Klaus-Peter Wolf liest in Herborn

Herborn (sige). Mit einer Lesung des bekannten Krimi-Autors Klaus-Peter Wolf setzt die Inhaberin der Herborner Buchhandlung Baumann Simone Polzer ihre Lesereihe am Mittwoch 7. Februar 2024 in der Herborner Kulturscheune fort. Beginn der Veranstaltung ist um 19.30 Uhr (Einlass 19 Uhr).

Der Erfinder der Ostfriesenkrimis liest in der Herborner Kulturscheune

Der 70-Jährige geborene Gelsenkirchener ist nicht nur Schriftsteller, sondern auch Hörbuchsprecher und Drehbuchautor. Der Erfinder des Ostfrieslandkrimis hat mittlerweile über 13 Millionen seiner Bücher weltweit verkauft. In seinem neuesten Roman „Ostfriesenhass“ lässt der Wahl Nordener die Ermittlerin Ann Katrin Klaasen ihren 18. Fall lösen. Ein Serientäter, der an der Küste sein Unwesen treibt und glaubt mit seinen Taten die Menschheit zu retten, ist das Thema in seinem am 24. Februar 2024 erscheinenden 18. Ostfriesen-Krimi. Da mehr als 60 seiner Drehbücher auch in „Tatort“ verfilmt wurden, darf man gespannt sein, was der vielbeschäftigte Autor neben seiner Neuvorstellung zu erzählen hat.
Für die Liebhaber der Küstenregion Krummhörn-Greetsiel ist es bestimmt interessant, dass diese Region als Filmkulisse für zahlreiche seiner Krimis war. Auch das Küstenstädtchen Norden, dem heutigen Wohnsitz des Autors, diente als Drehort für seinen Bestsellerroman „Ostfriesenkiller“.
Wer die sicher hochinteressante Lesung des Mannes mit den charakteristischen Hüten nicht verpassen will, sollte sich rasch Eintrittskarten (nur) in der Buchhandlung Baumann zum Preis von 20 Euro kaufen. sig/Foto: Gerdau

SymbioPharm entlässt Mitarbeiter

Das Herborner Vorzeigeunternehmen SymbioPharm GmbH Auf den Lüppen 10 scheint in seiner derzeitigen Zusammensetzung schon bald Geschichte zu sein. Mitarbeiter denen ad hoc gekündigt wurde, berichten, dass die Firma verkauft und demnächst an einen neuen Standort verlegt wird.

Das Herborner Unternehmen SymbioPharm

So euphorisch textete noch im vergangenen Jahr die Marketingabteilung des Unternehmens: „Für die Zukunft gut aufgestellt – so präsentiert sich die SymbioPharm GmbH, die ihren Marketing- und Vertriebsleiter Tobias Brodtkorb nun als Geschäftsführer berufen hat“.

Die SymbioPharm GmbH ist nach eigenen Angaben Pionier in der Mikrobiom-Forschung und wissensbasierter Probiotika. Als Wegbereiter der mikrobiologischen Therapie sei es ihre Mission, mit Hilfe von probiotischen Bakterien Gesundheit zu erhalten und Krankheiten zu heilen. Die Produkte Symbioflor 1, Symbioflor 2 und Pro-Symbioflor haben einen hohen Bekanntheitsgrad.

Das Unternehmen wurde 1974 von Dr. Volker Rusch in Herborn Auf den Lüppen neu aufgebaut und beschäftig noch rund 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ob diese alle oder nur die aus dem kaufmännischen Bereich entlassen werden, war zum Zeitpunkt der Artikelerstellung noch nicht in Erfahrung zu bringen. Es wird kolportiert, dass Produktion und Vertrieb noch in Herborn bleiben könnten. sig/Text und Foto: Gerdau

Waldaubacher Sagenweg

Ein tolles Angebot nicht nur für Leistungswanderer hält der Driedorfer Ortsteil Waldaubach für Naturbegeisterte und Liebhaber von Sagen aus dem Westerwald mit dem Waldaubacher Sagenweg bereit.

