer von „Euro Flight Test“. Gemeinsam mit 8 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie rund 20 abrufbaren externen, zertifizierten Testpiloten-Ausbildern bilden sie Piloten von Bundeswehr und zivilen Fluggesellschaften aus.
Peter Hemmert vor einer unternehmenseigenen Maschine
Testpilotenausbilder-eine seltene Spezies
Wer Testpiloten-Ausbilder ist muss Testpilot sein und zusätzlich 200 Stunden Test-Arbeiten mit Schülern nachweisen. Dann absolviert er noch eine mehrtägige Ausbildung mit mehreren Flugstunden und bekommt dann erst seine Testpiloten-Instruktoren-Lizenz. Logischerweise muss der Ausbilder eine höhere Qualifikation haben als der, den er ausbildet. Es erstaunt nicht, dass diese „Spezies“ denn auch viel seltener auf der Welt zu finden ist.
„Wir haben hier oben auf dem Siegerlandflughafen ideale Bedingungen für die theoretische Schulung und die praktische Flugausbildung“, sagt Hemmert. Voll des Lobes ist er sowohl über die behördliche, als auch die flugtechnische Unterstützung vom Flughafen-Management und der wunderbaren Zusammenarbeit mit dem Tower oder der Flugwerft. Auf einem Großflughafen wie Frankfurt oder Köln könnten sie ihr Unternehmen kaum so effektiv wie hier betreiben, fügt er hinzu.
Testpiloten, mit einer bei Euro Flight erworbenen Lizenz Kategorie 1, können weltweit alle Flugzeuge, gleichgültig welchen Typs fliegen und testen. Das macht sie in der Flugwelt so ziemlich einzigartig. Peter Hemmert wiegelt ab und will von solchen Superlativen nichts wissen. Wir machen den Job, den wir gelernt haben, fügt er bescheiden hinzu. Dennoch muss man festhalten, dass in dem „Flight Test“ am Dreiländereck die Crem de la Crem ausgebildet wird. Mehr Ausbildung gibt es in der Fliegerei nicht. Normalerweise müssen sich Piloten, bevor sie eine Maschine fliegen dürfen ein sogenanntes Rating, also eine Musterberechtigung, nachweisen. Das entfällt für Testpiloten mit der Kat. 1, weil sie uneingeschränkt alle Flugmuster kennen und auch fliegen dürfen.
Nur erfahrene Verkehrspiloten können Testpilot werden
Die Schüler, die Testpiloten beziehungsweise Testingenieure werden wollen, sind keine Novizen, sondern erfahrene Verkehrspiloten. Sie müssen alle mindestens 1 000 Flugstunden als verantwortliche Luftfahrzeugführer „auf dem Buckel“ haben. So muss auch der zurzeit anwesende 60-jährige amerikanische Boing 747-Pilot bis zu 8 Monaten die Schulbank drücken und das ist wahrlich kein Zuckerschlecken. Die Anforderungen seines südafrikanischen Instruktors sind hoch und gehen weit über das hinaus, was ein „normaler Pilot“ wissen muss. „Wir bringen unseren Schülern das Fliegen nicht bei, das können die allesamt sehr gut“, sagt Hemmert. Bei Euro Flight Test gehe es darum, den „Azubis“ das „wie funktioniert das“ mit all seinen Feinheiten zu vermitteln. Der PC-Nutzer kenne sich auch nicht mit der Detail-Funktion seines Rechenknechts aus. Genau darum geht es aber in der Ausbildung. Über elementares, wie das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten Bescheid zu wissen und zu verstehen ist für einen Testpiloten von eminenter Bedeutung, weiß der 51-Jährige.
Letzte Vorbereitungen für einen Testflug
Testpilotenschüler sind bereits erfahrene Verkehrspiloten. Der Absolvent bekommt am Ende seiner Ausbildung einen Eintrag der besagt: Der Pilot ist berechtigt als Testpilot tätig zu sein. „In Deutschland darf sich eben nicht jeder in ein Flugzeug setzen und herumtesten“, so der Testpilotenausbilder. Ohne diese Lizenz, die man auch in den USA in einer der beiden Testpilotenschule machen könne, ginge halt nichts.
