„Ich bin nicht Grün“

Armin Laschets (CDU) Gunst bei den Wählerinnen und Wählern befindet sich in stetigem Sinkflug. Beim SPD-Konkurrenten Olaf Scholz sieht es nicht viel besser aus. Das Wahlvolk wird unruhig. Für viele, die glauben in der Grünen Partei eine Alternative zu finden, wächst die Erkenntnis, dass man mit unausgegorenen Ideen kein Land regieren kann. Vereinzelt haben sich die Menschen schon mal mit deren Wahlprogramm befasst, aber der Erkenntnisgewinn ist nicht besonders ergiebig.

Jetzt hat sich eine junge Journalistin und Schriftstellerin dieses Themas angenommen und versucht, das Ideenknäuel der Grünen Partei zu entwirren. Interessant ist, dass die Schriftstellerin von Berufsbild und Lebensalter aus betrachtet, eigentlich genau das Klischee der Grünenwählerin bedienen müsste.

Nena Schink hat jedoch weder eine Affinität zur AfD, noch zum Grün-Linken-Spektrum. Es fällt also schwer sie in eine Kiste zu stecken. Auch die gängigen Attribute wie Nazi, Querdenker oder Antifaschistin würden an der jungen Journalistin abprallen. Man kann jedoch davon ausgehen, dass ihr der Sturm der Grünen Entrüstung noch bevorsteht.

Die Spiegel- Bestseller-Autorin ist jedoch intelligent genug, diesen politischen Wetterunbilden zu trotzen. Inwieweit sie sich im Laufe ihrer schriftstellerischen Karriere noch mit anderen Parteien befassen wird, bleibt abzuwarten.

Ich kann das nachfolgend abgebildete Werk „Ich bin nicht Grün-Ein Plädoyer für Freiheit“ von Nena Schink mit gutem Gewissen und sehr nachdrücklich empfehlen. Das Buch ist im Finanzbuchverlag (FBV) erschienen und die knapp 20 Euro sind gut angelegt. ISBN 978-3-95972-519-4.

Wenn es dann auch noch auf dem Nachttisch von Funktionären und Anhängern der Grünen liegen darf, habe ich für unser demokratisches Miteinander berechtigte Hoffnung. sig

Hohe Mieten treffen Normalverdiener

Wenn auch ignorante Politiker die angespannte Situation auf dem Wohnungsmarkt ignorieren, der nachfolgende Spiegel-Artikel hat es auf den Punkt gebracht. Es gibt eben nicht nur Millionäre in dem Deutschland, dem Land „wo Milch und Honig fließt“. Viele, allzu viele Menschen haben Monats-Einkommen mit denen andere nicht einmal einen Tag lang auskommen würden und nicht jeder kann Abgeordneter, Rechtsanwalt oder Arzt sein. Dennoch sorgt ein Heer von Arbeitern in den unteren Einkommensgruppen für das hohe deutsche Bruttosozialprodukt und kann trotzdem nicht so leben, wie es ihnen gebühren würde. Von 2 200 Euro Netto Durchschnittseinkommen kann niemand 1200 Euro Kalt-Miete zahlen, Kinder ernähren und großziehen und dann auch noch die abgefacktesten Ideen Grüner Traumtänzer finanzieren helfen. sig

Dem Ruf nach Wohnraum folgen viele Investoren. Wenn er auch für Niedriglöhner bezahlbar ist, brauchte man nicht zu meckern. Foto: privat

Immobilienstudie

Hohe Mieten bringen 2,1 Millionen Menschen ans Existenzminimum

In deutschen Großstädten gerät fast jeder achte Mieterhaushalt wegen hoher Wohnkosten in eine prekäre wirtschaftliche Lage. Besonders betroffen sind Alleinerziehende.

Spiegel-Artikel 04.08.2021, 10.50 Uhr

Fast 1,1 Millionen Haushalten in Deutschland bleibt einer Studie zufolge nach Abzug der Miete weniger als das Existenzminimum zum Leben übrig.

Damit seien beinahe 13 Prozent der Mieterhaushalte in deutschen Großstädten in einer prekären wirtschaftlichen Lagen, heißt es in einer Untersuchung der Berliner Humboldt-Universität, die von der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung gefördert wurde. Insgesamt leben in den betroffenen Haushalten rund 2,1 Millionen Menschen.

Besonders betroffen sind demnach Alleinerziehende: Jedes vierte alleinerziehende Elternteil hatte nach Zahlung der Mietkosten weniger Geld zur Verfügung als im Arbeitslosengesetz als Regelbedarf festgelegt.

Die hohen Wohnkosten verstärken laut Böckler-Stiftung die wirtschaftliche Ungleichheit immer weiter: Vor Abzug von Warmmiete und Nebenkosten verfügten die reichsten Haushalte laut Studie zuletzt über das 4,4-fache monatliche Nettoeinkommen eines Haushalts aus der niedrigsten Einkommensklasse. Nach Abzug von Warmmiete und Nebenkosten stieg dieser Faktor auf 6,7.

Grund ist laut Böckler-Stiftung, dass ärmere Haushalte einen bedeutend größeren Anteil ihres Einkommens für die Miete ausgeben müssen. Trotzdem lebten sie durchschnittlich auf deutlich weniger Wohnraum und in schlechter ausgestatteten Wohnungen. »Die Wohnverhältnisse sind nicht nur Ausdruck, sondern selbst Faktor der sozialen Ungleichheit in unseren Städten«, schreiben die Autoren der Studie. »Die ohnehin schon bestehende Einkommenspolarisierung wird durch die Mietzahlung verstärkt«.

Für die Studie werteten Forscher um den Stadtsoziologen Andrej Holm Wohndaten aus dem Mikrozensus 2018 aus. Die amtliche Haushaltsbefragung erfasst alle vier Jahre Daten zur Wohnsituation von Haushalten in Deutschland.

Auch das Statistische Bundesamt hatte die Belastung der Haushalte mit den Wohnkosten analysiert. Nach diesen Daten lebten im Jahr 2019 knapp 14 Prozent der Bevölkerung (rund 11,4 Millionen Personen) in Haushalten, die von hohen Wohnkosten finanziell überlastet waren.