Auf einem gut zu wandernden Rundweg von 8,9 Kilometer, der bequem in 3 Stunden zu absolvieren ist, erleben seine Besucher 12 „sagenhafte“ Stationen. Der Weg beginnt und endet am DGH Waldaubach, aber es gibt die Möglichkeit ihn abzukürzen, daher ist er sehr gut für Familien mit Kindern geeignet. Der Wahl-Waldaubacher Christoph Etz hat bei der Planung „seines“ Sagenweges an an eine umfangreiche Beschilderung gedacht. Immer den Wegemarkierungen mit dem „roten W“ und dem grünen S“ nach. Damit entfällt eine zeitraubende Orientierung.

Natürlich kann man sich auch per Flyer zusätzlich über das Vorhaben informieren. In aller Ausführlichkeit werden die unterhaltsamen Geschichten auf den Hinweisschildern wiedergegeben. Auf zahlreichen Bänken kann man die Seele baumeln lassen und in tiefen Atemzügen die bezaubernde Landschaft des Hohen Westerwaldes in sich aufnehmen.

Barcode Waldaubacher Sagenweg

Da es leider keine Einkehrmöglichkeiten gibt, besteht die Möglichkeit sich auf Station 9 („Der wilde Jäger“) und auf Station 12 („Die wilden Weiber und die Menschen“) zu erfrischen. Informationen bei christophetz@web.de sowie phone. 02775 256 9955. sig

Renovierung der Dernbacher Stuben schreitet voran.

Die Renovierungs-Arbeiten im Landgasthof Dernbach-Stuben in Herborn-Seelbach sind in vollem Gange. Es sind zwar noch reichlich vier Wochen bis zur Eröffnung, aber der 1. März kommt schneller als man denkt. Bereits schon jetzt werden die schmucken Gasträume und der große Saal gebucht und wer zuerst kommt, mahlt bekanntlich auch zuerst. Achim Betz, Betreiber und Küchenchef, legt selbstverständlich mit Hand an und hat auch die Außenanlage mit der wunderschönen Terrasse voll im Griff.

In seinen wenigen freien Stunden feilt er noch an der Speisekarte, um seinen Gästen mit erlesenen Speisen einen wunderbaren Aufenthalt in dem Traditions-Landgasthof zu bereiten. Fest im Blick hat er auch die Wünsche der ortsansässigen und überregionalen Vereine, die ihre Veranstaltungen in gemütlich, ruhiger Atmosphäre abhalten wollen.

Wenn man den neuen Wirt Achim Betz kennt, weiß man, dass er auch ausgefallene Wünsche zu allen denkbaren Tageszeiten ermöglichen wird.

Der Spitzen- Koch aus Leidenschaft freut sich bereits jetzt schon auf den Startschuss zur Eröffnung des Landgasthof Dernbacher-Stuben. Weiter Informationen und Buchungswünsche (derzeit per Mobiltelefon): 01511 597 3330. sig/Fotos: Gerdau

Neujahrsempfang von SanRgt 2 und Stadt Rennerod

Der Neujahrsempfang des SanRgt 2 „Westerwald“ in der Renneroder Westerwaldhalle stand fast ausschließlich unter dem Aspekt deutscher Sicherheitspolitik. Der Kommandeur des rund 900 Soldatinnen und Soldaten starken Verbandes, Oberstarzt Dr. Sven Funke, konnte zu dem traditionellen Event mit Staatssekretär Thomas Hitschler einen der beiden parlamentarischen Staatsekretären des Bundesministers der Verteidigung, Boris Pistorius verpflichten.

