Ob zu Weihnachten oder zu Sylvester als Jahresabschluss-Highlight. Eine überbackene Lende ist ein Hochgenuss aus der gutbürgerlichen Küche.
Das Rezept stammt von einer leidenschaftlichen Hobby-Köchin und wurde von ihr unter der Bedingung, es nur an Feinschmecker weiterzugeben, an uns weitergereicht.
Für 4 bis 6 Personen geplant, reichte es nicht nur für Heiligabend, sondern wurde am 1. Weihnachtstag aufgewärmt und schmeckte da sogar noch einen Tick besser. Wahrlich ein königliches Essen, das jedem Sternekoch gut zu Gesicht stehen würde.
Die Zutaten: 2-3 magere Lenden, 500 Gramm Bacon, 1 Gemüsezwiebel, Salz, Pfeffer, Paprika, Cayenne-Pfeffer, Fondor, Mondaminfix, 400 Gramm (2 Becher) Sahne und etwas Ketchup.
Die Zubereitung: Lende säubern und Silberhaut entfernen. Mit Salz, Pfeffer und Paprika würzen. In einer Pfanne mit Butterschmalz werden die Lenden von jeder Seite kurz angebraten, bis sie außen hellbraun sind. Anschließend die innen noch fast rohen Lenden in 2 bis 3 Zentimeter dicke Scheiben schneiden. Leicht schräg hintereinander in eine Back-Form schichten. Den bereits in Längsstreifen geschnittene Bacon (kann ruhig geräuchert sein), sowie die sehr klein gehackten Zweibelwürfelchen auf dem Fleisch verteilen.
Die Sahne mit einer Messerspitze Cayenne-Pfeffer, einem größeren Spritzer Fondor-Pulver sowie etwas Mondamin mit Ketchup verrühren. Die Mischung über die Lenden gießen und die Back-Form in den vorgeheizten Backofen schieben. Bei 180 bis 200 Grad Celsius auf der mittleren Schiene 90 Minuten überbacken lassen.
Wenn der Bacon droht zu schwarz zu werden, etwas Backpapier über die Form legen.
Zu der Lende passen Kroketten, aber auch rundgeschälte Salzkartoffeln mit frischer Petersilie. Ein leichter Riesling aus dem Rheingau rundet das Haupt-Menü ab.
Nicht unerwähnt soll das tolle Entree bleiben, dass aus einer Pilzsuppe mit ausschließlich frischen Zutaten bestand. Den Abschluss bildete ein Dessert aus Vanilleschaum mit schichtweise Lebkuchenbrösel, Himbeeren und Krokant. sig/Fotos: Gerdau
Eine Sendung im saarländischen Fernsehen, die ich mir gerade reingezogen habe, hat mich zu einem Nachdenkversuch animiert.
Es ging um die großen deutschen Entertainer wie Rudi Carrell, Hans-Joachim Kulenkampf, Wim Thoelke, Peter Frankenfeld. D.T. Heck und Co. Wo sind eigentlich die Nachfolger, frage ich mich. Warum gibt es keine Samstagabendshows vom Format „Wetten, dass..?“ mit Thomas Gottschalk mehr. Vielleicht bin ich zu alt geworden, um zu begreifen, dass der Zeitgeist sie überholt hat?
Wo sind die Sendungen geblieben, in denen Politiker humoristisch aufs Korn genommen wurden? Die Muppet-Show beispielsweise in denen Maizière und viele andere Polit-Größen auf deftige Art und Weise Federn lassen mussten. Dürfen die Fürsten der Demokratie nicht mehr von ihren Hofnarren auf die Schippe genommen werden?
Trocken und fad werden heute Themen sachlich und oft ohne Hintersinn abgehakt, die früher den Stoff für abendfüllende Sendungen lieferten.
Sind wir ein Volk von Duckmäusern und heimlichen Meckerern geworden, denen man keine Munition liefern darf, damit sie nicht aus dem Ruder laufen?
Immer schön brav sein, heißt die Devise im staatlichen aber auch privaten Fernsehen. Diese Entwicklung setzt sich auf den Kabarettbühnen der Republik fort. Unterhaltungskünstler aller Couleur müssen aufpassen, dass sie nicht die allgemeine Richtung-ich will hier den Begriff Mainstream nicht überbelasten- verlassen.