Eine Überbelastung bei Wohnkosten sieht die Statistikbehörde, wenn ein Haushalt mehr als 40 Prozent des verfügbaren Einkommens für das Wohnen ausgibt – unabhängig davon, ob die Betroffenen zur Miete oder in den eigenen vier Wänden leben und etwa einen Kredit abzahlen.

Knast kontra Altenheim

Wenn es nicht so traurig wäre, hätte ich herzlich über diesen Netzfund lachen müssen.

Leider wird, von Ausnahmen abgesehen, die Realität in unseren Altenheimen sehr gut widergespiegelt.

Geduscht werden die Alten, wenn alles planmäßig läuft, einmal in der Woche.

Videoüberwachung verstößt gegen den Datenschutz und entfällt daher komplett. Wird aber leider auch nur sehr sporadisch, durch persönliche Kontaktaufnahme ersetzt.

Die Mahlzeiten sind „Einheitsbrei“ und werden ohne Rücksicht auf individuelle Vorlieben und Gepflogenheiten verteilt.

Tatsächlich werden um 19 Uhr die Jalousien heruntergelassen.

Die Räume sind klein und wer nicht mehr zahlen kann, wohnt zu zweit.

Wer noch einigermaßen beweglich ist, zahlt bis zu 4 000 Euro im Monat, Tendenz steigend.

Von einer guten, ärztlichen Betreuung der Alten wollen wir an dieser Stelle nicht reden.

Wenn man bedenkt, dass unsere Senioren -ich nenne sie lieber Alte, weil der Begriff Senioren eine bessere Welt simuliert- nur ein Verbrechen auf dem Kerbholz haben. Sie sind alt geworden. Ganz schön ungerecht. Oder?

Meinung

Von Siegfried Gerdau

Einmal angenommen ich wollte in den Bundestag und wäre langjähriges CDU-Mitglied. Wen würde ich mir dann im Wahlkampf in meinem Wahlkreis als Wahlhelfer holen? Mir fällt die Antwort nicht schwer. Es wäre sicherlich nicht mein Parteivorsitzender Laschet, auch nicht Söder von der Bayern-CSU. An die Bundeskanzlerin würde ich nicht einmal im Traum denken und, es tut mir leid, danach fallen mir nur noch Wolfgang Bosbach und wenn er sich denn freimachen könnte, der Sauerländer Friedrich Merz ein.

Der CDU-Mann und promovierte ehemalige Verfassungsschutzpräsident Hans- Georg Maaßen hat genau so gedacht. Der besonders von der Polit-Konkurrenz Vielgeschmähte hat sich Bosbach geholt und dieser wurde daraufhin kübelweise mit Dreck überhäuft.

Karl Lauterbach der selbsternannte Chef-Virologe von der SPD hat sein selbstgewähltes und mit Eifer verteidigtes Terrain verlassen und sich mit Kübeln voll Hass und Hetze aufgemacht, um es Bosbach einmal richtig zu zeigen.

Warum wohl hat Karl Lauterbach, der Mann mit dem berufsmäßigen Miesmachergesicht, so große Angst vor einem gleichaltrigen politischen Newcomer wie Maaßen und warum spricht er Bosbach das Recht ab, seinem Parteifreund zu sekundieren? Sind es vielleicht persönliche Animositäten von denen man nichts weiß?

Die von ihm ausgestoßenen Hasstiraden entsprechen kaum seinem intellektuellen Anspruch und haben selbst seine Gegner verwundert. Was ist los mit ihm.

Maaßen, der schon vor seiner Ernennung zum Chef des Bundesamtes für Verfassungsschutzes in Ungnade gefallen war, wurde damals hauptsächlich zu Last gelegt, sich gegen die Wiedereinreise des in Bremen geborenen türkischen Staatsbürger Murat Kurnaz gestellt zu haben. Kurnaz war von den Amerikanern vier Jahre in Guantanamo Bay inhaftiert worden. Maaßens damaliger Chef der Innenminister Otto Schily (SPD) attestierte seinem direkten Mitarbeiter Maaßen, er habe lediglich eine Rechtsauskunft zum Thema erteilt zu haben. Die Entscheidung habe er als Innenminister selber getroffen.

Maaßens Kompromisslosigkeit, seinen Hang zu unmissverständlichen Aussagen, gepaart mit wenig Gefühl für politische Diplomatie, machte ihn in Folge immer wieder zur Zielfigur seiner Gegner. Sie attestieren ihn eine gewisse Nähe zur AfD, bezeichnen ihn als Rechtsausleger innerhalb der CDU und

Jetzt will er in den Bundestag. Er will einer von 709 Bundestagsabgeordneten und damit einer von 245 Abgeordneten der CDU werden. Der Wahlkreis 16 in Südthüringen soll im das ermöglichen.

Karl Lauterbach (58) kocht vor Zorn über dieses Ansinnen und man hat das Gefühl, dass für ihn die Demokratie zu Grabe getragen wird, sollte Maaßen dies gelingen. Auch das Spitzenduo seiner Partei, allen voran der sonst so politisch farblose Norbert Walter Borjans (SPD), geht auf die Barrikaden. Er, der gemeinsam mit der zweiten Spitze Saskia Esken durchaus mit der SED-Nachfolgeorganisation Die Linken als Koalitionspartner liebäugelt, muss scheinbar mächtig Angst vor Maaßen haben.

So jetzt einmal ernsthaft. Maaßens Auftritt in Zella-Mehlis und damit in dem Wahlkreis 16 in Süd-Thüringen fand ich nicht besonders berauschend. Den von Wolfgang Bosbach hingegen nahezu göttlich. Was für ein Politiker, was für ein Mensch, was für ein großer Deutscher. Von seinem Kaliber gibt es nicht mehr viele und das macht mich sehr mutlos.