Die geladenen Gäste sowie zahlreiche Regimentsangehörige erlebten durch die Ausführungen des 42-Jährigen SPD-Politikers eine kleine Horizonterweiterung in Sachen Verteidigungspolitik. Hitschler sprach von dem Druck, der augenblicklich auf die Demokratie ausgeübt werde und dies in einer Zeitenwende mit zahlreichen überregionalen Krisen. Er sprach auch von dem „wahnsinnigen Kraftakt“ mit dem die rund 2 500 Mitarbeiter des BMVg diesen Herausforderungen begegneten. Leider kämen diese nicht immer bei den Medien an.

Die Umorganisation der Bundeswehr verliefe sehr schnell. So haben man im vergangenen Jahr bereits 2,5 Milliarden für Munition ausgegeben. „Es ist wichtig in Sicherheit zu investieren“, sagte der Staatsekretär und betonte die Notwendigkeit kriegstüchtig zu werden. Er selber, so der Parlamentarier erhalte bei seiner Arbeit große Unterstützung aus dem Parlament und darüber freue er sich sehr.

Dann wandte er sich an die Anwesenden von Feuerwehr, Rettungsdiensten und Polizei. „Ohne sie geht es nicht, wenn die Bundesrepublik Aufmarschgebiet werden sollte. Dann werden sie dringend gebraucht.“ Neben den sanitätsdienstlichen Verbänden der Bundeswehr würden diese Hilfskräfte zu wichtigen Eckpfeilern.

Im Vergleich mit den russischen Streitkräften hätten die Sanitätseinheiten der Bundesehr eine weltweit anerkannte hohe Überlegenheit bei hochqualifiziertem Personal und Ausrüstung. Er bedankte sich bei dem Regiment für deren zahlreichen Einsätze nicht nur bei Auslandseinsätzen sondern auch in Katastrophengebiete wie dem Ahrtal.

Am Ende seiner Rede ging Hitschler noch einmal auf die derzeitigen Verwerfungen innerhalb der Bundesrepublik ein. Er wünsche sich dringend eine andere Streitkultur. „Wir schwimmen derzeit auf einer Hysterie-Welle nach der anderen. Aber: Wenn wir nicht mehr kontrovers diskutieren, geht vieles verloren“, sagte der gebürtige Rheinland-Pfälzer.

„Wir müssen unsere Demokratie aktiv verteidigen und dies nicht nur vom Sofa aus.“ Nie wieder ist jetzt“ griff er den Slogan auf, der die aktuellen Massendemonstrationen begleitet und fügte hinzu: „Lassen sie uns die demokratische Grundordnung mit aller Kraft verteidigen.“

Gemeinsam mit Oberstarzt Dr. Funke und in Anwesenheit des Renneroder Stadtbürgermeisters Raimund Scharwat verlieh er Hauptmann Christopher Brandt das silberne Ehrenkreuz der Bundeswehr für herausragende Leistungen.   Musikalisch wurde die Veranstaltung von einer Combo „Scharfes Blech“ des Heeresmusikkorps Kassel und der Renneroder Stadtkapelle unter der Leitung von Annika Gros (früher Giehl) begleitet.

Für die hervorragende Verköstigung war die Verpflegungsgruppe des Regiments verantwortlich.  sig/Fotos: Gerdau  

Radwege in Peru – leere Kassen in Deutschland

Kommentar

Ganze Heerscharen bevölkern derzeit die Straßen der großen Städte und schreien sich die Hälse wund gegen die in Teilen der Gesellschaft verhasste AfD. An anderen Tagen fahren tausende Landwirte und Spediteure mit ihren Fahrzeugen durch die Straßen und wehren sich gegen versteckte Steuererhöhung der Ampelregierung. Sie alle eint eine große Unzufriedenheit. Für die einen ist die rechtsgerichtete Alternative der Sündenbock, die breite Masse hingegen wirft der Regierung Totalversagen vor.