Sauertöpfiger Humor macht sich immer mehr breit und das Publikum macht fleißig mit. Nur ja nicht an der falschen Stelle lachen, wenn Heinz Becker seine schrägen Kalauer verbreitet. Dieter Nuhr wird argwöhnisch beobachtet, ja nahezu seine Aussagen seziert, um festzustellen, ob er den Pfad des Sagbaren nicht verlassen hat. Wenn ja, dann schreien Blockwarte und Denunzianten lauthals auf.
Kabarett ist langweilig und ohne stilistisch ausgefeilten Pointen geworden. Die alten Größen vom Schlage Dieter Hildebrandt würden sich die Haare raufen, wenn sie diese Entwicklung noch erlebt hätten. An die Stelle der großen Unterhaltungssendungen sind Fußballübertragungen getreten. Wer da nicht mitmacht und sich an den immer wieder gleichen Szenen und Sprüchen der Fußball-Moderaten ergötzen kann, bleibt auf der Strecke.
Aber es gibt ja immer noch die Privaten mit ihren anspruchsvollen Soap-Serien und Hartz IV- Vorführkanälen. Keiner sieht sie und doch sind sie hinter vorgehaltener Hand in aller Munde. Die Intelligenz und die Gut-Bürgerlichen weichen auf Arte oder andere anspruchsvolle Kanäle aus. Die Öffentlich-Rechtlichen fordern mehr Gebühren für Sendungen, die oftmals das Niveau offizieller Verlautbarungen nur unwesentlich verlassen.
Wo sind die Unterhaltungssendungen mit Charakterköpfen vom Schlage Peter Frankenfeld geblieben. Sendungen, die vom täglichen Einerlei und den kleinen Sorgen abschalten ließen.
Wir wollen sie wiederhaben und daneben natürlich auch Produktionen, die informieren und bilden. Auf schulmeisterliche „Tatort“(e) und andere Belehrungssendungen hingegen verzichten.
Ihr politisch breit gefächerten und völlig unideologischen Intendanten denkt mal darüber nach. Vielleicht wird dann auch keiner im Fernsehvolk mehr über 86 Cent diskutieren.
Meine vom trockenen Wein und dem süßen Nichtstun benebelten Gedanke sind sicher wieder einmal in die falsche Richtung galoppiert. Kehren wir lieber alles unter den Teppich. Da ist Platz genug und niemand muss sich aufregen.
Wer einen großen Teppich hat, kann gut alles darunter kehren.
Dort mögen die aufrührerischen Gedanken ruhen, bis zum Sankt Nimmerleinstag oder bis zu einem meiner nächsten Denkversuche. Frohe Weihnachten. sig/ Archiv-Foto: Gerdau
Diese Amaryllis-Blüte an unserem Fenster entfaltete sich im Verlauf des gestrigen Heiligabend. Mir erschien der Vorgang wie ein Gleichnis zu Christi Geburt.
Die Schönheit aus der südafrikanischen Kap-Region hat es aber im wahrsten Sinne des Wortes in sich. Die Zwiebel ist sehr giftig und ihr Verzehr kann bis zum Atemstillstand führen. Aus den giftigen Extrakten fertigten die Ureinwohner einst ihr Pfeilgift.
Schönheit und Tod liegen oft dicht beieinander. So erfreuen wir uns ausschließlich an den wunderschönen Formen und Farben und beißen nicht hinein.
Ein wunderschöner, besinnlicher Beitrag zum Heiligen Abend vom MGV „Herborner Jugendfreunde“ unter der Leitung von Thomas Jopp. Direkt am Anfang singt Pfarrer i.R. Ronald Lommel seine aktuellen Strophen auf den Herborner Weihnachtsbaum. Er begleitet sich dabei selbst auf seiner Gitarre.
Danke an die Jugendfreunde, danke an Ronald Lommel für diesen besinnlichen Einstieg in den Heilig Abend 2020.
Als Dankeschön für die große Treue ihrer Kunden verteilte das Inhaberpaar des Herborner Gyros-Grill 300 Essenportionen an die unterschiedlichsten Menschengruppen.
Reiner Wennekamp aus Herborn freute sich über die Essenspende von Ioannis Panagiotidis an Heilig Abend.
Chef Ioannis Panagiotidis (29) wollte nicht wie in den vergangenen Jahren Kugelschreiber und ähnliche oft unpersönliche Artikel verteilen. Da kam ihm die Idee Bürgern, die nicht unbedingt auf Rosen gebettet sind, am Heiligabend mit einem kleinen Weihnachtsessen eine Freude zu machen. Seine gleichaltrige Frau Fotini Mousailidou und seine Mutter Elpida und weitere Mitarbeiter des Grill-Restaurant bereiteten schon seit Tagen schmackhafte Paprika-Schoten, Salat, Ofenkartoffel griechischer Art sowie griechischen Nudelsalat vor.
