Die Vernissage für unsere Skulpturen,- Gemälde und Foto-Ausstellung in der Alten Färberei (Haus der Vereine) in Herborn am gestrigen Abend, kann man nur als gelungen bezeichnen. In Anbetracht der wieder aufflammenden Pandemie und der damit verbundenen Vorsichtsmaßnahmen, war die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer überschaubar. Nicht ganz 40 Menschen zeigten sich von den unterschiedlichsten künstlerischen Exponaten angetan.
Mein Kollege Helmut Blecher vom Herborner Tageblatt schaute sich gleich zu Anfang genau um und es gefiel ihm was er sah. Bin gespannt wie sein Resümee ausfällt. Mein und damit unser ganzer Dank gilt natürlich in erster Linie der Initiatorin der Ausstellung Benita von Wendt, die mit ihren Neuschöpfungen dem Haus der Vereine ihre ganz persönliche Note verlieh. Die wunderbare Laudatorin Emilia Heister hielt eine Rede, die wohl nur sehr schwer zu toppen sein wird. Sie wird für mich der Maßstab sein, den ich an alle künftigen Eröffnungsrednerinnen und Redner anlegen werde. Weiter möchte ich drei Menschen Dank sagen, für ihren Einsatz in der Bewirtung der Gäste. Das waren Danni Rangnau , die kleinen Leckereien produzierte und keine Mühe hatte sie unters „Volk“ zu verteilen. Petra Zimmermann-Reuter buk den ganzen Nachmittag gemeinsam mit unserer Nachbarin Maria Leng 90 Blätterteigstangen und die konnte Petra am Abend gar nicht schnell genug verteilen. Den Sektausschank übernahm mein Freund Felix Reck. Durch sein bravouröses Agieren blieb kein Glas ungefüllt. Magistratsmitglied Werner Schäfer (SPD) vertrat Bürgermeisterin Katja Gronau (parteilos). In seiner Begrüßungsrede lobte er den Einsatz der heimischen Künstler und sprach die Hoffnung aus, dass es mit den kulturellen Aktivitäten in der Stadt so langsam wieder aufwärts gehen kann. Katja Gronau wird der Ausstellung am heutigen Nachmittag ebenfalls ihre Reverenz erweisen.
Auf Wunsch zahlreicher Gourmets hier das Rezept für die Sektbeilagen.
Die Protagonisten. Von links: Eduard Rangnau, Siegfried Gerdau, Emilia Heister, Christoph Oester und Benita von Wendt. Foto: privat
Die Ausstellung geht noch bis zum 12. September. sig
Gestern unterhielt ich mich mit einer guten Bekannten, die aus Wuhan in China stammt und als Heranwachsende nach Deutschland kam. Sie hält zu ihren Eltern in China ständig Verbindung und ist auch über die Vorgänge in Sachen Corona in ihrem Heimatland bestens informiert. Auf meine Frage wie denn dort, am vermuteten Ursprungsort von Covid-19, die Pandemie-Situation sei, antwortete sie wie aus der Pistole geschossen: „Sehr gut.“ Es gäbe ihres Wissens nach so gut wie keine Neuerkrankungen und diese Zahl sei höchstens dreistellig.
Nicht nur das konsequente Tragen von Nasen-Mund-Schutzmasken, sondern auch durch rigorose Quarantäne- Maßnahmen hat die chinesische Regierung die Pandemie in den Griff bekommen.
China sei halt ein Land, in dem die Regierung sehr deutlich in solchen Situationen durchgreife, um schlimmeres zu verhindern. Das sei sicher in einem kommunistischen System leichter möglich als hier bei uns, fügte sie hinzu.
Meinst du die CDU bekommt das bis zur Wahl noch gebacken?
Die CDU hatte ausreichend Chancen: Sie hatte gleich zweimal die Gelegenheit, sowohl auf ihre Basis als auch auf die Umfragewerte in der Bevölkerung zu hören und Friedrich Merz zu ihrem Vorsitzenden und Kanzlerkandidaten zu machen. Sie hat sich dem verweigert und stattdessen über die Macht-Pyramide von ganz oben über die Landes- und Kreisvorsitzenden den Delegierten „empfohlen“ AKK bzw. Laschet ihre Stimme zu geben. Es hingen ja schließlich Listenplätze und Pöstchen daran.