Obwohl es mir fernliegt für irgendeine Partei oder einen Politiker Werbung zu machen, habe ich mich entschlossen das Youtube-Video von dem gemeinsamen Auftritt Bosbach- Maaßen hier zu veröffentlichen. Den Wahlkampfblock Maaßen kann man dabei ruhig überspringen, aber die Rede von Bosbach sollten sich auch seine wenigen Gegner ruhig ansehen. Es lohnt sich ganz sicherlich.

Wenn das Video ein wenig bockt, muss man an seiner Navigationsleiste ein wenig hantieren, bis man direkt bei Bosbach ist.

Viel Spaß beim Betrachten und wenn möglich, das Parteibuch dabei in der Tasche lassen.

Klartext

Artikel von:  JULIAN REICHELT. Veröffentlicht am 02.08.2021

STAAT VERBIETET QUERDENKER-DEMOS, ABER ANDERE NICHT. Diese Willkür
ist gefährlich!

Was unsere freiheitliche Gesellschaft ausmacht, ist der feine Unterschied zwischen verbieten und erlauben. In der freien Gesellschaft ist erlaubt, was nicht verboten ist.

In den Köpfen vieler Politiker hat Corona zu einem gefährlichen, aber sehr bequemen Umdenken geführt: Plötzlich ist verboten, was nicht gönnerhaft erlaubt worden ist.

Wir haben uns rasant entfernt von dem Gedanken, dass unsere Rechte nicht aberkennbar, nicht nehmbar sind, weil sie eben Rechte sind, Grundrechte. Plötzlich reden wir darüber, wem welches Recht „zurückgegeben“ wird. Und immer mehr beschleicht mich das Gefühl

Rechte hat, wer den Wünschen unserer Regierung folgt

Recht scheint immer häufiger, was den Regierenden gefällt. Zwei Wochenenden in unserer Hauptstadt, in der unser Parlament steht, sich aber zu den wichtigsten Fragen unserer Freiheit weg duckt: Vor einer Woche der Christopher Street Day (CSD), gestern die verbotene Demo der „Querdenker“.

Vor einer Woche sah ich Zehntausende Menschen auf den Straßen, dicht an dicht, ohne Maske, tanzend, singend, feiernd, Arm in Arm. Ein schöner und – nach allem, was man inzwischen weiß – pandemisch vollkommen ungefährlicher Anblick.

Am Sonntag sah ich Polizei in der ganzen Stadt. An Autobahnabfahrten und Zufahrtsstraßen. Die deutsche Hauptstadt abgeriegelt. Blaulicht, Hubschrauber, Martinshorn.

Gerichte haben die Verbote der „Querdenker“- Demo bestätigt. Das kann man rechtsstaatlich nennen, aber ich sage: In Berlin ist inzwischen zu vieles politisch. Die Justiz, die Straftäter aus politischen Gründen nicht mehr verfolgt, weil sie als „bunt“ gelten – Hausbesetzer zum Beispiel.

Oder auch die Polizei, die vor einer Woche über den CSD ernsthaft behauptete: „Das Hygienekonzept wurde grundsätzlich eingehalten (…) Auch wenn es einige anders sehen wollen.“

Nein, es wollten nicht „einige anders sehen“. Es war schlicht gelogen, öffentlich und schamlos gelogen und im Widerspruch zu allem, was jeder Mensch auf der Straße sehen konnte.

Halten wir es einmal so unbequem fest: Wenn der Rechtsstaat lügen muss, um sich noch zu rechtfertigen, dann wackelt er. Wenn der Rechtsstaat zu glauben beginnt, er könne gönnerhaft mit Grundrechten umspringen, sie gewähren oder entziehen, wie es gerade zur Politik der Regierung passt, öffnet er allen die Tore, die ihn abschaffen wollen.

Und ich stelle mir die Frage: Kann Maskenpflicht unter freiem Himmel, an die sich so gut wie niemand mehr hält, wirklich schwerer wiegen als das Grundrecht der Versammlungsfreiheit?

In Thüringen wurden Hunderte Menschen mit einer Bratwurst zum Impfen gelockt. Aber statt diesen sanften und offenbar erfolgreichen Weg der Prämie im ganzen Land zu gehen, droht unsere Regierung mit dauerhaftem Entzug der Freiheitsrechte.

Wer Freiheitsrechte entzieht, um etwas durchzusetzen, der muss sich Zwang vorwerfen lassen. Wer Protest dagegen unterdrückt, indem er Polizei und Justiz einsetzt, greift die freiheitliche Gesellschaft an.

Mit identischen Methoden könnte eine Regierung auch den CSD verbieten. Die Möglichkeit dazu schaffen gerade all jene, die sich bei Angela Merkels Politik der Angst auf der richtigen Seite wähnen.

In einer Gesellschaft, in der jeder sich durch Impfung schützen kann, darf der Staat das Virus nicht bekämpfen, indem er Grundrechte beschneidet – schon gar nicht je nach Gesinnung. Kein Fußballspiel, kein CSD, keine Black-Lives-Matter-Demo, keine spontane Party im Freien hat bisher zu der Gefahr geführt, die man den Unerwünschten gern unterstellt.

Unser Gesundheitssystem war nie überlastet und wird es wegen der Impfung noch viel weniger sein. Demos, egal von wem, gefährden nicht unsere Lungen.

Gewalttäter mit aller gesetzlichen Härte verfolgen

Mir persönlich ist die „Querdenker“-Bewegung höchst zuwider. Die Gewalttäter unter ihnen, die Polizisten und andere Bürger angriffen, müssen mit aller gesetzlichen Härte verfolgt werden.

Ich halte viele darin für wirre Verschwörungsideologen. Aber ich habe sie am Sonntag durch Berlin ziehen sehen und ganz offenkundig geht von ihnen nicht mehr und nicht weniger gesundheitliche Bedrohung aus als von einem sonnigen, überfüllten Samstag auf dem Ku‘damm oder auf der Kö.

Der Staat sollte nicht das Gegenteil behaupten, um seine Meinung durchzusetzen. Der Staat darf nicht verbieten dürfen, weil er anderer Meinung ist. Und niemals sollte dieser Staat so leichtfertig behaupten, die Meinung der anderen bringe den Tod.