Flugtests sind von größter Wichtigkeit
Ohne gewissenhafte Tests läuft oder besser fliegt in der Luftfahrt nichts und das ist im Interesse der Passagiere, aber auch der Bevölkerung, gut so. Die Anlässe für die unterschiedlichsten Testabläufe sind vielfältig. Ob Erstflug oder Bauartveränderung an einer Maschine, immer muss ein Testpilot ran und der trägt natürlich auch ein großes persönliches Risiko. Tests dürfen nur von externen Unternehmen durchgeführt werden, die dazu auch berechtigt sind. Der eigene Pilot, auch wenn er Testpilot ist, darf seine Maschine nicht testen. Peter Hemmert weist auch daraufhin, dass es zwei wesentliche Kategorien von Testpiloten gibt. So gibt es eine „kleine“ Lizenz Kat. 2 für kleine Änderung an den Maschinen, als auch eine „Große“. Hierbei liegt die Unterscheidung im Testumfang. Die Kategorie 1 für größere Änderungen ist in der Regel ein ergebnisoffener Test, der gleichzeitig für den Piloten auch ein größeres Risiko darstellt. Die Ausbildungszeiten für Kat. 2 umfasst 4 Monate, die für Kat.1 dagegen 8 Monate. In dieser relativ langen Zeit sind 350 Stunden Hörsaalunterricht und 100 Testflugstunden enthalten. Um gewisse Messwerte in einem Flugzeug zu erzielen, müsse man bestimmte Verfahren anwenden, erklärt Hemmert. Das könne man unter dem Begriff Flugversuchstechnik zusammenfassen. Verschiedenen Manöver werden dabei von Flugtechnik-Ingenieuren ausgewertet. Dazu ist eigens ein Raum in dem Testausbildungszentrum mit großen Monitoren ausgerüstet.
Ausbildung auf dem Flughafen…… und am Simulator
Die Kundenliste ist ebenso lang wie einschlägig. Neben dem „Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt“ (DLR) gehören Bundeswehr, wie auch die zivile Luftfahrt dazu. Generell lässt sich sagen, dass bei Euro Flight Test auf dem Siegerlandflughafen die Ausbildung für und an Flächenflugzeugen als auch an Helikoptern stattfindet.
Zum Ausbildungsprogramm des Unternehmens gehören 40 Flugzeuge, die je nach Bedarf angemietet werden. Selber hat Euro Flight natürlich nicht so viele Maschinen, weil die eben nicht ständig im Einsatz sind. Testpiloten müssen mindestens 10 verschiedene Flugzeuge in der Ausbildung geflogen haben. „Wir selber haben jedoch diese Anzahl auf 15 bis 16 Chartermaschinen erhöht und leihen uns die Maschinen von unterschiedlichen Einrichtungen für bis zu 2 Wochen aus, um danach den nächsten Typ in die Ausbildung zu nehmen“, betont der ehemalige Oberstleutnant. Kleine Anmerkung: Bereits ein kleiner Business-Jet kostet zwischen 3 und 5000 Euro die Stunde. Fotos: Euro Flight Test und Siegfried Gerdau
Der neue Kantor an der Stadtkirche und dem Seminar Herborn (Nachfolger von Regina Zimmermann-Emde) Johann Lieberknecht möchte auf ein besonderes Konzert in der evangelischen Stadtkirche Herborn aufmerksam machen.
Das „twentytwo-ensemble“vor der Dresdener Kulisse.Foto: Jannis Philipp
Zum mittlerweile dritten Mal geht das „twentytwo-ensemble“ auf Tournee und will mit einem neuen Programm seine Gäste in ganz Deutschland begeistern. Am Montag (16.September) konzertieren die jungen Sänger um 19 Uhr in der Stadtkirche Herborn. Tradition und Moderne, Seriosität und Humor, Klassik und Pop. Mit ihrem 90-minütigen Programm wollen die zehn Absolventen des Dresdner Kreuzchors diese Welten unter ein gemeinsames Dach bringen und beweisen, dass sie nicht gegenseitig ausschließen, sondern ergänzen. Ein Konzertabend mit Vokalmusik, ganz im Zeichen der Verbindung von Altem und Neuem, Ernstem und Heiterem. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.