Protest der Landwirte am 8. Januar 2024 in der heimischen Region. Foto: Gerdau

Die Angst der Regierenden vor den immer stärker werdenden Rechten, die mittlerweile schon auf dem zweiten Platz im Parteien-Ranking stehen, ist groß. Auch die Bauernproteste könnten Initialzündungen für weitere Unmutsbewegungen sein. Das vermeintliche Patentrezept: Ein großräumiger, von den Medien befeuerter, Stimmungsumschwung in der Bevölkerung. Wie wäre es denn, einfach mal den ideologischen Hammer beiseitelegen und Politik fürs Volk machen, liebe Rot/Grün/Gelben Volksvertreter. Wie wäre es denn, wenn die Christdemokraten sehr viel deutlicher als bisher ihrer Oppositionsarbeit nachgingen.

Alles könnte so einfach sein und die Massen müssten sich nicht bei Schnee und Kälte auf den Straßen herumtreiben:

1.Um die AfD im Zaum zu halten wäre eine Begrenzung der kaum noch händelbaren Migration und nicht deren Förderung eine Maßnahme.

2. Arbeit muss sich wieder lohnen und die Familien eine Perspektive haben. Wer ohne jegliche Einschränkung auf alle Erwerbstätigkeit verzichtet, muss auch auf Alimentation aus der Steuerkasse verzichten.

3.Energie muss, wie immer wieder versprochen, auch für Menschen mit niedrigem Einkommen bezahlbar und garantiert verfügbar sein.

4.Die Landwirte, die unser aller Leben ermöglichen, dürfen nicht für die verfehlte Haushaltspolitik des Bundes noch mehr gemolken werden.

5.Industrie-Betriebe, sowie Handel und Gewerbetreibende müssen, da sie der wirtschaftliche Motor unseres Staatsystem sind, reelle Zukunftschancen haben. Die exorbitanten Mieten durch geeignete Gegenmaßnahmen, wie den sozialen Wohnungsbau, in den Griff zu bekommen sein.

6.Steuern senken muss das Ziel einer ordentlichen Regierungsarbeit sein und nicht die zu beobachtende Verschwendungseuphorie. Wer Fahrradwege in Peru mit Millionen fördert und weitere Milliarden in der ganzen Welt für ideologische Fantasieprojekte verteilt, hat irgendwann leere Kassen. Der Steuerzahler darf für diese größenwahnsinnigen Projekte frei nach Kaiser Wilhelm I. „Am deutschen Wesen soll die Welt genesen“ nicht zur Ader gelassen werden.

7.Keine Aufhebung der Schuldenbremse, damit nachfolgende Generationen nicht noch mehr gewürgt werden. So einfach wäre das alles, aber der „Wahn ist kurz, die Reue lang“ philosophierte einst Friedrich Schiller. Die Reue über die Katastrophen-Politik einer Regierung, die einen Flop nach dem anderen landet, müssen am Ende nicht nur wir, sondern noch mehrere Generation nach uns schultern. sig

Morgenrot-Erinnerungen

Was einem alles einfällt, wenn man aus dem Schlafzimmerfenster einen morgenroten Himmel bewundert. Mir fiel dabei das folgende alte Volkslied ein, welches meine Mutter mir mit ihrer schönen Stimme einst vorsang. Mich machte der Text traurig, aber gleichzeitig war er auch unbewusst eine tiefe Erinnerung an meinen Großvater, der im I. Weltkrieg Soldat war und ihn überlebte. Eberhard mit dem Barte nannte man den honorigen Herrn, wegen seines gewaltigen Rauschebartes. Er war ein leidenschaftlicher Antifaschist und hasste das Naziregimes. Dessen schreckliches Ende blieb ihm zum Glück erspart. Zwei Söhne (meine Onkels) blieben in Russland. Der eine war vermisst und der andere Gefallen, wie man es damals nannte. Der dritte Sohn hatte sich in seiner Soldatenzeit eine Lungen-Tuberkulose zugezogen und starb ebenfalls noch vor Kriegsende. Vermutlich hatte ihm dieser familiäre „Aderlass“ das Herz so gebrochen, so dass er 1944 starb. Er selber hatte den I. Krieg überlebt und hätte alles gegeben, seinen Söhnen dessen Wiederholung zu ersparen. Das unselige Regime, dem er ebenso wie seine Kinder die Gefolgschaft (Parteimitgliedschaft) verweigert hatte, erledigte sich nur ein Jahr nach seinem Tod, Gott sei es gedankt, selber.  Dieses Konglomerat der Erinnerungen veranlasste mich bereits am frühen Sonntagmorgen in die Tasten zu hauen. sig