Diese furchterregende Behauptung wird immer mehr zur geistigen Pandemie in unserem Land.

Seissler läuft (wieder).

Nina-Verena Wollberg

Der Seissler bewegt Herborn- lauft wieder mit uns und sammelt Spendenkilometer❗️

Unter dem Hashtag #derseisslerläuft2021 starten wir am 01.08.2021 unsere zweite Spendenchallenge, bei der wir mit Euch viele Spendenkilometer sammeln wollen, um gemeinsam Gutes zu tun.

DAS wird Eure -und unsere- Challenge:

Lauft vom 01.08.- 31.08.2021 soviele Kilometer wie möglich und postet Eure gesammelten Kilometer tagesaktuell mit einem Foto unter dem Hashtag #derseisslerläuft auf Instagram oder Facebook.
Wir sammeln und zählen alle Eure gelaufenen Kilometer und weil auch 2021 ein ganz besonderes Jahr ist, könnt Ihr Eure KM auch walken, wandern, hullern, im Studio abreißen- und ja, natürlich auch wieder erradeln.
Unsere Rianne Rose darf ihre Spendenkilometer natürlich wieder erschwimmen 🏊🏻‍♀️.

❎ Schaffen wir es, auf 35745km (jaja, das ist die Postleitzahl Herborns 😉 )? Dann spenden wir je 500 Euro an das Haus des Lebens und das DRK Pflegezentrum in Herborn, deren Bewohner die Auswirkungen der Corona-Pandemie und besonders auch der Kontaktbeschränkungen seit 2020 besonders hart getroffen haben UND an Christoph Selbachs IRONMAN-Hilfe Kinderrheuma Ironman-Hilfe Kinderrheuma, der mit seinen Spenden alljährlich die 3D-Bewegungsanalyse der Kinder-Rheumaklinik Garmisch-Partenkirchen unterstützt und damit vielen Kindern auch aus unserer Region hilft!

❎ Schaffen wir mehr noch mehr KM? Können wir auf 71490km verdoppeln, vielleicht sogar verdreifachen und 107235 und mehr Kilometer rausholen? DANN verdoppeln bzw. verdreifachen wir unsere Spendensumme!

❎ Das limitierte Shirt zur Challenge #derseisslerläuft erhaltet Ihr zum Preis von 24,95€ ab sofort und nur solange der Vorrat reicht bei uns im Geschäft (Sporthaus Seissler, Hauptstr. 115, 35745 Herborn).
Der Erlös aus dem Shirtverkauf kommt auf die Spendensumme obendrauf!!!!
Die Teilnahme an unserer Challenge ist nicht an den Kauf des Shirts gebunden.

✳️ Und was habt Ihr noch davon?
Der fleißigste Kilometersammler wird von uns mit einem nigelnagelneuen BROOKS Laufschuh Glycerin 19 belohnt (freundlichst zur Verfügung gestellt von Brooks Running), die weiteren 5 Besten erhalten je einen von uns prall gefüllten Sportbeutel mit sportlichen Accessoires und feinen Geschenken rund um das Thema Sport- lasst Euch überraschen!

Hier die Teilnahmebedingungen:

✅ Bitte aufmerksam lesen und nur teilnehmen, wenn Ihr mit den Bedingungen einverstanden seid! Wir haben einige Bedingungen verändert und angepasst.

Teilnehmen kann auch 2021 jeder! Die Teilnahme bleibt kostenlos.

Die Laufchallenge startet am 01.08.2021, 0.00h und endet am 31.08.2021, 23.59h.

Jede Lauf- oder Bewegungseinheit ist taggenau auf Euren Instagram- bzw. Facebookaccounts öffentlich zu posten, wir bitten um ehrliche Angaben aus Euren Laufapps bzw. Bewegungstrackern, bei Verdacht auf Fudelei müssen und werden wir den Teilnehmer disqualifizieren.

✳️ Wichtig: Es können nur Feedpostings bei Facebook und Instagram bewertet werden!!! Eine Wertung über Storypostings oder andere Apps/Kanäle können wir in diesem Jahr, auch ausnahmsweise, leider nicht akzeptieren- es sprengt unsere Kapazitäten, wir sind eben ein kleines Team und auch unser Tag hat nur 24 Stunden….

✳️ Es zählen nur taggenaue, öffentliche UND mit dem Hashtag #derseisslerläuft2021 Kilometerpostings (wird nicht öffentlich, sondern nur über die Freundesliste gepostet, sehen wir Eure Postings nicht).

Es zählt dann jeder gelaufene, gewalkte, geradelte, gehullerte, im Studio erkämpfte oder erwanderte Kilometer.
Tagesschritte können nicht gewertet werden, die Kilometer müssen mit sportlichen Aktivitäten erarbeitet werden.
Ausnahme ist einzig und allein Rianne Rose, sie darf schwimmen.

Erradelte Kilometer gelten im Verhältnis 3:1, d.h. 3 erradelte KM zählen als ein Laufkilometer, E-Bike-KM werten wir 6:1.

Weil es so viel Spaß macht: Eine Stunde Hullern bringt ähnlich viele Kalorien wie eine Stunde Laufen, darum zählt jede Hulastunde für 10km (kürzere Einheiten können wir umrechnen, einfach die Zeiten angeben)

Ebenso berechnen wir Eure Fitnesseinheiten: Eine Stunde Fitnesstraining bringt 10km auf die Uhr, ob nun Zirkeltraining oder Jumping… (auch hier gilt: Kürzere Einheiten rechnen wir um, bitte einfach die Aktivzeiten angeben).

‼️ Uuuuund:
Teilnehmer ab Jahrgang 1956 und darunter werden je  KM gleich doppelt bewertet, es gilt jeder Kilometer für 2!
Ab Jahrgang 1946 und darunter werten wir jeden Kilometer mal 5!
Ab Jahrgang 36 und darunter verzehnfachen wir Eure KM!
Hierzu bitte in der Anmeldung den Jahrgang angeben!