Seniorchefin Elpida bereitete in der Restaurantküche das Heilig-Abend-Essen vor.
Seit dem 24. Dezember, 12 Uhr stand die gesamte Belegschaft Gewehr bei Fuß, aber der Zuspruch hielt sich in Grenzen.
Mittlerweile versorgten sie die Herborner Polizeistation, Feuerwehr, und viele andere an Heilig Abend arbeitenden Hilfsdienste mit dem leckeren Essen, Getränken und Obst. Auch an das Dillenburger Krankenhaus wurden 50 Portionen geliefert.
Für ihren besonderen Einsatz im „Corona-Jahr“ bedankte sich Driedorfs Bürgermeister Carsten Braun (CDU) am Dienstag bei den Pflege- und Rettungskräften, insbesondere allen Beschäftigten des „Haus des Lebens“ in Driedorf, allen Beschäftigten der AWO Lahn-Dill am Standort Driedorf.
Der Driedorfer AWO-Pflegedienst stand ebenso wie
Auch alle am Standort Driedorf tätigen Rettungskräfte des DRK Kreisverbandes Lahn-Dill sowie den Beschäftigten der Kindertagesstätte Arche Noah, der Kindertagesstätte Wäller Schatzkiste und des Kindergartens „Rother Rabennest“ bezog er im Namen des Gemeindevorstandes in diesen Dank mit ein.
die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Haus des Lebens und
Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieser Organisationen erhielten eine Freizeitkarte der Gemeinde Driedorf zum Besuch der Liegewiesen der Nacherholungsgebiete Heisterberger Weiher und Krombachtalsperre Mademühlen für das Jahr 2021. Die Gemeinde Driedorf gewährt traditionell auch allen aktiven Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehren, der Jugendfeuerwehren und der Kinderfeuerwehr freien Eintritt zum Besuch der genannten Freizeiteinrichtungen in Form einer kostenlosen Freizeitkarte der Gemeinde Driedorf und drückt damit ihre Wertschätzung für die Ausübung dieses Ehrenamtes aus.
der Rettungsdienst des DRK 2020 unter besonderer Belastung.
Unter Beachtung der Corona-Abstandsregeln, überbrachte Carsten Braun stellvertretend für alle anderen die beliebten Freizeitkarten an die jeweiligen Arbeitsplätze. sig/ Fotos: privat
Ja, warum keine Frohe Weihnachten? Wir selber haben uns dieses Fest einst gegeben und halten seit über 2 000 Jahren daran fest. In guten wie in schlechten Tagen. In Zeiten des Wohlstandes und der Selbstzufriedenheit. In Phasen, in denen wir uns abschlachten, ausrotten wollten. Christen auf der ganzen Welt feiern Weihnachten und geben damit auch die Erinnerung an die Geburt Jesus von Nazareth weiter. Menschen haben in den Schützengräben von Verdun, der Hölle von Stalingrad, in den KZ der Nazis, in den Gulag Stalins der Geburt Gottes Sohn gedacht. Wir verteidigten einst unseren Glauben mit allen Mitteln deren wir habhaft wurden. Die Welt wurde unterteilt in Gläubige und Ungläubige. Gut, wer zu den Gläubigen zählte. Den Übrigen wurde mit Eifer der Schädel eingeschlagen. Menschen brachten mit dieser Denkart Elend und Leid über die Welt. Nun, keine 400 Jahre später, wiederholt sich alles, nur unter anderen Vorzeichen. Der Gott, um den es diesmal geht heißt Allah und sein Sohn ist Mohammed. Die Menschen, die daran glauben feiern keine Weihnachten, weil der Anlass fehlt. Sie sind die Gläubigen, der Rest gehört zu den verdammenswerten Ungläubigen. Die werden abgeschlachtet, erschossen, in die Luft gesprengt oder einfach nur platt gefahren. Die Methoden haben sich geändert, sonst nichts. Kommt uns das bekannt vor?
