Kunst-Ausstellung in der Alten Färberei

Information zur Kunst-Ausstellung von Benita von Wendt, Siggi Gerdau, Eduard Rangnau und Christoph Oester in der Alten Färberei in Herborn

Dauer der Ausstellung : Sa. 04. September –  So. 12. September

Öffnungszeiten: Täglich von 13.00 bis 19.00 Uhr

Ort : Alte Färberei – Mühlbach 5/7 – 35745 Herborn (Hessen)

Eintritt frei

Malerei  –   Fotografie  –  Skulptur

Kontakt:  Benita von Wendt , Mobil: 0151 20 100 344 , E-mail: info@benita-von-wendt.de

Die Ausstellung:

Zu Siggi Gerdau: Fotografie

Siegfried (Siggi) Gerdau ist Fotograf, Journalist und Blogger. Er fotografiert von Kindesbeinen an, am liebsten Porträt. Neben dieser Lebensleidenschaft schreibt Siggi gerne über Menschen, Länder und Ereignisse. Dass bei seinen Reisen auch die Landschaftsfotografie nicht zu kurz kommt, liegt in der Natur der Sache.

Als Freier Journalist schreibt und fotografiert er für den VRM-Verlag und für seinen eigenen Blog gerdaus-welt.de. Wenn er Maler wäre, würden seine Bilder in starken Farben, am liebsten in Blau und Gelb leuchten. Das schlägt sich auch in seinen Fotos wieder. Hierbei ist er mit seinen Farben weniger festgelegt, aber stark müssen sie sein.

War er früher für seine untersichtigen Fotos bekannt, liebt er heute die Augenhöhe mit seinen Objekten. Das mag an der eigenen Unbeweglichkeit liegen oder auch einfach an einer realeren Sichtweise.

Immer wieder zwingt er sich einen elementaren fotografischen Grundsatz zu beherzigen: „Pars pro Toto“, also ein Teil für das Ganze, zwingt den Betrachter dazu, sich ausschließlich mit dem eigentlichen Objekt zu befassen. Alles was unwichtig ist, wird ausgeblendet. Das gilt ebenso für Menschen, wie für Tiere und Pflanzen. Immer wieder geht er deshalb mit dem Hinweis hausieren: „War das Foto nicht gut, warst du nicht dicht genug dran“.

Seine ganz eigene Philosophie: „Man muss nicht fotografieren, um leben zu können, aber ohne die Fotografie ist das Leben nicht lebenswert.“

Zu Christoph Oester: Bildhauerei

In der 1976 gegründeten Werkstatt enstehen Bildhauerarbeiten im klassischen Stil. 1996 stieg Christoph Oester in den Betrieb seines Vaters ein und führt diesen seit 2004 in 2. Generation im mittelhessischen Herborn Uckersdorf.

Aktuelle Werke sind unter anderem die drei Herborner Originale am Platz unter der Linde, der Stifterabbeler am Schiersteiner Hafen Wiesbaden, das bronzene Tastmodell des alten Wiesbadener Landgerichts, die Marktfrau in Schwabenheim/Rheinhessen

Im Atelier Oester entstehen allerdings nicht nur große Denkmäler, sondern auch kleine Skulpturen, Trophäen für den Westernreitsport und für die HiFi Firma HighEndNovum Klangkunst in Bronze. Außerdem werden in der Werkstatt alte Kunstschätze rekonstruiert und restauriert.

In der Ausstellung gibt Oester anhand von Originalmodellen einen Einblick in sein künstlerisches Schaffen.

Weitere Informationen unter www.atelier-oester.de

Zu Eduard Rangnau: Bildhauerei

Geboren 1982.

Bei seiner Berufswahl hatte er Schwierigkeiten, das Passende für sich zu finden. Er wollte etwas Handwerkliches, aber auch Kreatives machen. Bei der Suche nach einem Praktikumsplatz (in den Gelben Seiten) stieß er auf die Kunstgießerei Gerhardt und absolvierte dort ein 2-wöchiges Praktikum.

Im August 2000 begann seine Ausbildung zum Metall- und Glockengießer (Kunstgießer), die er 2003 erfolgreich abschloss.

Seit seiner Ausbildung bis heute, hat er mit zahlreichen, auch renommierten Künstlern wie z.B. Christoph Oester zusammengearbeitet.

Sein Interesse für das Künstlerische wurde geweckt.

Seit knapp 3 Jahren experimentiert er, kombiniert seine Ideen mit seinem erlernten Handwerk. Es ist zu einer Leidenschaft geworden.