Team Familie:
Kinder bis 6 Jahren, die mit der Familie sporteln werden im Kilometerstand gleich verzehnfacht!
(Wir waren in 2020 restlos begeistert, wieviele Touren gerade die Minis mitgemacht haben- das wollen wir extra belohnen und werten, die kleinen Beine und solche Leistungen- WAHNSINN!)

Wir geben den aktuellen Kilometerstand zeitnah auf unseren Facebook- und Instagramseiten bekannt.

Es muß nicht jeden Tag gelaufen werden (schön und gesund wärs natürlich schon), auch könnt Ihr laufen, walken, wandern, radeln… wo und wann Ihr wollt. Beachtet aber bitte immer die jeweils geltenden örtlichen Coronabedingungen!

❌❌ Anmelden könnt Ihr Euch ab dem 15.07.2021 unter sport2000.seissler@t-online.de, Betreff #derseisslerläuft2021.
Bitte gebt in Eurer Anmeldung Euren Namen, wenn abweichend auch den Accountnamen an und auf welchem Kanal Ihr posten möchtet.
Die von uns erfassten Daten wie Name, Accountname und KM werden von uns mit Ablauf und Auswertung der Challenge zum 30.09.2021 gelöscht. Die Teilnehmer erklären sich mit der Veröffentlichung ihres Namens sowie Bildes in Print- sowie Sozialen Medien und unserer Website www.sport-seissler.de bei Gewinn am Ende der Challege einverstanden. Unsere Datenschutzerklärung findet sich ebenfalls dort.
Jeder Teilnehmer handelt auf eigene Gefahr und eigenes Risiko!

Der Seissler bewegt Herborn- lauft wieder mit uns und sammelt Spendenkilometer❗️

Unter dem Hashtag #derseisslerläuft2021 starten wir am 01.08.2021 unsere zweite Spendenchallenge, bei der wir mit Euch viele Spendenkilometer sammeln wollen, um gemeinsam Gutes zu tun.

DAS wird Eure -und unsere- Challenge:

Lauft vom 01.08.- 31.08.2021 soviele Kilometer wie möglich und postet Eure gesammelten Kilometer tagesaktuell mit einem Foto unter dem Hashtag #derseisslerläuft auf Instagram oder Facebook.
Wir sammeln und zählen alle Eure gelaufenen Kilometer und weil auch 2021 ein ganz besonderes Jahr ist, könnt Ihr Eure KM auch walken, wandern, hullern, im Studio abreißen- und ja, natürlich auch wieder erradeln.
Unsere Rianne Rose darf ihre Spendenkilometer natürlich wieder erschwimmen 🏊🏻‍♀️.

❎ Schaffen wir es, auf 35745km (jaja, das ist die Postleitzahl Herborns 😉 )? Dann spenden wir je 500 Euro an das Haus des Lebens und das DRK Pflegezentrum in Herborn, deren Bewohner die Auswirkungen der Corona-Pandemie und besonders auch der Kontaktbeschränkungen seit 2020 besonders hart getroffen haben UND an Christoph Selbachs IRONMAN-Hilfe Kinderrheuma Ironman-Hilfe Kinderrheuma, der mit seinen Spenden alljährlich die 3D-Bewegungsanalyse der Kinder-Rheumaklinik Garmisch-Partenkirchen unterstützt und damit vielen Kindern auch aus unserer Region hilft!

❎ Schaffen wir mehr noch mehr KM? Können wir auf 71490km verdoppeln, vielleicht sogar verdreifachen und 107235 und mehr Kilometer rausholen? DANN verdoppeln bzw. verdreifachen wir unsere Spendensumme!

❎ Das limitierte Shirt zur Challenge #derseisslerläuft erhaltet Ihr zum Preis von 24,95€ ab sofort und nur solange der Vorrat reicht bei uns im Geschäft (Sporthaus Seissler, Hauptstr. 115, 35745 Herborn).
Der Erlös aus dem Shirtverkauf kommt auf die Spendensumme obendrauf!!!!
Die Teilnahme an unserer Challenge ist nicht an den Kauf des Shirts gebunden.

✳️ Und was habt Ihr noch davon?
Der fleißigste Kilometersammler wird von uns mit einem nigelnagelneuen BROOKS Laufschuh Glycerin 19 belohnt (freundlichst zur Verfügung gestellt von Brooks Running), die weiteren 5 Besten erhalten je einen von uns prall gefüllten Sportbeutel mit sportlichen Accessoires und feinen Geschenken rund um das Thema Sport- lasst Euch überraschen!

Hier die Teilnahmebedingungen:

✅ Bitte aufmerksam lesen und nur teilnehmen, wenn Ihr mit den Bedingungen einverstanden seid! Wir haben einige Bedingungen verändert und angepasst.

Teilnehmen kann auch 2021 jeder! Die Teilnahme bleibt kostenlos.

Die Laufchallenge startet am 01.08.2021, 0.00h und endet am 31.08.2021, 23.59h.

Jede Lauf- oder Bewegungseinheit ist taggenau auf Euren Instagram- bzw. Facebookaccounts öffentlich zu posten, wir bitten um ehrliche Angaben aus Euren Laufapps bzw. Bewegungstrackern, bei Verdacht auf Fudelei müssen und werden wir den Teilnehmer disqualifizieren.

✳️ Wichtig: Es können nur Feedpostings bei Facebook und Instagram bewertet werden!!! Eine Wertung über Storypostings oder andere Apps/Kanäle können wir in diesem Jahr, auch ausnahmsweise, leider nicht akzeptieren- es sprengt unsere Kapazitäten, wir sind eben ein kleines Team und auch unser Tag hat nur 24 Stunden….

✳️ Es zählen nur taggenaue, öffentliche UND mit dem Hashtag #derseisslerläuft2021 Kilometerpostings (wird nicht öffentlich, sondern nur über die Freundesliste gepostet, sehen wir Eure Postings nicht).

Es zählt dann jeder gelaufene, gewalkte, geradelte, gehullerte, im Studio erkämpfte oder erwanderte Kilometer.
Tagesschritte können nicht gewertet werden, die Kilometer müssen mit sportlichen Aktivitäten erarbeitet werden.
Ausnahme ist einzig und allein Rianne Rose, sie darf schwimmen.