Herborner Altstadt am 12. Dezember 2020. Foto : Siegfried Gerdau
Wir feiern Weihnachten und das ist gut so. Dies sollten wir aber ohne erhobene Zeigefinger tun. Auch wir unterscheiden immer noch zwischen Gläubigen und Ungläubigen. Wir lassen jedoch das Schwert in der Scheide und die Keule einzusetzen verbieten uns weltliche Gesetze. Das ist der Unterschied. Aber: Sind wir deshalb die Besseren? Sicher nicht! Wir feiern die Geburt von Gottes Sohn, der uns aufgetragen hat alle Menschen zu lieben. Er hat das Alte Testament reformiert und die Botschaft „Auge um Auge..“ damit in Frage gestellt. Immer noch leicht murrend haben wir das zur Kenntnis genommen. Haben wir das auch wirklich verinnerlicht? Nein, ich glaube nicht, aber wir arbeiten daran.
Es ist nicht so einfach andere Maßstäbe, Regularien aber auch Glauben zu tolerieren. Wir die neuen Ungläubigen, auch Kufar genannt, versuchen es und unsere Vorbeter von Kirchen und anderen christlichen Glaubensgemeinschaften rufen an hohen kirchlichen Festen oder Anlässen gebetsmühlenhaft zur Demut und Hingabe im Sinne von Jesus Christus auf.
Wir feiern Weihnachten und das wollen wir auch am Ende dieses „Schreckensjahrs“ tun. Es ist nicht nur das Covid-19-Virus, dass uns unsere Verletzlichkeit vor Augen führt. Naturkatastrophen, von Menschen herbeigeführte Kriege um Bodenschätze, Wasser und Macht und viele andere Schrecklichkeiten mehr stören unser Harmoniebedürfnis-ja das haben wir tatsächlich- und unsere Ruhe. Eigentlich wollen wir in ewigem Frieden miteinander leben. Eigentlich ja, aber: Wenn da nicht der komische Nachbar wäre, die Stadt mit den uneinsichtigen Stadtverordneten, das Land, dass nur die Hand aufhält, die Regierung die alles falsch macht und letztlich das andere Volk jenseits unserer Landesgrenzen, welches unsere Belehrungen partout nicht annehmen will.
Feiern wir Weihnachten, ein erzwungen ruhiges Weihnachtsfest und nutzen wir die Zeit zur Besinnung. Überdenken wir unsere Hassgedanken, die Jagd nach Geld und Macht über andere Menschen. Denken wir darüber nach wie wir denen, denen es an allen Tagen im Jahr gar nicht gut geht, helfen können. Mitleid und Hilfe nur auf die Weihnachtstage zu konzentrieren ist anmaßend und überheblich.
Werden wir Mensch, so wie unser Glaubensgeber Mensch geworden ist.
Frohe Weihnachten und ein neues Jahr, dass wir alle mit unserem ganz persönlichen Frieden füllen wollen.
All das, was ich jetzt gesagt habe, habe ich auch mir selber gesagt und hoffe, dass ich damit auch mir ein Stück intensivere Nachdenklichkeit und Einsicht verpasst habe.
In diesem Sinne und falls ich es noch nicht gesagt habe: „Frohe Weihnachten und ein hoffentlich besseres neues Jahr.
Das Virus bestimmt auch heute das Tagesgeschehen. Obwohl man die Horrormeldung kaum noch ertragen kann, sind gezielte Informationen möglicherweise Überlebenswichtig.
Höchster Anstieg der Neuinfektionen in Großbritannien
Heute 17:53 Uhr
In Großbritannien sind heute 35.928 Neuinfektionen gemeldet worden. Das ist der höchste Anstieg seit Beginn der Pandemie. 326 weitere Menschen verstarben an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus. Gestern meldeten die Gesundheitsbehörden mehr als 27.000 Neuinfektionen und 534 Todesfälle.
Die britische Regierung hat die Beschränkungen in London und dem Südosten Englands wegen der Verbreitung einer neuen, sich schnell verbreitenden Virus-Variante verschärft.
Experten sehen keinen Einfluss der Impfwirksamkeit durch Virusmutation
Heute 14:15 Uhr
Die Wirksamkeit des Corona-Impfstoffes wird durch die in Großbritannien aufgetauchte neue Variante des Virus nach Expertenansicht vermutlich nicht entscheidend beeinträchtigt. „Ich sehe da derzeit keinen Grund für Alarm“, sagte Richard Neher vom Biozentrum der Universität Basel. Auch Andreas Bergthaler von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (CeMM) in Wien hält die derzeitige Entwicklung nicht für „wahnsinnig alarmierend“. Dass Mutationen auftauchen, sei nicht ungewöhnlich. Derzeit wisse man nicht, ob die beobachteten Veränderungen die Eigenschaften des Erregers überhaupt entscheidend verändern. Mit Blick auf die Wirksamkeit der Impfung betonen die Experten, dass der Impfstoff eine Immunreaktion gegen gleich mehrere Virusmerkmale erzeugt. Veränderungen einzelner Merkmale würden deshalb nicht dazu führen, dass das Immunsystem den Erreger nicht mehr erkenne, sagte Neher. Man müsse die weitere Dynamik genau beobachten.