Zu Benita von Wendt: Malerei


Geboren 1965. Grafik-Design Studium 1994 an der ECV (École de Communication Visuelle) in Paris. Arbeitet in Erdbach als freischaffende Künstler- und Grafikerin. Diverse Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen zum Beispiel in Hamburg, Köln, Gießen.

Sie stellt Mixed Media Landschaften aus, das in ihrem Fall heißt: Acryl- und Ölfarbe treffen aufeinander. Der spannende Gedanke: ihre so gegensätzlichen Malstile in einer Arbeit zu vereinen.  Das Thema des „vereinten Gegensätzlichen“ spiegelt sich auch in der Thematik der Arbeiten wieder. Landschaft und Himmel sind aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Unerwartete Objekte, die sich in einer Landschaft begegnen, laden den  Betrachter ein, die Geschichte in den Bildern, für sich selbst zu erzählen. In der Ausstellung werden neue, 2020 entstandene, großformatige Arbeiten (80cm x 200cm) zu sehen sein.

Des Weiteren werden gemalte Portraits von Hunden in Öl und Acryl aus 2021 gezeigt.

Weitere Informationen unter www.benita-von-wendt.de

Wespen-Vortrag in Herborn

Einen informativen Bild-Vortrag über die heimischen Wespenarten hält am 26. August Volkmar Nix aus Dillenburg in der Herborner Hohen Schule.

Auch dieses Insekt ist nicht sofort als Wespe erkennbar. Foto: Volkmar Nix

Nix, der auf Einladung der Flora Herbornensis referiert, will eine Brücke zu den meist lästigen Insekten schlagen, von denen es mehrere tausend Arten in Deutschland gibt. Dem Vorurteil, dass sie alle gefährlich seien, begegnet er mit fundiertem Wissen über die unterschiedlichen Gattungen. Das fange schon damit an, dass man viele gar nicht erkennen könne, da nicht alle ihre schwarz-gelben „Warnwesten“ trügen.

Von der Nützlichkeit vieler Wespenarten ist in der Regel keine Rede. Wespen sind jedoch Schädlingsjäger und ohne sie würden die Fliegenpopulationen extrem überhandnehmen. Dass Wespen darüber hinaus auch in der Pflanzenbestäubung aktiv sind, ist leider nur den wenigsten Menschen bekannt. Der Vortrag beginnt um 19 Uhr bei freiem Eintritt. sig 

S klei Heinzje

Das einst stadtbekannte Herborner Original Heinz Fries ist in der Figurengruppe Katzemarie (Maria Ufer), Ernst de la Motte (Della) und s Heinzje mit seinem Besen an der Ecke Sandstraße/Hauptstraße von dem Herborn -Uckersdorfer Bildhauer Christoph Oester verewigt worden. Aber auch in den Erinnerungen der Herborner Bevölkerung lebt der kleine, charismatische Mann fort.

S Heinzje, der Sohn der Stadt Herborn mit westpreußischen Wurzeln, wird sicher auch im Himmel samstags die Straßen kehren. Repro: Gerdau

S Heinzje, das westpreußische Waisenkind aus Elbing, kam mit einem Treck auf der Flucht vor der sowjetischen Armee nach Berlin. Seine weitere Station waren das psychiatrische Krankenhaus in Weilmünster, um dann schlussendlich nach Herborn in die heutige Vitos verlegt zu werden. Dort blieb er bis zu seinem Tod 1998. Er hatte keine Schwierigkeiten sich in der Bärenstadt zurechtzufinden und zur Aufbesserung seines mageren Taschengeldes übernahm er Botengänge für die Geschäftsleute und kehrte denen auch samstags noch die Straße. Heinz Fries, der kleinwüchsige Mann mit dem großen Herz, war bei jung und alt beliebt. Seine sympathische Art und die sprichwörtliche Zuverlässigkeit waren sein Aushängeschild und als er mit 72 Jahren verstarb, entstand eine Lücke im Stadtbild.