Erradelte Kilometer gelten im Verhältnis 3:1, d.h. 3 erradelte KM zählen als ein Laufkilometer, E-Bike-KM werten wir 6:1.

Weil es so viel Spaß macht: Eine Stunde Hullern bringt ähnlich viele Kalorien wie eine Stunde Laufen, darum zählt jede Hulastunde für 10km (kürzere Einheiten können wir umrechnen, einfach die Zeiten angeben)

Ebenso berechnen wir Eure Fitnesseinheiten: Eine Stunde Fitnesstraining bringt 10km auf die Uhr, ob nun Zirkeltraining oder Jumping… (auch hier gilt: Kürzere Einheiten rechnen wir um, bitte einfach die Aktivzeiten angeben).

‼️ Uuuuund:
Teilnehmer ab Jahrgang 1956 und darunter werden je  KM gleich doppelt bewertet, es gilt jeder Kilometer für 2!
Ab Jahrgang 1946 und darunter werten wir jeden Kilometer mal 5!
Ab Jahrgang 36 und darunter verzehnfachen wir Eure KM!
Hierzu bitte in der Anmeldung den Jahrgang angeben!

Team Familie:
Kinder bis 6 Jahren, die mit der Familie sporteln werden im Kilometerstand gleich verzehnfacht!
(Wir waren in 2020 restlos begeistert, wieviele Touren gerade die Minis mitgemacht haben- das wollen wir extra belohnen und werten, die kleinen Beine und solche Leistungen- WAHNSINN!)

Wir geben den aktuellen Kilometerstand zeitnah auf unseren Facebook- und Instagramseiten bekannt.

Es muß nicht jeden Tag gelaufen werden (schön und gesund wärs natürlich schon), auch könnt Ihr laufen, walken, wandern, radeln… wo und wann Ihr wollt. Beachtet aber bitte immer die jeweils geltenden örtlichen Coronabedingungen!

❌❌ Anmelden könnt Ihr Euch ab dem 15.07.2021 unter sport2000.seissler@t-online.de, Betreff #derseisslerläuft2021.
Bitte gebt in Eurer Anmeldung Euren Namen, wenn abweichend auch den Accountnamen an und auf welchem Kanal Ihr posten möchtet.
Die von uns erfassten Daten wie Name, Accountname und KM werden von uns mit Ablauf und Auswertung der Challenge zum 30.09.2021 gelöscht. Die Teilnehmer erklären sich mit der Veröffentlichung ihres Namens sowie Bildes in Print- sowie Sozialen Medien und unserer Website www.sport-seissler.de bei Gewinn am Ende der Challege einverstanden. Unsere Datenschutzerklärung findet sich ebenfalls dort.
Jeder Teilnehmer handelt auf eigene Gefahr und eigenes Risiko!

Monatsgedicht

Foto: Siegfried Gerdau

Von Kurt Reihl

Der August

Hundstagswetter, Hitzequalen

sind ein Merkmal des August;

wenn des Schweißes Tropfen fallen

und  Du Schatten suchen musst.

Bauern aber rackern schwitzend.

Bringen ihre Ernte ein.

Diese Sonnentage nützend,

wird für sie von Vorteil sein.

Andere hingegen stöhnen,

flüchten in das kühle Nass.

Sich dem Nichtstun widmend, dehnen

sie sich in dem Ufergras.

„Wetten, dass es wird gelingen?“

wirft ein Mann ’nen Kieselstein.

Lässt ihn plätschernd dreimal springen

eh er taucht im Wasser ein.

Die entstandenen Wasserringe

ziehen ruhig ihre Bahn.

Welch ein Glück, dass viele Dinge

kreisend sich dem Ufer nah’n.

Gleicht nicht dieses Steines Reise

unserer eigenen Lebensbahn?

Auch von uns beschwingte Kreise

kommen mal am Ufer an.

KiKuZ macht Musical

Was ergeben ein hinreißendes Kinderbuch von dem Autor Marc-Uwe Kling, ein Haufen talentierter Kinder, eine Künstlerin, ein Theatermacher und eine Musik- und Bewegungspädagogin? Richtig. Ein Musical.

Arbeitskreis auf der grünen Wiese

Mehr als 20 Kinder des KinderKulturZentrums KiKuZ e.V. führen es am kommenden Freitag, 6. August, ab 15 Uhr in der Ulmtalhalle in Greifenstein-Allendorf auf. Jeder, der das bockige Neinhorn schon kennt oder es kennen lernen möchte, ist herzlich eingeladen, sich das Ergebnis von drei Wochen harter Arbeit anzuschauen. So lange proben die Kinder zwischen 4 und 12 Jahren im Torhaus und im evangelischen Gemeindehaus von Greifenstein.

Im Zentrum der Geschichte steht das Neinhorn, das den rosa-roten Herzwald verlässt und im Nirgends Freunde findet.

Als Theatermacher hat sich KiKuZ einen erfahrenen Profi geholt: Chris Großmann leitet seit einigen Jahren die KuKis, die Kinder- und Jugendtheatergruppe der Herborner Kulturscheune. Die Musik komponierte Eva Schorndanner, die erst vor wenigen Tagen aus Berlin in den Waldhof Elgershausen zog. Von ihr stammen auch die Liedtexte. Das trickeiche Bühnenbild schließlich gestaltete die Erdbacher Künstlerin Benita von Wendt mit den Kindern.

Benita von Wendt gestaltet gemeinsam mit den jungen Protagonisten das Bühnenbild

Das Projekt wird durch das Bundesprogramm „Kultur macht stark“ gefördert.

Es gelten die Hygieneregeln. Bitte kommen Sie geimpft, genesen oder frisch getestet zu der Aufführung.

Der Eintritt ist frei.