Impfstoff-Zulassung-„Spahn hat Druck ausgeübt“
von Britta Spiekermann und Adriana Hofer. ZDF Nachrichten. Der Chef der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft, Ludwig, kritisiert die Schnelligkeit der Impfstoff-Zulassung. Er spricht auch von „Druck von Seiten der Politik“.
Der Vorsitzende der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft kritisiert Bundesgesundheitsminister Spahn. Er habe frühzeitig einen Termin für Impfstoff-Zulassungen genannt.
„Dass wir diese schnelle Impfstoff-Entwicklung erlebt haben, ist ein großer Vorteil für uns“, sagt Professor Wolf-Dieter Ludwig, der Vorsitzende der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft. Denn man brauche den Impfstoff dringend.
Allerdings stellt sich die Frage: Ist dieser Impfstoff wirklich ausreichend gut geprüft worden, sodass wir dann auch diejenigen, die sich jetzt impfen lassen, so informieren, dass sie eine selbstbestimmte Entscheidung treffen und überzeugt sind, dass es die richtige Maßnahme für sie ist?
Wir müssen unbedingt sehr gründlich jetzt die Nebenwirkungen, die auftreten, registrieren und wir müssen sie dokumentieren und dann auch frühzeitig darüber informieren.
„Wir werden sehr viel lernen, jetzt, nachdem der Impfstoff zugelassen ist und die Impfprogramme starten. Wir werden Nebenwirkungen sehen, die in den Studien nicht aufgetreten sind. Ganze 20.000 Menschen sind mit diesem Impfstoff bisher weltweit geimpft worden. Jetzt werden in Kürze Hunderttausende geimpft. Und wir haben ja erste Meldungen aus Großbritannien über allergische Reaktionen. Deswegen ist dort auch die Fachinformation geändert worden. Leute mit bekannten Allergien und schweren anaphylaktischen Reaktionen sollten diesen Impfstoff nicht bekommen. Aber ich glaube, es ist jetzt viel zu früh. Wir müssen, und das ist, glaube ich, das Entscheidende, wir müssen unbedingt sehr gründlich jetzt die Nebenwirkungen, die auftreten, registrieren – und wir müssen sie dokumentieren und dann auch frühzeitig darüber informieren.“
Professor Wolf-Dieter Ludwig.
WHO: Europa soll Corona-Maßnahmen verschärfen
Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat ihre europäischen Mitgliedsstaaten angesichts einer neuen Variante des Coronavirus in Großbritannien zu einer Verschärfung ihrer Corona-Maßnahmen aufgerufen. „In Europa, wo die Übertragung hoch und weit verbreitet ist, müssen die Länder ihre Kontroll- und Vorbeugemaßnahmen verstärken“, sagte eine Sprecherin der WHO-Europa am Sonntag.
Außerhalb Großbritanniens wurden bisher elf Fälle der Virus-Mutation gemeldet, die deutlich ansteckender sein soll als das bisherige Virus – neun in Dänemark und je einer in den Niederlanden und Australien. Mehrere europäische Staaten kündigten daraufhin an, die Flugverbindungen aus Großbritannien einzuschränken. Die britische Regierung verhängte in London und Südostengland eine Ausgangssperre.
Premierminister Boris Johnson zu der Virus-Mutation:
Die Virus-Mutation ist nach britischen Behördenangaben bis zu 70 Prozent ansteckender als die bisher bekannte Form und weitet sich vor allem in London und Südostengland rasant aus. Für die Region ordneten die Behörden einen Shutdown mit Ausgangs- und Reisesperren an. Premierminister Boris Johnson hatte am Samstag betont, es gebe aber keine Hinweise darauf, dass Impfstoffe gegen die Mutation weniger effektiv seien.
Ausgangssperre auch über Weihnachten
Um das Virus einzudämmen, gilt seit heute in der Hauptstadt London und weiten Teilen Südostenglands ein harter Shutdown mit Ausgangssperren, auch über die Weihnachtstage. Mehr als 16 Millionen Menschen sind betroffen. Hancock schloss nicht aus, dass die schärferen Maßnahmen der sogenannten Stufe 4 „in den kommenden Monaten“ in Kraft blieben.