Mehr als zufällig bekam ich vor ein paar Tagen ein kleines Album von Heinz Fries in die Hand. Daraus habe ich ein paar Fotos rekonstruiert, die ich hier in meinem Blog zum Andenken an den kleinen großen Mann veröffentliche. sig/ Fotos: privat  

„Vier Pfoten“ gegen Welpenmafia

In osteuropäischen Hundezuchtstationen werden Rassehunde am Fließband „produziert“. Viele unter erbärmlichen Bedingungen gezeugt und auf die Welt gebrachten Welpen, überleben diese Tortur nicht. Die Mutterhündinnen in ihren dreckigen, lichtlosen Verschlägen werfen bis sie ausgebrannt sind und achtlos entsorgt werden. Die Welpen, die überlebt haben, werden den Müttern viel zu jung entrissen und in engen Käfigen nach Deutschland gekarrt. Dort werden sie teuer verkauft. Leider nicht teuer genug, so dass sie für deutsche Käufer immer noch ein vermeintliches Schnäppchen sind.

Die Stiftung „Vier Pfoten“, von dem ich Übrigens restlos überzeugt bin, macht schon seit längerer Zeit gegen diesen grausamen Handel mobil und muss unterstützt werden. Die Mafia ähnlichen Strukturen dieser gnadenlosen „Züchter“ können nur ausgetrocknet werden, wenn wir diese Hundchen nicht mehr bei denen kaufen. Wer dennoch kauft, weil er das Elend in diesen Zuchtfabriken nicht kennt oder die Augen verschließt, wird spätestens dann daran erinnert, wenn sich die „Zuchterfolge“ einstellen. Die Tierchen werden krank und es entstehen hohe Tierarztkosten, mit denen man nicht gerechnet hatte. Abgesehen von dem Tierleid können die manche Familien in ziemlich prekäre finanzielle Situationen bringen.

Aus eigenem Erleben weiß ich, dass auch in Deutschland solche Zuchtverbrecher aktiv sind. Vor ein paar Wochen wurden blutjunge Malteser-Welpen von einem Balkon, wo sie ihr junges Leben in engen Boxen fristeten, gerettet. Die abgebildeten Flyer wurden mir freundlicherweise von „Vier Pfoten“ zugesandt und ich bilde sie in meinem Blog mit freundlicher Genehmigung der Stiftung ab. sig  

Der Vier Pfoten Tipp für sicheren Welpenkauf

Echte Züchter geben ihre Tiere nur in gute Hände. Darum ist verdächtig, wenn der Verkäufer ihnen den Welpen schon beim ersten Treffen verkaufen will.

Kaufen sie ausschließlich mit Vertrag. Weigert sich der Verkäufer, ist Misstrauen angesagt.

Kaufen Sie nicht aus Mitleid, egal wie schwer es Ihnen fällt.

Besonders tierfreundlich: Geben Sie einem Tierheimhund eine Chance. Der ist gesund, gepflegt und ein ebenso guter Freund fürs Leben. Dies Übrigens auch wenn er größer ist.

Erfahren Sie mehr oder melden Sie Verdachtsfälle auf www.vier-pfoten.de

„Manevito“ macht Sinn

Ein repräsentatives Geschäft für ausgefallene Artikel des täglichen Bedarfs für Kunden jeder Altersgruppe, hat vor kurzem in der Herborner Straße 8 (gegenüber Aldi-Einfahrt) in Sinn geöffnet. Im „Manevito“ verkaufen Maria und Thorsten Graubner all das, was für eine Kinder- oder Erwachsenen-Party oder Kindergeburtstage benötigt wird.

Maria Graubner (37) mit Kundin Samantha Schön

Ein umfangreiches Sortiment an Geschenkartikel sowie Geschenkballons in den unterschiedlichsten Preislagen komplettiert das Familien-Event-Angebot. Besonders beliebt sind personalisierte Kinder-Accessoires, wie Lätzchen, Kissen und vieles mehr. Natürlich ist auch an die Schulkinder gedacht. Bleistifte Füller, Schreibpapier und vieles mehr, kann man im „Manevito“ ebenfalls erwerben.  Individuelle Textil- und Tassenbeschriftungen, bis zu 5 000 Werbeartikel mit einem individuellen Logo stehen den Kunden zur Verfügung. Selbst Freiluft-Liegestühle mit dem ganz eigenen Schriftzug oder Fotodruck, kann das Sinner Ehepaar blitzschnell realisieren. Einen großen Teil der übersichtlichen Geschäftsräume nehmen Deko-Artikel, Trockenblumen und viele andere geschmackvolle Geschenke ein. Besonders freut es die Sinner Bevölkerung, dass es auch eine vollwertige Poststelle, sowie eine Lotto-Annahmestelle im „Manevito“ gibt. Ein Fotodrucker, wie er heute fast in allen Drogerien zu finden ist, steht ebenfalls bereit. Die Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 9 bis 13 und 14 bis 18 Uhr. Samstags von 9 bis 13 Uhr. Kontakt. Phone: 02772 582 3807, mail: manevito@gmx.de. Text und Foto: Siegfried Gerdau

Erlebnis-Café in Eisemroth

Es gibt mitten in dem landschaftlich einzigartig gelegenen Siegbach -Eisemroth eine Moselstraße und in der Hausnummer 7 ein Café mit Namen „Lönneberga“.