Text und Fotos: Christine Kraußkopf

Stadtrundgang mit Gronau

Von Siegfried Gerdau

Die Herborner Bürgermeisterin Katja Gronau (parteilos) lud mich am vorletzten Julitag (Freitag) 2021 zu einem Rundgang durch „ihre Stadt“ ein, um mit den Gastronomen über deren Situation in dieser nicht ganz einfachen Zeit zu reden. Dass man nicht alle an einem Tag erreichen würde, war klar und deshalb soll diesem „Spaziergang“ schon bald der nächste folgen. Auch die Herborner Geschäftsleute werden in der Kernstadt, wie auch in den Stadtteilen, dann die Möglichkeit haben, sich mit ihrem Stadtoberhaupt vor Ort austauschen zu können.

Die Stadt war so belebt wie an jedem Freitag vor Corona und die Wirtsleute, Caféhausbesitzer und Restaurantbetreiber hatten alle Hände voll zu tun. Fast alle waren jedoch sehr froh, dass ihre Bürgermeisterin sich Zeit genommen hatte- „dafür opfere ich gerne einen meiner Urlaubstage“-, um sie zu besuchen.

Wir wollten uns um 11 Uhr im neuen Bistro von Anja Reuter am Leonardsturm in der Herborner Bahnhofstraße treffen. Sie machte den Fehler zu dicht an ihrem Arbeitsplatz Rathaus vorbei zu gehen und schwupps hatte man sie für einen kurzen Verwaltungsakt einkassiert. Aber nur kurz und wir konnten in Anjas Bistro den ersten Espresso schlürfen.

Anja Reuter: „Mein Konzept baut sich immer mehr auf und soll schon bald schlüssig werden. Gerne möchte ich meine Freiluftangebot noch ein wenig erweitern.“ Katja Gronau: „Wir geben unseren Gastronomen in der Stadt viele Möglichkeiten sich zu entfalten, da sollten hier auch noch drei Tische hinpassen. Die letzte Entscheidung hat darüber aber die Leiterin des Ordnungsamtes Kathrin Daum.“

Im Hotel „Zum Löwen“ mit Restaurant 1577 in der Herborner Turmstraße bedankt sich Betreiber Achim Betz bei der Bürgermeisterin für die Umwidmung der beiden Parkplätze vor dem Hotel. Dort dürfen ab sofort nur noch Kurzzeit-Parker zum Be-und Entladen ihre Fahrzeuge abstellen. Das ist auf dem entsprechenden Verkehrsschild erkennbar und bekanntlich schützt Unwissenheit oder ein „Übersehen-Haben“ nicht vor einem Bußgeld.

 Lindita Brahimi mit seinem Eiscafé „De Luca“ am Herborner Obertorkreisel, bedauert, dass in Herborn wegen der Corona-Auflagen derzeit keine Feste stattfinden können. Die hätten immer viel Menschen in die Stadt gebracht. Er wolle aber nicht klagen und mache mit seinem Team das Beste daraus.

Ein Paar, Gerda Lewandowsky und Peter Roth aus Oberkirch in Baden- Württemberg, nur 22 Kilometer von Straßburg entfernt, verbrachte seinen Urlaub in Herborn. Gerda Lewandowsky: „Wir finden die Stadt mit seinen wunderschönen Fachwerkhäusern richtig toll und wir haben uns hier sehr wohl gefühlt.“

Auch bei Markus Pöpperl Besitzer des „Franz Ferdinand“ in der Oberen Hauptstraße, läuft es fast wieder so, wie vor Corona. Er freut sich, dass er die „Außenterrasse“ vom ehemaligen Café Köppe noch mitbenutzen darf. „Dieser Antrag war die unbürokratischste Sache, die ich jemals erlebt habe.“  Die Stadt habe nur gesagt: „Wenn sie sich mit Köppe einig werden, können sie das gerne machen.“

Guido Schmidt, „La Momenta“, gleich gegenüber dem Rathaus in der Bahnhofstraße, hatte sich zwei Knöllchen gefangen. Kein ernsthaftes Problem, berichtete er der Bürgermeisterin. Er könne sich eigentlich nicht beschweren. Alles ist ein Geben und Nehmen und er versuche mit jedem gut auszukommen. „Wenn man mit dieser Devise durchs Leben geht, kommt man immer weiter.“ Katja Gronau ergänzt: „Redet mit euren Nachbarn und erklärt dem Ordnungsamt, was ihr vorhabt. Wir werden dann immer einen Weg finden.“

„Holz- Kretz“ am Rande des Herborner Markplatzes. Maximilian Kretz, Sohn der Inhaber: „Wir sind ja noch nicht so lange hier, fühlen uns aber schon sehr wohl in der Stadt. Wir hoffen, dass wir noch ein paar Ideen verwirklichen können. Wenn wir einmal wünschen dürften, sähen wir es gerne, wenn alle Geschäfte in der Stadt samstags bis 16 Uhr geöffnet hätten. Sehr viele Kunden sagen oft, „es ist doch so schön hier, warum haben denn die meisten Geschäfte zu.“ Gronau antwortet: „Ja, ich könnte mir das auch gut vorstellen.“

Michael Mehl von der Bitburger-Braugruppe: „Die Gastronomie läuft schleppend wieder an. Wenn ich hier in Herborn über den Marktplatz gehe und sehe wie er wieder gefüllt ist, freue ich mich sehr. Das Flair der Stadt ist ja auch Super. Dennoch, die Wirte haben schwer zu kämpfen. Das Hauptproblem ist der Personalmangel. Auch die Fest-Veranstalter leiden darunter, weil die Mitarbeiter nicht mehr zurückkommen. Sie wissen nicht wie die Zukunft in ihrem Gewerbe wird. Über die amtliche Unterstützung können die Gastronomen gerade in Herborn nicht klagen. Hier wurden die Außensitzflächen großzügig und sehr unbürokratisch erweitert. Das unterscheidet die Stadt von anderen Kommunen.“