Einschränkungen bis zum 6. Januar?
Wie mehrere Medien unter Berufung auf Insider berichteten, will Deutschland den Flugverkehr mit Großbritannien bereits ab Mitternacht einstellen. Die Einschränkung soll demnach vorerst bis zum 31. Dezember gelten, an weiteren Regelungen werde noch gearbeitet. Zudem strebe Merkel auch auf dem See- und Schienenweg eine Abriegelung an. Anfang der Woche soll die EU über die komplette Einstellung des Personenverkehrs zwischen dem europäischen Festland und dem Königreich entscheiden. Waren sollen allerdings weiter transportiert werden dürfen, heißt es in einem Bericht der „Bild“-Zeitung.
Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums schrieb auf Twitter, die Bundespolizei sei bereits angewiesen worden, Reisende aus Großbritannien und aus Südafrika „systematisch zu kontrollieren“. Diese müssten sich daher auf längere Wartezeiten an den Grenzen einstellen. Die Maßnahmen würden mit den Gesundheitsämtern abgestimmt. Die Bundespolizei warnte ebenfalls auf Twitter, nur wenn unbedingt erforderlich solle noch nach Großbritannien gereist werden, denn „es kann sein, dass der Flugverkehr eingestellt wird“.
Zum Schluss ein Tipp für Weihnachtsgeschenke, die man eher zurückhalten sollte:
Verbraucherzentrale: Warnung vor Gutscheinen für Events
Konzerttickets oder Gutscheine für Restaurantbesuche und Wellness-Wochendenden sind beliebte Weihnachtsgeschenke. 2020 ist dabei jedoch Vorsicht geboten: „Dieses Jahr muss man sich, glaube ich, zweimal Gedanken machen“, sagte der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands, Klaus Müller, der Deutschen Presse-Agentur.
Oft sei unklar, wann der Beschenkte einen Gutschein angesichts der Einschränkungen in der Corona-Pandemie überhaupt einlösen könne. Außerdem müsse man überlegen, ob etwa ein Konzertveranstalter die Krise überhaupt überlebt. Wer jetzt eine Theater- oder Konzertkarte verschenkt, riskiert, dass das Event wegen der Pandemie nicht stattfindet. Normalerweise können sich Verbraucher den Ticketpreis dann erstatten lassen – wenn Unternehmen dies noch stemmen können.
Es gab Weihnachten vor Corona. Es gab wunderschöne Weihnachtstage in den vergangenen Jahrzehnten. Ich kenne keine anderen und das ist ein Zeichen für die wunderbare Zeit, in der wir seit dem letzten Krieg leben. Nun ist Corona da. Bestimmt unser Leben, schränkt und ein und fügt vielen Menschen großes Leid-und oft den Tod zu.
Denken wir an sie, auch wenn die meisten von uns niemand kennen, der unter der Pandemie leidet. Feiern wir Weihnachten, tun Gutes an unseren Nächsten und lassen wir sie nicht alleine. Denken wir an die schönen, fröhlichen Weihnachtstage der Vergangenheit und schöpfen daraus Hoffnung für die kommenden Jahre.
Die Zeit der Masken und große Distanz zu unseren Mitmenschen, die Zeit der Einsamkeit für die, auch schon vor Corona Einsamen, wird vorbeigehen. Ganz sicher. Ziehen wir Lehren aus einer Zeit, in der die unsichtbaren Menschenfeinde die Macht über uns haben. Denken wir aber auch darüber nach wieviel körperlich und seelisches Leid wir unseren Mitmenschen und Mitgeschöpfen antun. Denken wir darüber nach, wie wir in Zukunft leben wollen und was der Preis für ein gesundes, glückliches und gemeinsames Leben sein wird.
Gerade diese Corona-Weihnachtstage sollten zur Besinnung auf das Wesentliche führen. Nicht Geld oder Macht alleine machen glücklich, sondern die Freude des Augenblicks über die kleinen Dinge des Lebens. Menschen und Tiere sind nicht nur auf die Zuführung von Nahrung angewiesen. Sie brauchen Liebe, Zärtlichkeit, Geborgenheit und vor allem Zuwendung.
Unsere Anwesenheit auf diesem Planeten ist überschaubar. Was uns alle eint ist die Tatsache der Endlichkeit. Nutzen wir diese kurze Zeit und freuen uns jetzt über die kleine Auswahl an Weihnachtsbildern der vergangenen Jahre.