Politiker aller Parteien zerbrechen sich derzeit die Köpfe, wie man die drastisch zunehmende Zahl, meist illegaler Einreisender, in den Griff bekommt. Die Probleme kumulieren und die immer größere werdende Masse muss integriert, verpflegt und untergebracht werden. Zusätzlich will man das Erstarken des politischen rechten Randes verhindern. Aufgeschreckt durch tägliche Messerangriffe, Massenvergewaltigungen und islamistische Terrorakte, legen Regierung und Opposition einfache und angeblich wirksame Rezepte auf den Tisch. Die Frage ist nur geht das alles und ist man auch gewillt den allgegenwärtigen Widerstand aus den „eigenen politischen Reihen“ in Kauf zu nehmen.
Ich habe mir die Arbeit gemacht und die einschlägigen Gesetze, Bestimmungen und Erlasse durchzuackern. Was dabei herausgekommen ist, kann man nachfolgend erfahren.
Für Drittstaatsangehörige, die nach Deutschland einreisen möchten, gilt Folgendes: Grundsätzlich wird ein für den Zeitpunkt des Aufenthaltes gültiger und anerkannter Reisepass benötigt.
Drittstaatsangehörige benötigen zusätzlich ein Visum, sofern dies nach der Verordnung (EG) Nr. 539/2001 (EU-VISUM-Verordnung) vorgeschrieben ist. Die bei der Beantragung des Visums gespeicherten Fingerabdrücke werden bei der Einreisekontrolle elektronisch überprüft.
Hinweise zur Visumpflicht finden Sie auf der „Übersicht zur Visumspflicht bzw. -freiheit bei Einreise in die Bundesrepublik Deutschland“ des Auswärtigen Amtes.
Darüber hinaus müssen Drittstaatsangehörige für einen geplanten Besuchsaufenthalt den Zweck und die Umstände des beabsichtigten Aufenthalts belegen. Sie müssen über ausreichende Mittel zur Bestreitung des Lebensunterhalts sowohl für die Dauer des beabsichtigten Aufenthalts als auch für die Rückreise in den Herkunftsstaat verfügen. Quelle: Bundespolizei
Was passiert mit illegalen Migranten in Deutschland?
Personen ohne Aufenthaltsrecht in Deutschland trifft grundsätzlich die Verpflichtung zur Ausreise (siehe § 50 AufenthG). Daneben sind die unerlaubte Einreise und der unerlaubte Aufenthalt auch strafbar und können mit einer Geldstrafe oder Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr bestraft werden (siehe § 95 AufenthG).
Eine Person, die aus Deutschland ausgewiesen, zurückgeschoben oder abgeschoben wurde, darf zunächst für einen bestimmten Zeitraum nicht mehr einreisen oder sich hier aufhalten. Zu diesem Zweck wird ein Einreise- und Aufenthaltsverbot angeordnet (siehe § 11 AufenthG).
Für die unerlaubte Einreise sieht Paragraf 95 des Aufenthaltsgesetzes eine Geldstrafe oder bis zu einem Jahr Gefängnis vor. Illegale Grenzübertritte werden aber oft nicht als Straftat erkannt und können daher nur schwer verfolgt werden. Bei der eindeutigen Straftat „illegaler Aufenthalt“ – etwa wenn Menschen trotz eines abgelehnten Asylantrages oder einer abgelaufenen Aufenthaltsgenehmigung das Land nicht verlassen – kommt es statt der Verhängung einer Strafe oft zu einer Abschiebung. Gelingt es den deutschen Behörden nicht, die Herkunft eines Ausländers zu ermitteln, kann dieser nicht abgeschoben werden. Mit einer Duldung darf er dann vorübergehend in Deutschland bleiben.
Aber:
Nach Artikel 31 der Genfer Flüchtlingskonvention haben sich die vertragsschließenden Staaten (also auch Deutschland) allerdings verpflichtet, keine Strafen wegen unrechtmäßiger Einreise oder Aufenthalts gegen Flüchtlinge zu verhängen, die unmittelbar aus einem Gebiet kommen, in dem ihr Leben oder ihre Freiheit bedroht waren und die ohne Erlaubnis in das Gebiet der vertragschließenden Staaten einreisen oder sich dort aufhalten. Im Sinne der Vorschrift reisen danach aber auch Personen ein, die sich vorher kurzzeitig in einem anderen Staat aufgehalten haben, wenn sie in diesem Drittstaat keine tatsächliche Möglichkeit hatten, zu bleiben, dort vergeblich versucht haben, Schutz zu finden oder wenn sie dort Asyl weder beantragt noch erhalten haben. Das Gleiche gilt, wenn die Einreise über den Drittstaat einen „fluchttypischen Umweg“ darstellt.