Nicht nur ein Aushängeschild, sondern auch ein Versprechen

Stephanie und Jörn Rink betreiben ein mit viel Geschmack und Liebe eingerichtetes, gastronomisches Kleinod mit mehreren Gasträumen und sogar einem eigenen Kinderspielzimmer.

Während die Gäste die Innen-oder Außengastronomie des „Lönneberga“ benutzen, können sich die Kleinen mit allerlei Spielgerät in einem eigenen Refugium austoben.

Die Chefin Stephanie Rink (41)

Die Besitzerin Stephanie Rink weiß was ihre Gäste wünschen und lässt ihre ganz eigene Philosophie in die Produktion ihrer leckeren Kuchen und Torten einfließen. Nachhaltigkeit, Transparenz, fairer Handel und das Tierwohl sind für sie unumstößliche Grundwerte. So entstehen ausschließlich Produkte in der eigenen Backstube/Küche, die all diese Anforderung streng nach Omas Rezepten erfüllen. Der hohe Qualitätsanspruch setzt sich beim Kaffee aus fairem Handel fort. Reiter, Kutschfahrer, Wanderer und natürlich auch Radfahrer sind ebenso herzlich willkommen wie auch „ganz normale“ Gäste, die das besondere Flair des „Lönneberga“ genießen möchten. Das Inhaber- Ehepaar will zusätzlich mit einer Auswahl regionaler Produkte wie Bio-Eier oder Bio-Seife seine Gäste zufriedenstellen. Sehr großen Wert legt man im Lönneberga auf den Service. Das junge Team um Steffi möchte ihren Gästen den Aufenthalt in ihrem Café mit dem familiären Ambiente so angenehm wie nur irgend möglich machen.

Ein Teil des Lönneberga-Teams. Von links: Katja Heimann (41), Stephanie Rink und Stephanie Nitschke-Lütz.

In regelmäßigen Abständen werden Workshops wie Kaffee-Seminare oder Bastelnachmittage angeboten und wer ein reichhaltiges Frühstück liebt, ist ebenfalls in dem Eisemrother Café mit dem einzigartigen Service gut aufgehoben. Die Öffnungszeiten: Freitag bis Sonntag von 9 bis 12 und von 14.30 bis 17 Uhr. Coffee to Go gibt es Donnerstag, Freitag und Samstag von 7 bis 8.30Uhr.Informationen und Anmeldungen telefonisch: 02778 699 0385. Text und Fotos: Siegfried Gerdau

Neue EP – CATCØRE „Times“

Jetzt bei allen gängigen Streaming-Anbietern verfügbar!

CATCØRE hat seine neue EP fertig und in die Streaming-Dienste gestellt, meldet David Kaliczok. Die „Katzenmusik“ der Extraklasse begeistert einfach und verlangt nach mehr. Die leidenschaftlichen, jungen Musiker werden ihre Fans sicher auch diesbezüglich nicht enttäuschen. Kim Hammann, Sängerin, Gitarristin, Percussionistin, Songwriterin, Komponistin, Producerin aus Gießen ist die Front-Katze. Sie maunzt so melodisch wie es eigentlich nur Cats können. Seit einem halben Jahr komplettiert die Frontfrau das Quartett und die Jungs scheinen nur auf sie gewartet zu haben.

CATCØRE sind einfach nur geil. Sie sind anders. Wer die Gelegenheit hat, sie Live zu erleben, wird dem Zauber ihres Sounds erliegen. CATCØRE macht sich mit Riesenschritten auf nicht nur die heimische Musikszene zu revolutionieren. Hier ist die Formation noch einmal zum anhören.

Plattschwätzer Lommel als TV-Star

Unser allseits geschätzt und geliebter ehemaliger Herborner Pfarrer Ronald Lommel ist nicht nur als Stadtführer ein gefragter Mann, sondern auch noch ein Fernsehstar. Das stellte er wieder einmal in einer TV-Sendung von SAT 1 über die Hessischen Mundarten unter Beweis. Auch seine treue, vierbeinige Begleiterin Cora musste als Statistin herhalten, obwohl sie eigentlich im ersten Teil des Streifens die Hauptrolle spielt.