Nun bekommt sie die Quittung: Einen unpopulären Kandidaten, der nur dazu diente, einen unbequemen Kandidaten zu verhindern. Einen Armin Laschet, den zuvor kaum jemand kannte und heute noch kaum jemand für sympathisch oder gar geeignet hält, dem Land als Kanzler seinen Stempel aufzudrücken. Einen Mann, der es in Rekordzeit geschafft hat, die Umfragewerte seiner Union von ehemals 40 Prozent im Juni 2020 auf mittlerweile 20Prozent zu halbieren.
Mit Friedrich Merz hätte man eine Polarisierung erzielt, das wollte man vermeiden. Nun stellt sich heraus: Es bedarf dringend eines Polarisierungswahlkampfes, um dem Wähler überhaupt mal wieder zu erklären, was denn die Union von SPD und Grünen unterscheidet. Denn: Wen wählt man denn, wenn man seine Zweitstimme der Union gibt? Genosse Günter aus dem Norden, der mitunter linker agiert als SPD und Grüne? Den Opportunisten Söder aus dem Süden, der es mit einem großen Vorgänger hält, getreu dem Motto „Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern“? Jemanden wie Herrn Kretschmer aus dem Osten, der noch am ehesten „klassische“ CDU-Themen in den Vordergrund stellt, was ihm dann aber schnell als „AfD-Nähe“ angekreidet wird?
Die Antwort ist: Die CDU ist zu einer Beliebigkeitspartei verkommen. In NRW wird klassisch Schwarz/Gelb regiert, in Hessen mit den Grünen, im Saarland mit der SPD, in Sachsen und Sachsen-Anhalt mit SPD und Grünen, in Schleswig-Holstein mit Grünen und FDP. Und in Thüringen toleriert man sogar, dass ein Ministerpräsident der Linken, also der legitimen SED-Nachfolgepartei, ein Bundesland regieren darf.
Diese Beliebigkeit ist aber beim genauen Hinsehen durchaus nachvollziehbar, denn: Die Union hat sich in der Ära Merkel vieler Kernpositionen entledigt. Die Wehrpflicht? Abgeschafft. Kernkraft? Dem Fukushima-Zeitgeist als Gegenmittel für den Aufstieg der Grünen geopfert? Ehe für alle und Genderpolitik? Die Union ist dabei. Seriöses Wirtschaften und Aufstiegsversprechen? Von Altmeier zugunsten von Quoten, Planwirtschaft und staatlicher Vollversorgung sukzessive abgeschafft. Gesteuerte Migration und innere Sicherheit: Ebenfalls einem Hype in der Gesellschaft geopfert. Haftung für die Misswirtschaft anderer europäischer Staaten? Vom Wahlversprechen zum Wahlbetrug in nur wenigen Jahren.
Angela Merkel hinterlässt einen Trümmerhaufen. Und es bedarf wohl tatsächlich einer Oppositionsrolle mit personeller Neuausrichtung, wenn man je wieder die Rolle einer Volkspartei jenseits der 30 Prozent spielen will. Dieses Land verdient eine linke Regierung, inklusive der Beteiligung der Grünen, die mit ihrer Identitätspolitik unter Verlust von Freiheitsrechten autoritärer regieren wollen als alle anderen seriösen Parteien, und dabei die Gesellschaft immer mehr in Gruppen aufteilen und diese unterschiedlich bevorzugen oder benachteiligen. Beispiel: Bewerbungen bei der Uni Berlin schließen ausdrücklich Menschen mit weißer Hautfarbe aus – Rassismus zur Bekämpfung von Rassismus. Wenn es nicht so traurig wäre, müsste man lachen.
Nach vier Jahren darf sich dann jeder mal überlegen, welcher Schaden durch die Union in den letzten 16 Jahren angerichtet wurde. Und es bleibt abzuwarten, ob sie den Mut hat, sich personell wie inhaltlich zu erneuern und wieder einen konservativen-freiheitlichen Markenkern zu entwickeln. Dem Land und den Menschen, die hier täglich hart arbeiten, um all das zu finanzieren, wäre es zu wünschen.