 Zur Erinnerung

Am 21. Januar 1957 werden erstmals Männer in der Bundesrepublik gemustert, nachdem 1956 die Wehrpflicht eingeführt wurde.

Reiters Morgenlied

Morgenrot, Morgenrot,

Leuchtest mir zum frühen Tod?

Bald wird die Trompete blasen,

Dann muß ich mein Leben lassen,

Ich und mancher Kamerad,

Ich und mancher Kamerad!

Kaum gedacht, kaum gedacht,

War der Lust ein End gemacht!

Gestern noch auf stolzen Rossen,

Heute durch die Brust geschossen,

Morgen in das kühle Grab,

Morgen in das kühle Grab!

Ach wie bald, ach wie bald,

Schwindet Schönheit und Gestalt!

Strahlst du gleich mit deinen Wangen,

Wie die Milch und Purpur prangen,

Ach, die Rosen welken all,

Ach, die Rosen welken all!

Darum still, darum still

Füg ich mich, wie Gott es will.

Nun, so will ich wacker streiten,

Und sollt ich den Tod erleiden,

Stirbt ein braver Reitersmann,

Stirbt ein braver Reitersmann!

Text: Wilhelm Hauff (1824)

Musik: schwäbisches Volkslied: „Ach wie bald ach wie bald „

Geschichte dieses Liedes: Ach wie bald ach wie bald

„Ach wie bald ach wie bald“ ist ein Volkslied, das erstmals um 1780 in Schwaben aufgezeichnet wurde. Es soll zurück gehen auf ein Abschiedslied von Johann Christian Günther, dass er einige Jahrzehnte zuvor gedichtet hatte. Auf die Melodie des um 1800 wohl sehr populären Liedes dichtete Wilhelm Hauff 1824 dann „Morgenrot Morgenrot“ über einen Soldaten, der in den Krieg ziehen und gemeinsam mit den anderen Soldaten sterben muss.

Wie gedacht (Abschied)

Abschied von seiner ungetreuen Liebsten

Wie gedacht,

Vor geliebt, jetzt ausgelacht

Gestern in die Schoos gerissen

Heute von der Brust geschmissen

Morgen in die Gruft gebracht

Wie gedacht,

Vor geliebt, jetzt ausgelacht

Dieses ist

Aller Jungfern Hinterlist

Viel versprechen, wenig halten

Sie entzünden und erkalten

Öfters, eh ein Tag verfließt

Dieses ist

Aller Jungfern Hinterlist.

Dein Betrug,

Falsche Seele, macht mich klug

Keine soll mich mehr umfaßen

Keine soll mich mehr verlaßen

Einmal ist vorwahr genug

Dein Betrug

Falsche Seele, macht mich klug.

Denke nur,

Ungetreue Kreatur,

Denke, sag ich, nur zurücke

Und betrachte deine Tücke

Und erwege deinen Schwur

Denke nur,

Ungetreue Kreatur!

Hastu nicht

Ein Gewissen, das dich sticht

Wenn die Treue meines Herzens

Wenn die Größe meines Schmerzens

Deinem Wechsel widerspricht?

Hastu nicht

Ein Gewissen, das dich sticht?

Bringt mein Kuss

dir so eilends Überdruß

Ey so geh und küsse diesen

Welcher dir sein Geld gewiesen

Das dich wahrlich blenden muß

Bringt mein Kuß

Dir so eilends Überdruß.