Jetzt kommts:
Sucht eine Person an der Grenze oder im Inland um Asyl nach, so ist eine direkte Zurückschiebungoder -weisung in der Regel nicht möglich, zumal zunächst im Rahmen des Dublin-Verfahrens vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) festgestellt werden muss, welches Land überhaupt für die Prüfung des Asylantrages zuständig ist. Da dies jedoch momentan nicht direkt an der Grenze möglich ist, kommt demnach grundsätzlich eine Zurückschiebung oder -weisung nur in Betracht, wenn entweder kein Asylantrag gestellt oder ein Asylantrag in Deutschland bereits rechtskräftig abgelehnt wurde.
Abschiebung ist die erzwungene Durchsetzung der vollziehbaren Ausreisepflicht, § 58 Aufenthaltsgesetz (AufenthG):
Zurückweisung liegt vor, wenn eine Person, welche nach Deutschland einzureisen versucht, an der Grenze abgewiesen wird: „Zurückweisen kann man an der deutschen Grenze nur Menschen, die keinen Asylantrag stellen und den auch nicht in einem anderen Land gestellt haben“, erklärt Constantin Hruschka, Professor für Sozialrecht an der evangelischen Hochschule Freiburg. Das wird auch jetzt schon zum Teil so gemacht. Dafür gibt es entsprechende Abkommen mit den Nachbarländern.
Folgende Rechtslage gilt: „Ein Ausländer, der unerlaubt einreisen will, wird an der Grenze zurückgewiesen“ (AufenthG §15, Abs. 1). Doch das deutsche Aufenthaltsgesetz sieht auch vor, dass ein Antrag auf Asyl gestellt werden kann.
Duldung
Nicht alle ausreisepflichtigen Personen können oder dürfen abgeschoben werden. Unter bestimmten Voraussetzungen kann eine Duldung erteilt werden – damit wird eine Abschiebung für eine gewisse Zeit nicht durchgeführt.
Ein solcher Fall kann vorliegen, wenn eine Person
schwer erkrankt ist
minderjährig und unbegleitet ist und in ihrem Herkunftsstaat keine kindergerechte Betreuung sichergestellt werden kann
eine staatlich anerkannte Berufsausbildung aufgenommen hat
Elternteil eines deutschen Kindes ist
nicht über die notwendigen Dokumente zur Identität verfügt oder diese erst besorgen muss
wenn die Reisewege in den Herkunftsstaat versperrt sind
Andere Konstellationen und Härtefälle geben den Behörden einen Spielraum, eine Person weiterhin in Deutschland zu dulden – beispielsweise um einem Kind zu ermöglichen, ein noch laufendes Schuljahr zu beenden.
Private Beratungsstelle für „Schutzsuchende“ empfiehlt: Die meisten Abschiebungen aus Deutschland werden auf dem Luftweg durchgeführt. Bereits vor 10 Jahren startete das antirassistische Netzwerk „kein mensch ist illegal“ die Kampagne Deportation class stop! Durch zahlreiche Aktionen an deutschen Abschiebeflughäfen sollte zunächst die Airline Lufthansa dazu gezwungen werden, aus dem Geschäft mit der Abschiebung auszusteigen. Aufgrund dieser Kampagne hat die Lufthansa AG öffentlich erklärt, dass Abschiebungen auf ihren Flügen nicht mehr gegen den „erkennbaren Widerstand“ der Abzuschiebenden durchgeführt werden. Nach unseren Erfahrungen wurden tatsächlich vielfach Abschiebungen gestoppt, weil sich die Piloten weigerten, Menschen mitzunehmen, die Widerstand leisteten oder ankündigten. Widerstand gegen Dublin-Abschiebungen besonders empfehlenswert machen: es gibt eine Überstellungsfrist (in der Regel von 6 Monaten) innerhalb derer Deutschland die Abschiebung vollziehen muss. Gelingt das nicht, wird Euer Asylantrag in Deutschland geprüft. Falls Ihr es schafft, Eure Abschiebung (z.B. nach Italien, Ungarn oder Malta) zu verhindern, dann werdet Ihr mit hoher Wahrscheinlichkeit in Abschiebehaft genommen. Da die meisten Abschiebungen jedoch