Vor wenigen Wochen eröffnete Anja Reuter (41) ihr Bistro in der Herborner Bahnhofstraße am Durchgang des Leonardsturm. Wo vorher Gabriele Knips ihr vegetarisches Bistro betrieb, gibt es jetzt schmackhafte kleine Gerichte, liebevoll an Ort und Stelle zubereitet. Anja, die gelernte Köchin, arbeitete auf der Fuchskaute, im Beilsteiner „Hui Wäller“ und im Herborner Restaurant 1577 zum Löwen.
Das schöne Bistro erfuhr durch den geschickten Umbau des komplett zu öffnenden Eingangsbereiches nicht nur eine optische Aufwertung. Bei schönem Wetter können die Gäste sowohl drinnen, als auch draußen ihren Kaffee und leckeren, selbstgebackenen Kuchen verzehren oder eine schmackhafte Mittagsmahlzeit zu sich nehmen.
Ein Flair, wie in einer norditalienischen Kleinstadt.
Die nachfolgenden Speisekarten werden immer wieder aktualisiert.
Obwohl das Bistro und sein Angebot immer mehr gefragt ist, braucht man bisher noch keinen Platz zu reservieren. Das kann sich aber ändern, wird aber rechtzeitig hier bekanntgegeben.
Die Öffnungszeiten von Anjas Bistro in Herborn
Information und Vorbestellungen bei Anja Reuter mobil: 0171 985 1316 sig/Fotos: Reuter/Gerdau
Austretendes Leitungswasser in einer Wohnung im Obergeschoss, hat vor wenigen Tagen die Verkaufsräume des Jeansgeschäft Pfeiffer-Hosen in der Herborner Hauptstraße 90 schwer geschädigt. Neben den baulichen Schäden wurde die gesamte Ware, darunter auch die neue Herbstmode, nahezu unbrauchbar. Das Haus ist auf absehbare Zeit nicht zu betreten. Die Mieterin, in deren Wohnung ein Wasserboiler auslief, erhielt vorübergehend eine andere Bleibe. Dieter Pfeiffer Hausbesitzer und Ehemann der Inhaberin Ulla Pfeiffer weiß noch nicht genau, wie es weitergehen soll. Jetzt geht es aber erst einmal um die Schadensfeststellung und der Sicherung der baulichen Substanz des Hauses. Die genaue Schadensursache muss noch festgestellt werden.
Wie nach einem Bombenangriff….
Die Familie Pfeiffer wird ihre Kundschaft über den Fortgang der Maßnahmen auf dem Laufenden halten.
Das seit 1969 inhabergeführte Fachgeschäft für Jeans und Shirts hat einen sehr guten Ruf, der weit über die regionalen Grenzen geht. Bleibt nur zu hoffen, dass die Schäden so schnell wie möglich beseitigt werden können und wenigstens das Weihnachtsgeschäft noch zu retten ist. sig
Mit dem höchsten Prädikat „Drei Löwen“ ist am Dienstagnachmittag der Betreiber des Restaurant 1577 im Herborner Hotel Zum Löwen Achim Betz von „Hessen à la carte“ ausgezeichnet worden.
Stolz auf die Zertifizierung. Von links: Oliver Seidel, Achim Betz, Jörg Busch und Katja Gronau.
Die Zertifizierung durch ein Expertenteam dieser ältesten regionalen Qualitätsgemeinschaft in Deutschland, umfasste die Regionalität der Produkte, als auch deren Einkauf, erklärte Michel van Goethem, der Kooperationsberater von „Hessen à la carte“. Alle diese Anforderungen habe Betz hervorragend und beispielhaft erfüllt. Die Servicequalitäten des Unternehmens sowie die Qualität des Speiseangebotes, als auch das Ambiente des Betriebes werden einer sehr kritischen Überprüfung unterzogen, fügte Kollegin Karin Schanné hinzu.
Die Experten von Hessen à la carte schauten sich auch die Hotelzimmer sehr genau an.