Aber halt. Der Pärrner ist ja gar kein gebürtiger Herborner und schwätzt jo eigentlich nur Aubäjer Platt. Egal, das merken wirklich nur Plattschwätz-Experten. Hört es euch selber an und freut euch, dass es noch Zeitgenossen gibt, die unseren schönen Dialekt am Leben halten.

Ist Afghanistan noch zu helfen?

Von Siegfried Gerdau

Jetzt, wo die Deutschen aus Afghanistan abgezogen sind, kommen die Stimmen derer aus der Deckung, die dies nicht für richtig halten. Wir sollen helfen, dass das Land nicht völlig in die Hände der Taliban fällt. Ich frage mich, was haben wir denn in den vergangenen zehn Jahren dort getan? Die Bevölkerung, besonders die Frauen seien jetzt noch ärmer dran. Das ist sicherlich richtig und andererseits doch nicht so ganz. Wir reden hier von einem autarken Land mit einer Regierung und bewaffneten Kräften, die jahrelang von der Bundeswehr ausgebildet wurden.

Frauen und Kinder sind die Leidtragenden

Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand, der nicht in diesem Land auf die Welt gekommen ist, weiß, was dort wirklich gespielt wird. Schon bei der Frage, wer denn die Taliban-früher waren es die Mudschaheddin- wirklich sind, scheiden sich die Geister. Ganz davon abgesehen, ist Afghanistan der weltgrößte Heroin-Produzent und wir tun sehr viel für die Menschen dort, indem wir sie zu Zehntausenden in Deutschland aufnehmen. Wenn wir Deutsche- „am Deutschen Wesen soll die Welt genesen“-in alle Länder der Welt unsere Nasen stecken, weil es dort nicht so ist wie bei uns, werden wir immer erleben, dass diese Menschen dort der Meinung sind, dass es uns nichts angeht, was sie machen. Unsere Sicherheit müssen wir erst einmal in unserem eigenen Land verteidigen. Da haben wir eine Menge zu tun. Am Hindukusch, in Mali oder sonst wo auf der Welt, sollte wir uns heraushalten. Wir haben bis 1945 genug Tod und Elend in weite Teile der Welt getragen. Das sollte für die nächsten 300 Jahre genügen. Etwas mehr Bescheidenheit in allen Fragen, die uns höchstens philosophisch tangieren, stünde gerade uns Deutschen sehr gut. Das betrifft Übrigens auch unsere Waffenlieferungen.

Die ehemalige Sowjetunion hat sich im Kampf gegen die damaligen Aufständigen, die von den USA mit Waffen und „Militärberatern“ unterstützt wurden, die Zähne ausgebissen. Als die Russen gingen, wendete sich das Blatt. Aus den einstigen Protegierten wurden Gegner. Amerika schickte Truppen und wollte den Spuk beenden. Deutschland ließ sich nicht lange bitten und beteiligte sich daran. Die Bundesrepublik müsse ihre Sicherheit am Hindukusch verteidigen, erzählte man dem Volk. Die Armee marschierte, von allen Parteien, bis auf die Linke, in Marsch gesetzt.

Man wolle die afghanischen Frauen von der Burka befreien, den Mädchen den Schulbesuch ermöglichen und dem Land endlich eine demokratische Struktur verpassen. Was schon seit Jahrhunderten bekannt ist, wurde auch von den westlichen Staaten einfach ignoriert. Ein Volk, wie die Afghanen, lässt sich keinen Willen von außerhalb aufzwingen. Ja, sie leben teilweise am Existenzminimum. Die Frauen sind so unfrei, wie man es sich hier bei uns kaum vorstellen kann. Dennoch. Die Potentaten, auch Warlords genannt, beherrschen die einzelnen Landstriche und sorgen dafür, dass alles so wie im Mittelalter bleibt. In diesen Kreisen lebt sich hervorragend von den üppigen Mohnfeldern und vom Verkauf des Heroins an die Jugend der Länder, die ihnen mit modernem Kriegsgerät Störenfriede vom Leib halten sollen.

Bescheuert kann ich da nur sagen. Mir fällt eine Fernsehsendung von vor vielen Jahren ein, als eine Journalistin einen Oberstleutnant der Bundeswehr im Einsatzland Afghanistan fragte: „Was sagen sie denn zu den riesigen Mohnfeldern hinter ihnen?“ Der Gefragte: „Ich sehe keine.“ Die Reporterin daraufhin: „Sie müssen sich umdrehen!“ Er daraufhin: „Wie ich schon sagte, ich sehe keine.“ Die Kamera schwenkte zum Themenwechsel.