erst vollzogen werden, wenn schon einige Monate vorbei sind, kann es sein, dass es nicht mehr rechtzeitig gelingt. Wenn ihr es schafft, Eure Abschiebung bis zum Ende der Überstellungsfrist zu verhindern, dann müsst Ihr aus der Abschiebehaft entlassen werden und Euer Asylantrag wird in Deutschland geprüft. Vorsicht: das mit der Überstellungsfrist gilt nur für Personen, die zwar Fingerabdrücke, aber keine Flüchtlingsanerkennung in einem anderen europäischen Land (z.B. Italien) haben! Unterstützung von außen Immer mehr Menschen in Deutschland sind nicht mit den Abschiebepolitiken der EU und der deutschen Regierung einverstanden. In Frankfurt gibt es zum Beispiel eine Gruppe, die regelmäßig an den Flughafen fährt, wenn sie davon erfährt, dass Abschiebungen stattfinden, gegen die die Betroffenen sich wehren wollen. Ihr erreicht die Gruppe unter vga@antira.info oder unter der Nummer 0152 – 130 489 37 (kein Beratungstelefon – nur bei drohender Abschiebung anrufen). Kein Mensch ist illegal.
sig/Foto: Gerdau
Meine Meinung: Diese vielfältigen Rechtslagen sind wohl den meisten Politikern gut bekannt. Demnach können die oftmals lauthals und populistisch angekündigten Sprüche nach schnellerer Abschiebung oder Zurückweisung illegal Eingewanderter, nur als heiße Luft bezeichnet werden. Es wird sich also nichts Dramatisches verändern. Die eine oder andere pressewirksame Abschiebung vor einer Wahl ist einfach zu durchsichtig und riecht stark nach Volks-Veräppelung. Merke: Wer sich als Flüchtling, Schutzsuchender, etc. an den bundesdeutschen Grenzen zurückweisen lässt, kann sich aus den unterschiedlichsten Gründen nicht artikulieren oder ist schlichtweg uninformiert.
Viele hunderte Menschen ließen sich am Samstag (7.September 2024) das Leitz Park Fest in Wetzlar Spielburg nicht entgehen. Bereits um 10 Uhr fuhren ganze Autokolonnen auf das Firmengelände. Die Ordner mit ihren gelben Westen hatte alle Hände voll zu tun, um die PKW auf die Plätze zu dirigieren.
In der ersten Halle bei „VIAOPTIC“ einem Experten für Kunststoffoptik, konnte man Roboter bei ihrer Präzisionsarbeit beobachten. Minilinsen für das autonome Fahren und smarte Sensoren für die Technologien der Zukunft verlassen zu tausenden die automatisierte Fertigungsanlagen und werden von namhaften Unternehmen aus den Branchen Automotive, Industrie-Sensorik und Medizintechnik in komplexe Systeme eingebaut.
Direkt hinter dem Hallentor stieß man auf einzigartige Oldtimer aus dem Nationalen Automuseum in Ewersbach. Damit schlug man den Bogen von der reinen mechanischen Automobilität bis hin zu modernsten Zukunftstechnologien. Wer wollte konnte noch ein Vergrößerungsglas am Bande direkt aus der Produktion erhaschen. Auch diese Optik war natürlich aus Kunststoff gefertigt.
Das Freigelände zwischen Viaoptic, Uwe Weller Feinwerktechnik, Leica Camera AG und dem Ernst Leitz Hotel bot dem Besucher ein buntes Bild von Imbiss-Stationen und einer Musikbühne. In den „heiligen Hallen“ der Leica-Kamera-Produktion traf sich Jung und Alt um den Objekten ihrer Begierde einmal dicht auf die Verschlüsse und Optiken zu rücken. Das setzte aber große Leidensfähigkeiten voraus. Die langen Schlangen vor der Produktionstour rückten einfach nicht weiter. Etwas besser sah es bei der Customer Care Tour aus. Spezialisten führten die 10-köpfigen Gruppen durch die einzelnen Stationen, auf denen die Kunden aus aller Welt ihre Lieblinge repariert bekommen. Ob analog oder digital, unter den sensiblen Händen der Leica-Mechaniker erfahren die Patienten praktisch ein neues Leben.