Bürgerin Erika Nickel hat ganz andere Sorgen und ärgert sich über manch wenig rücksichtsvolle Verkehrsteilnehmer: „Viele Radfahrer ignorieren einfach die Fußgängerzone mitten in der Stadt und brettern oft mit viel Speed mitten durch die Pulks von Kindern, Senioren oder einkaufenden Bürger. Ich verstehe nicht, dass diese Radfahrer nicht lesen können. Auf den Schildern steht deutlich, dass es verboten ist.“ Die Bürgermeisterin gibt ihr unumwunden Recht. „Die Fußgängerzone ist für Fußgänger da. Radfahrer müssen absteigen und schieben. Kinder bis acht Jahre müssen den Gehweg benutzen, bis zehn Jahre dürfen sie es. Die Herborner Fußgängerzone hat aber keine Bürgersteige, somit ist diese Einschränkung unwirksam. Besonders mit den E-Bikern verschärft sich das Thema. Wir versuchen es aber mit dem Ordnungsamt in den Griff zu bekommen. So ganz nebenbei sind bei Zuwiderhandlung zwischen 15 und 30 Euro fällig.“

Der Chef vom Herborner Markcafé Marco Schmidt: „Froh macht mich nach wie vor, dass Herborn eine sehr lebendige Stadt ist. Das sucht seinesgleichen. Es kommt aber nicht von ungefähr, sondern liegt an der Zusammenarbeit von Gewerbetreibenden und natürlich auch uns Gastronomen mit der Stadt. Mich begeistert die tolle und enge Zusammenarbeit mit dem Herborner Ordnungsamt. Das sind kurze Wege, die meinen Job erleichtern.“ Einen Verbesserungsvorschlag habe ich aber dennoch, fügt er hinzu. „Zum Beispiel das Weinfest. Das ist immer eine tolle Geschichte für Herborn, weil es einfach eine Besonderheit für die Stadt darstellt. Mein Wunsch ist jedoch, uns Gastronomen damit einzubeziehen. Beispielsweise hätten wir das diesjährige Fest sehr schön Woche für Woche an jeweils anderen Plätzen durchführen können. Dabei hätte man die jeweils anliegenden Gastbetriebe mit einbinden können. Wenn wir dies hinbekommen würden, hätten wir eine Win-Win-Situation geschaffen, die jeden zufriedenstellen würde.“  

Inge Lauel von der gleichnamigen Kaffeerösterei am Herborner Kornmarkt: „Ich finde es toll, wenn ich so über den Platz schaue, dass Herborn auch in Corona-Zeiten sehr beliebt und vor allem ein touristischer Magnet ist. Gut fände ich, wenn man mal was gegen die vielen Tauben unternehmen würde. Wenn die Leute draußen sitzen und es fällt etwas von oben herunter, ist das nicht so prickelnd.“ Gronau: „Das sehe ich ähnlich und wir müssen nach mehr Lösungen suchen. Die vielen Zacken überall reichen offensichtlich nicht aus. Viele Menschen füttern auch die Tauben und das ist nicht nur kontraproduktiv, sondern auch verboten.“

Das Speiselokal „Gusto e Fantasia“ auf dem Herborner Kornmarkt von Maria und Giancarlo Pino: Wir müssen jeden Donnerstag unsere Tische und Stühle vor dem Lokal umstellen, damit die Marktbetreiber ihre Stellplätze am Freitag einnehmen können. Das ist sehr aufwändig, aber wir sind mit der Stadt und den Marktleuten im Gespräch, so dass wir eine, für alle Seiten zufriedenstellende, Lösung finden werden. Gronau: „Die müssen jedes Mal alles in die Schulstraße räumen und es ist derzeit noch gut, dass die gesperrt ist. Wir werden aber sicher den Wochenmarkt noch einmal neu aufbauen müssen und dessen Struktur völlig neu durchdenken. Dabei dürfen wir auch Sicherheitsaspekte nicht aus den Augen verlieren.

Das Dillenburger Ehepaar Christel und Norbert Trapp besucht schon seit Jahren jeden Freitag den Herborner Wochenmarkt. Christel: „Die wunderschöne Altstadt, der schöne Platz, das muntere Treiben darauf und das leckere italienische Essen bei Maria, machen mich immer wieder glücklich.“

Den Besitzer des Eiscafé Rialto Herborn Hauptstraße 52-54 freut es, dass die Stadt so wunderschön mit Blumen geschmückt ist. Auch die große Kompromissfähigkeit der Stadtverwaltung, besonders bei der Möglichkeit die Außenbestuhlung vor den Lokalen zu erweitern, findet bei ihm besonderen Anklang. Mit seinem Nachbarn, dem Modegeschäft „wünschdirwas“, habe er diesbezüglich eine Vereinbarung getroffen und ist der Besitzerin Cornelia Theiss unendlich dankbar für ihr Entgegenkommen. Katja Gronau: „Diese gegenseitige Rücksichtnahme ist genau im Interesse der Stadt und findet auch meine Unterstützung.“

Niko Mylonakis vom Café am Kornmarkt: „Die Stadt Herborn kommt ihren gastronomischen Unternehmen in einer geradezu vorbildlichen Form entgegen. Ich kann die anderen Anwohner des Kornmarktes gut verstehen, wenn sie ihre Einkäufe und anderes an den Wochenenden weiter als sonst schleppen müssen. Da ich ja fast immer da bin, macht es mir auch nichts aus, die Barrieren mal zur Seite zu räumen, jemand rein fahren zu lassen und anschließend, wenn er wieder wegfährt, die Absperrung zu schließen. Es ist doch immer ein Geben und Nehmen. Gronau: „Die Sperrung des Kornmarktes an den Wochenenden ist ja erst einmal ein Test. Wenn das bleiben soll, braucht man einen politischen Beschluss. Da kommen dann alle mit an den Tisch, bevor eine Entscheidung getroffen wird. Alles steht und fällt natürlich mit den sich ständig ändernden Corona-Regeln. Aber darauf hat die Stadt wenig Einfluss. Eine temporäre, also zeitlich begrenzte Absperrung für bestimmte Aktionen, lässt sich aber sicherlich dennoch einbauen.“ Fotos: Gerdau

Anm.: Alle Beteiligten sind zweimal geimpft, nahmen die Maske jeweils für das Foto ab und verringerten wenn notwendig den Abstand zueinander immer nur wenige Sekunden für das Foto.

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