Oliver Seidel, Geschäftsführer der Geschäftsstelle Mittelhessen vom Hotel- und Gastronomieverband (DEHOGA Hessen e.V.) sieht für die gastronomischen Betriebe sehr große Vorteile, wenn sie sich der Regionalität ihrer Speisen und dem Einkauf verpflichtet fühlen. Dieses Bekenntnis zur Region und zur Qualität werde mehr denn je von den Gästen gefragt, ist sich Seidel sicher. „Die höherwertigen und fachmännisch zubereiteten Produkte, in Verbindung mit einem ansprechenden Ambiente, verschaffen den Gästen schöne Erlebnisse“, weiß der Hotelfachmann. Wichtig sei dabei auch, dass der Gast die Regionalität und die eindeutige Herkunft der Ausgangs-Produkte klar erkennen kann, fügte er hinzu.
Das Mitgliedschild von Hessen à la carte.
Mit der Teilnahme an der Qualitätsgemeinschaft „Hessen à la carte“ und der Zertifizierung hat Achim Betz sich in Herborn und Umgebung ein Alleinstellungsmerkmal verschafft. Van Goethem hofft jedoch noch mehr Betriebe davon überzeugen zu können, sich diesem Trend des regionalen Bewusstseins anzuschließen. Die bisher 100 Mitgliedsbetriebe von Hessen à la Carte findet man in einem Restaurantführer gleichen Namens. Die Betriebe treffen sich zweimal im Jahr zum Erfahrungsaustausch und werden selber alle drei Jahre erneut überprüft, ob sie den geltenden Qualitätsstandards der Gemeinschaft noch entsprechen. Wer die Mitgliedschaft bei Hessen à la carte anstrebt und sich bewirbt wird aufgenommen und auf die Zertifizierung ein Jahr lang vorbereitet. Diese erfolgt dann im folgenden Jahr und wer die Bedingungen nicht auf Anhieb erfüllt, muss noch ein weiteres Jahr „hospitieren“, erklärt Michel van Goethem. Es gibt auch eine Regio-App mit der man die à la carte- Betriebe in den jeweiligen Regionen finden kann. Erkennbar sind die Teilnehmer-Betriebe am rot-weißen Mitgliedsschild im Eingangsbereich. An der Übergabe der Zertifizierungsurkunde durch Oliver Seidel an Achim Betz nahmen Herborns Bürgermeisterin Katja Gronau (parteilos) und der Geschäftsführer von Wohnwerk Herborn Jörg Busch teil.
Wie gut, dass ich Freunde wie Winfried Rohrbeck aus Herborn habe. Er ist ein wandelndes Lexikon in Sachen Zeitgeschichte. Erst heute hatte er wieder einmal ein Kleinod für mich in seinen unergründlich, tiefen Taschen. Ein Sonderdruck anlässlich der „Herborner Woche“ im Jahr 1972. Fast 50 Jahre ist es her, dass man sich über die Zukunft unserer Stadt Gedanken machte und mir kam es beim Lesen dieser interessanten Lektüre vor, als wenn die Zeit stehen geblieben sei.
Alles beim Alten geblieben ? Beim etwas genaueren Hinsehen werden die dazwischen liegenden 49 Jahre schon deutlich.
Es gab den Werbering und der Bürgermeister war ein Mann. Alle anderen Probleme, die auch heute noch die Geschäftsleute belasten, gab es sicher zu Hauf. Nur sind diese mittlerweile etwas anders gelagert. Der Klimawandel war zwar schon da, aber kein Thema. Auch die „Genderei“ trieb noch nicht ihr Unwesen. Der Überdruss hielt sich in Grenzen und die Menschen freuten sich über ihren teilweise bescheidenen Wohlstand.
Das Herborner „Hotel und Restaurant 1577 zum Löwen“ feierte am Freitag die offizielle Eröffnung seines Hoteltraktes. Der Hotelier und Spitzen-Koch Achim Betz hatte dazu keine Mühe gescheut, um seinen Gästen Erlesenes aus der Restaurantküche zu servieren. Man brauchte kein ausgesprochener Gourmet zu sein, um sich für die Köstlichkeiten restlos begeistern zu können. Leider aber fanden nicht alle Eingeladenen den Weg in die Herborner Turmstraße 2. Allen anderen hat es jedoch sichtlich gemundet und sehr gut gefallen.
Am darauffolgenden Samstag hatten alle Interessierten im Rahmen eines Tags der offenen Tür (TOT) die Gelegenheit, das mit hohem Aufwand restaurierte Haus, bis in den letzten Winkel inspizieren zu können.