So ganz nebenbei erfuhr man-die Leica-Fans wussten das natürlich schon- dass die jahrzehntelang geschätzte analoge M6 Neu aufgelegt worden ist. Dem weltweiten Hype nach analogen Kleinbildkameras für den verstorben geglaubten Kleinbildfilm, trägt Leica damit Rechnung. Vorbei ging es an unendlich vielen Schaukästen mit ganz alten Stücken und deren hochmodernen Pendants. Ferngläser mit dem roten Leica-Punkt und vor allem Leica-Zielfernrohre in allen Variationen hatten es den Waidmännern- und Frauen unter den Besuchern angetan.
Die Sonne meinte es fast zu gut mit den Veranstaltern und so flüchteten sich viele Besucher in das nahezu futuristische Ernst Leitz-Museum. Alles ausgiebig anzuschauen war schier unmöglich. Die Zahl der ausgestellten Exponate war einfach zu groß. Großformatige, meist schwarz/weiße Fotografien, zogen die alten und jungen Hobby-Fotografen in ihren Bann. Auch diese längst ad acta vermutete Fotografie Technik hat mehr und mehr Anhänger.
Eine Ur-Leica stand auch in der Vitrine.
Fakt ist: Man kann den Veranstaltern nur ein allerhöchstes Lob für die perfekte Organisation aussprechen und Dank sagen, für die Gewährung der tiefen Einblicke in die Produktpalette und deren Fertigung. Da das Unternehmen auch Einzelgruppen und Personen außerhalb von offiziellen Anlässen Zutritt gewährt, lässt sich sicher das Eine oder Andere noch nachholen. sig/Fotos: Gerdau
Die Wiederbelebung des guten alten Dorftratsches hat sich der Hörbacher Museumsverein e.V und der „Kuckuckstreff“ (ein Zusammenschluss aller Hörbacher Vereine) auf die Fahne geschrieben.
Am frühen Freitagabend trafen sich erneut Frauen, Männer und Kinder des Herborner Stadtteils Hörbach auf dem Kirchhof oder Kirchpark-wei der hau etwas virnemmer genannt wird- um ausgiebig miteinander zu schwätze.
Gerlinde Krüner
Für Gerlinde Krüner, der Vorsitzende des noch relativ jungen Vereins, heißt das präzise „mir schwätze platt mitnanner“ und einen Namen für diese Dorf-Nachbarschaftsgespräche hatte sie auch schon gefunden. „Klappstuhltreffen“ passt wie die Faust aufs Auge und wenn man die vielen klappbaren Sitzgelegenheiten betrachtet, weiß jeder sofort was gemeint ist.
Mona Schmitt-Knauer
Mona Schmitt-Knauer die Mitinitiatorin vom „Kuckuckstreff“ zeigte sich begeistert von der ansehnlichen Teilnehmerzahl. Die leckeren Bratwürstchen reichten denn auch gerade so. Bei den Getränken war noch ausreichend Luft nach oben. Auch der Hörbacher Pfarrer Thomas Gessner schaute sich das Treiben der munteren Gesellschaft direkt hinter dem alten Rathaus und „seiner Kirche“ an. Aus den benachbarten Ortschaften gesellten sich ehemalige Hörbacherinnen dazu und die laue Sommernacht tat ein Übriges, um die Gespräche über Wichtiges und Unwichtiges im Gang zu halten.
Vor dem Feuerwehrgerätehaus planten und bauten die Kinder Straßen und veranstalteten mit ihren Modellautos regelrechte Autorennen. Unweit der „schwätzenden“ Klappstuhl-Formation wurde auch das Kubb oder Wikingerschachspiel begeistert von ihnen angenommen.
Gerlinde Krüner ist schon mitten in den Vorbereitungen für den morgigen Sonntag (8.September), der Tag des offenen Denkmals. Dei gurre Stubb, die ehemalige Bürgermeisterei, ist schon auf Hochglanz gebracht worden und das sehr gut sortierte Heimatmuseum ein Stock höher ebenfalls. Nun können die Besucher kommen und sich ein Bild von der guten alten Zeit machen. Gerlinde hofft jedenfalls auf viele „Neugierige“ die sich in aller Ruhe die alten Schätzchen betrachten wollen. sig/Fotos: Gerdau
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