Bin ich arm

Dieses macht mir wenig Harm

Tugend steckt nicht in dem Beutel

Gold und Schmuck macht nur die Scheitel

Aber nicht die Liebe warm

Bin ich arm

Dieses macht mir wenig Harm

Und wie bald

Mißt die Schönheit die Gestalt!

Rühmstu gleich von deiner Farbe

Daß sie ihres gleichen darbe,

Auch die Rosen werden alt.

Und wie bald

Mißt die Schönheit die Gestalt!

Weg mit dir,

Falsches Herze, weg von mir!

Ich zerreiße deine Kette,

Denn die kluge Henriette

Stellet mir was Beßers für.

Weg mit dir,

Falsches Herze, weg von mir!

Text: Johann Christian Günther (1751)

Nach so viel Schwermut noch was Lustiges und gleichzeitig Nachdenkliches.

Bevor du stirbst

Bevor Du stirbst, und einziehst in die Fremde

Rasier dich noch und nimm ein reines Hemde

Mußt dir zuvor ne saubere Krawatte drechsl´n

Du kannst nachher die Wäsche nicht mehr wechsl´n

Leg dich bequem – befreit – von jedem Zwange

Du liegst in dieser Lage ziemlich lange

Nimm´n Kissen untern Kopf mit weißen Bündchen

Und mit der Aufschrift: Nur ein Viertelstündchen…“

Bevor Du stirbst, schau nach dem Wärmemesser

Stell die Heizung ab, für dich ist Kälte besser

Bestell den Milchmann ab, und auch den Bäcker

Zieh deine Uhr auf, aber nicht den Wecker

Und dann stirb pünktlich, die Frauen wollen zum Schneider

Sie können nicht trauern ohne Trauerkleider

Wenn du dann wartest mit dem Tode

Dann ist das Kleid schon wieder aus der Mode

Bevor du stirbst, das sollst du dir bedenken

Die dich geliebt, die sollst du reich beschenken

Doch es gibt Verwandte, die aufs Ende lauern

Wenn die nichts erben können die nicht trauern

Die gehen vom Grab direkt ins Weinlokale

Dort weint man nicht, man lacht beim Weinpokale

Sie trinken auf dein Wohl den Saft der Reben

Erst wenn du tot bist lassen sie dich leben

Drum – eh du stirbst – mußt du noch einmal lachen

Nicht denen – dir mußt du‘ ne Freude machen

Ruf diese Bande, kommen sie dann in Masse

Und können sie nicht traurig sein, zeig ihnen deine Kasse

Wenn sie die sehen, dann werden’s traurig sein

Und weinen dann ganz tüchtig,….?

Und wenn sie weinen zeig ihnen deine Lende

Und lach dich tot, das ist das schönste Ende

Text und Musik: Otto Reutter (*24. April 1870  † 3. März 1931)

Geld für die Welt-Tabelle

Dem Wunsch des Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz an die Bürgerinnen und Bürger deren Öffentlichkeitsarbeit zu unterstützen, komme ich hiermit gerne nach. Wer sich davon überzeugen möchte, dass die oben genannten Angaben den Tatsachen entsprechen, kann sich bei der Bundesbehörde in Bonn, Villemombler Str. 76 jederzeit davon überzeugen lassen.

Zur Erklärung:

3. und 4. vorletzte Spalte

BMZ Integriertes Programm zur Resilienzförderung und Stärkung sozialer Kohäsion (WFP) Sudan 20.000.000,00

BMZ Integriertes Programm zur Resilienzförderung und Stärkung sozialer Kohäsion (WFP) Sudan 10.000.000,00

Resilienz ist die Fähigkeit von Personen oder Gemeinschaften schwierige Lebenssituationen wie Krisen oder Katastrophen ohne dauerhafte Beeinträchtigung zu überstehen. (bmz-Lexikon)