Das war für mich ein Schlüsselerlebnis und ein Symbol für den gesamten Einsatz in diesem archaischen Land. 52 deutsche Soldaten mussten dort ihr Leben lassen. Die westliche Allianz hat insgesamt 3 600 ihrer besten Männer und Frauen verloren. Sie sind bei kriegerischem Einsätzen gefallen. Dieses Wort galt lange Zeit als Unwort und erst der damalige CDU-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (2009 bis 2011) hob dieses Tabu auf und machte damit aus dem bisher angeblichen Friedenseinsatz einen Kampfeinsatz.

Als jetzt die letzten Bundeswehrsoldaten zurückkamen, vermittelten sie den Eindruck einer geschlagenen Armee, die mit hängenden Ohren heimkehrt. Niemand von denen, die sie in den Krieg geschickt hatten, empfing sie zu Hause. Meine ehemaligen Kameraden haben mir einfach nur Leid getan. Als dann auch noch der befehlshabende General Ansgar Meyer die Regierung in Schutz nahm, wurde mir leicht übel.

„Herr General sie führen Soldaten einer Parlamentsarmee und keine Söldnertruppe, die man klammheimlich hin und her kommandieren kann.“

Fazit: Wir und auch kein anderes westliches Land werden es schaffen in dieser, durch und durch korrupten islamischen Republik, etwas zu verändern. Im Gegenteil. Wir und die Kriegsteilnehmer der anderer Länder, haben dort getötet und sind damit potentielle Ziele der Blutrache geworden.

Rentenwahrheit in der EU

Deutschland: Hierzulande wird das gesetzliche Rentenalter schrittweise von 65 auf 67 angepasst, der Beitragssatz in Deutschland beträgt derzeit 18,6 Prozent (teilen sich Arbeitgeber und -nehmer jeweils zur Hälfte). Dafür gibt es ein Rentenniveau in Höhe von 51,9 Prozent des Nettoeinkommens, wie eine Auswertung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) 2019 ergab. Die durchschnittliche gesamte Arbeitszeit der Bevölkerung liege bei 39,1 Jahren, ehe der Ruhestand eintritt.

Rentensysteme in Italien, Frankreich und Co.: Ruhestand in anderen EU-Ländern

Italien: Über die prozentual höchste Rentenauszahlung aller EU-Bürger dürfen sich Italiener freuen. 91,8 Prozent vom letzten Nettoeinkommen bekommen Rentner überwiesen, während das Eintrittsalter vergleichsweise niedrig liegt: Bereits nach 35 Arbeitsjahren habe die Bevölkerung Anspruch auf die volle Rente. Die durchschnittliche Arbeitszeit liege angeblich bei 32,0 Jahren. Dazu gehören jedoch Kehrseiten: Der Verdienst im Berufsleben ist im Schnitt niedriger, außerdem zahlen Italiener Rentenbeiträge in Höhe von 33 Prozent des Gehalts, wie die Bild ausführt. Zwei Drittel davon übernimmt der Arbeitnehmer.

Österreich: Im südlichen Nachbarland gehen Menschen mit 65 in Rente, dafür bekommen sie jedoch wesentlich mehr Geld: durchschnittlich offenbar 89,9 Prozent vom letzten Arbeitseinkommen. Ein Grund ist, dass Österreich seinen Rentnern ein 100-prozentiges Urlaubs- und ein 100-prozentiges Weihnachtsgeld spendiert. Das Rentensystem gilt aus weiteren Gründen als deutsches Vorbild – erhört wurden diese Rufe seitens Bundesregierung bislang nicht. Allerdings ist der Beitragssatz in der Alpenrepublik höher, den größeren Teil übernimmt der Arbeitgeber.

Frankreich: In unserem südwestlichen Nachbarland gibt es Grund zur Zufriedenheit – in der Rente winken 73,6 Prozent vom letzten Einkommen. Dabei arbeiten Franzosen in der Regel 35,4 Jahre, ehe es in den Ruhestand geht. Das Rentensystem in Frankreich gilt als großzügig – und Präsident Emmanuel Macron weiß um diesen Zustand. Jedoch erzeugt das Staatsoberhaupt in der Bevölkerung schon länger Widerstand wenn es darum geht, Anpassungen vorzunehmen.

Quelle: Merkur/ Patrick Freiwah