Besonders die liebevoll eingerichteten elf Gästezimmer, inklusive der beiden Suiten, hatten es den Besuchern angetan. An der naturbelassenen Luxusbettwäsche, den hochwertigen Betten und Matratzen und vor allem den handgearbeiteten Möbeln aus der Werkstatt eines Schreinerobermeisters aus der Region, erkennt man unschwer, dass der Eigentümer keine finanziellen Mittel und Ideen gescheut hat, um den Gästen ein angenehmes Schlaferlebnis zu garantieren.
Auch an leckeren Speisen und Getränken mangelte es am TOT nicht. Der Wettergott hatte ein Einsehen und so konnte wer wollte auch auf der Terrasse Platz nehmen. Mit dem „neuen Löwen“ hat Herborn nun ein gastronomisches Kleinod in seinen Mauern, dass auch erlesene Ansprüche zufriedenstellen wird und gleichzeitig die Bodenhaftung nicht verloren hat. Alleine die sorgfältige Renovierung und Restaurierung der alten Bausubstanz ist ein Genuss fürs Auge, der sich in den geschmackvoll eingerichteten Innenräumen fortsetzt. Die Reservierung zum Dinieren im Restaurant 1577 oder die Übernachtung in einem der kuscheligen Hotelzimmern, ist über 02772 469 88- 90 und per Mail: info@hotel-zum-loewen-herborn.de jederzeit möglich.
Öffnungszeiten: Restaurant mit Terrasse von 11bis 22.30 Uhr
Heute Morgen erreichte mich die folgende Mitteilung. Eine Bekannte brachte ihre Sorgen zum Ausdruck, dass die vielen, vom Hochwasser in der Eifel Geschädigten bereits in Vergessenheit geraten könnten. Ihre Messenger-Nachricht gebe ich hier ungekürzt im Original wieder.
Hallo Siggi, ich möchte Dich heute um Hilfe bitten. Kannst Du, entweder selbst oder ein/e Kollege/in das Thema Flutkatastrophe Deutschland nochmal aufgreifen? Es wird in den Medien inzwischen total vernachlässigt. Die Situation in verschiedenen (vor allem kleineren, unbekannten Orten) ist immer noch katastrophal. Orte wie Stolberg, Altena etc. werden in den Medien generell vergessen. Wir müssen die Aufmerksamkeit aufrechterhalten. Es ist in UNSEREM Land passiert. Es kann doch nicht sein, dass unseren Medien das Geschehen „zu unspektakulär“ ist, um weiter darüber zu berichten. Ich meine nicht die Diskussionssender. Sondern tatsächlich die Nachrichten. Es muss die breite Öffentlichkeit informiert werden. Ich war zwar nicht selbst vor Ort. Meine Familie und Freunde waren jedoch auch betroffen. Ich stamme aus Alsdorf bei Aachen. Bei meinem Bruder in Eschweiler stand das Wasser im Keller, bei Freunden in der Nähe von Euskirchen ebenfalls. Eltern von Freunden leben in Stolbergs Innenstadt. Ihr Auto wurde in der Garage verwüstet. Gottlob keine menschlichen Schäden. Ein Freund ist gerade noch so den Fluten entkommen. Er hatte mehr als einen Schutzengel. Viele Szenen wurden mir auch von Bekannten, die als Helfer vor Ort waren, bestätigt. Es werden wohl auch immer noch 4 Personen vermisst.
2006, die Überschwemmung in Dillenburg und Haiger. Daran erinnert mich das alles. Wenn in face book nicht so viele private Helfer die aktuellen Umständen mitteilen würden, wären die Menschen vor Ort schon vergessen. Es gibt so viele tolle Aktion. T-Shirts haben jetzt schon 100 000 € Spendengelder eingebracht, ein Ölmüller spendet pro 250ml Rapsöl 2 € (ohne sie vorher draufzuschlagen). Ein Bekannter von uns, der auch vor Ort hilft. Sammelt Gelder und gibt sie Betroffenen vor Ort in die Hand, damit sie über die Runden kommen. Mein Mann und ich haben ebenfalls unseren Anhänger mit Hilfsgütern beladen, sowie Geldspenden getätigt.
Anja M. aus Driedorf
Campingplatz bei Winningen.
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