Soziale Kohäsion ist die Fähigkeit einer Gesellschaft, das Wohlergehen all ihrer Mitglieder zu sichern und durch Minimierung von Ungleichheiten und Vermeidung von Marginalisierung Unterschiede und Spaltung zu bewältigen sowie die Mittel zur Erreichung des Wohlergehens aller zu gewährleisten. (Definition Europarat)

Driedorfer Landwirte protestieren

Ihren Unmut über die Berliner Ampelpolitik brachten auch die Driedorfer Landwirte am Donnerstag (11.Februar 2024) mit einer „Bewegungsfahrt“ zum Ausdruck.

Dem Aufruf von Rainer Grün folgten zahlreiche Berufskollegen und Sympathisanten.

Rund 20 Traktoren, einige Handwerker und 40 PKW fuhren nach einem Treffen auf dem Driedorfer Marktplatz auf der B255 in Richtung Herborn. Am Kreisverkehr Hörbach ging es wieder zurück bis zum Kreisverkehr Hohenroth (Spinne).

Aufgrund der niedrigen Geschwindigkeit des Konvois dauerte diese Runde circa Stunde und der übrige Verkehr wurde entsprechend verlangsamt. Mit Einbruch der Dunkelheit trafen sich die Teilnehmer gegenüber der Spedition Trans-o-flex an einem Lagerfeuer. Driedorfs Bürgermeister und Landratskandidat Carsten Braun CDU, zeigte Verständnis für die Protestaktionen der Landwirte aus seiner Gemeinde.

Start und Ziel war der Driedorfer Marktplatz. Rechts im Bild: Organisator Rainer Grün, 4. von rechts Carsten Braun.

Die Aktion wurde von dem Driedorfer Landwirt Rainer Grün organisiert und verlief friedlich ohne jegliche Komplikationen. Text und Fotos: Kerstin Gabriel

Zu gut, um nur auf X zu bleiben. Grüner Doppelmoral dieser Tage den Spiegel vorhalten! Gedicht von A.V. Wendland

Und viel zu treffend um „nur“ auf Facebook zu bleiben. Danke lieber Thomas Kempfer für die Weitergabe.

Kinder, war’n das schöne Zeiten! Brokdorf, Wendland, Startbahn West, diskutieren, kämpfen, streiten, unsre Demos war‘n die besten.

Wannen kippen, Mollies schmeißen, was im Weg steht niederreißen, Steine schleudern, Latten schwingen, bitterböse Lieder singen.

Zwillen, Transpas, pfeifen, rempeln Masten sägen, Stadt umkrempeln, Uni schwänzen, Wald besetzen, gegen die Regierung ätzen.

Bullen jagen, Castor schottern, bis die Großkonzerne schlottern

Scheiße werfen, Reifen plätten, kämpfend den Planeten retten.

Faule Eier auf Minister, ellenlanges Strafregister,

Tagessätze & Arreste, Richter, Roben, Klagen, Knäste.

Wer war immer mit dabei? Das Personal der Grünpartei.

Nun sind 30 Jahre um, man sitzt im Ministerium.

Endlich was zu sagen haben, Amt & Würde, Wache, Wagen. Pläne, Pfründe, Geld & Macht, Frauen schmachten, Graichen lacht.

Doch im vierundzwanziger Jahr, früh im kalten Januar Ist nach kaum 2 Jahren Wende plötzlich unser Geld zu Ende.

Fühlt das Volk sich schlecht regiert, an der Nase rumgeführt und benimmt sich gar nicht fein, Brüllen, böllern, heiser schrein

Wüten, pfeifen, pöbeln, rempeln, und das ganze Land umkrempeln. Traktorkorso und Blockade Bahnstreik, LKW-Parade.

Und der jüngste Großaufreger ist das Volk am Fähranleger. Habeck denkt, das ist nicht fair! Doch wo hat das Volk es her?

Verfasserin: Anna Veronika Wendland auf X (vormals Twitter