Jonas Brannath muss man erlebt haben

Eben fiel mir durch Zufall ein Video in die Finger, dass ich unbedingt weitergeben muss. Ich kenne Jonas schon einige Zeit und bin von seiner „handgemachten Mucke“ immer wieder total begeistert. Viele werden ihn selber schon erlebt haben. So ist er mit seiner Band schon auf Herborner Sommerfesten aufgetreten. Hört ihn euch an und es wird euch ebenso wie mir gehen.

Jonas Brannath ist ein junger Singer/Songwriter aus Hessen (Herborn), der sich durch seine unverkennbar emotionale Stimme auszeichnet und bei zahlreichen Auftritten in Clubs, auf Festivals und bei Independent-Radio-Sendern einen Namen gemacht hat. Er steht für handgemachten kreativen-Folk-Pop mit Reggae-Einflüssen. Durch seinen eigenwilligen-dynamischen Sound mit überraschenden Wendungen, ungewöhnlichen Rhythmen sowie unerwarteten Reggae-Parts, nimmt er die Zuhörer mit auf eine Reise der Vielfältigkeit und Abwechslung. Inspirationen für seine Songs findet er in der Schönheit und Ruhe der Natur.

https://youtube.com/watch?v=6jM4ziOm26Y&feature=share

Jonas Brannath tritt als Songwriter alleine auf oder kommt mit seiner Band. In jeder Besetzung bringt er einen frischen, authentischen Sound auf die Bühne, wenn gewünscht auch rein akustisch – unplugged. Seine Konzerte sind immer ein musikalisches Erlebnis.

Jonas Brannath Auf dem Heckenstück 1, D-35075 Gladenbach, Mail: jobramusic@gmail.com, Telefon: 06462/3527

Vergesst die Medizinischen Fachangestellten (ehem. Arzthelferinnen) nicht

Es gibt zahlreiche Berufsgruppen, die durch die Corona-Pandemie erheblich mehr als sonst belastet sind. Während klinisches Personal, insbesondere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Intensivstationen, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit gewonnen haben, stehen beispielsweise die medizinischen Fachangestellten in Hausarztpraxen weitgehend im Schatten. Eben erreichte mich ein offener Brief aus diesem Bereich, den ich meinen Leserinnen und Lesern nicht vorenthalten möchte. Die Verfasser sind mir namentlich bekannt, ich möchte sie jedoch zu ihrem eigenen Schutz nicht veröffentlichen. sig

Grünes Haus wird abgerissen II

Bei bestem Abrisswetter hat der Bagger den größten Teil des „Grünen Hauses“ in der Herborner Kaiserstraße 26 schon entsorgt. Schon bald wird Platz für einen Anbau an die Seniorenresidenz „Haus des Lebens“ sein. Die hauseigene Tagespflege soll dort ihre Heimat erhalten. Der Abriss, den zwei Mitarbeiter eines Abrissunternehmens mit ihrem Spezialbagger ganz alleine bewältigen, legt derzeit sehr anschaulich den Aufbau des einst sehr stabilen Hauses frei. sig/Fotos: Gerdau

Vorher

Verfälscht Cola-trinken Testergebnis ?

Dass ein paar Tropfen Cola das Testkästchen eines Corona-Antigentests nur wenige Augenblicke später einen positiven Test anzeigen lassen, ist mittlerweile bekannt. Kann das amerikanische „Nationalgetränk“ auch das Testergebnis fälschen, wenn es kurz vor dem Abstrich lediglich getrunken wurde?

Mein vollgeimpfter Gast (der einzige an diesem Abend) wollte sich noch schnell einem Corona-Selbsttest unterziehen. Wir beide tranken Coca-Cola. Ich, weil gerade frisch geimpft, mein Gast, weil er noch fahren musste. Nach dem Absetzen des Glases pobelte er mit dem Teststäbchen in seiner Nase (wir saßen weit auseinander) und begann mit dem Auswerteprozedere. Nachdem er drei Tropfen der Flüssigkeit auf das Auswertekästchen getäufelt hatte, wartete er die vorgeschriebene Zeit. Siehe da, der Strich bildete sich bei der Markierung C =Controllinie) voll aus, aber auch im Bereich T = Testlinie) begann sich ein zweiter Strich zu bilden. Was nun? fragten wir uns beide.

Der Strich blieb im Anfangsstadium stehen, während der C-Strich schön ausgeprägt war. Die C-Linie sagte alles klar du bist Negativ, aber der begonnene Strich im T-Feld irritierte. Hatte da der Kasten gesponnen oder war das Cola Schuld? Das ist hier die Frage.

Vielleicht hat Jemand ähnliches beobachtet. Das würde mich sehr interessieren.

Hier noch das verwendete Test-Card-Ensemble.

Über eine Mail an gerdaus-welt würde ich mich freuen. sig/Fotos: Gerdau

Eine Meinung zu „Allesdichtmachen“

Von Katrin Zammert

Ich wollte eigentlich zu „alles dichtmachen“ nichts schreiben, da die Videos für sich sprechen. Als ich eben die Reaktionen auf die überfällige Wortmeldung unserer Schauspielelite gelesen habe, war ich aber ehrlich so erschrocken, das ich doch etwas sagen möchte. „Der Volksmund weiß, dass getroffene Hunde bellen. Allesdichtmachen trifft. Und man hört, wer bellt“. Da fordert doch allen Ernstes SPD Funktionär und „Rundfunkrat“ Garrelt Duin umgehend ein „Berufsverbot“ für die Schauspieler, die gewagt haben ihre Meinung zu sagen! Ein Berufsverbot sollte hier ganz klar nur dieser „Volksvertreter“ bekommen, der anscheinend noch nicht mitbekommen hat, dass die DDR nicht mehr existiert.

Die Presse überschlägt sich mit massiver Kritik und schreibt umgehend von einer „verunglückten Kampagne“, die „so schäbig ist, das es weh tut“, oder nennt die Kollegen „alle nicht ganz dicht“ oder attestiert „Pech beim Denken“ und, und und. Besser hätte man das Video von Jan Josef Liefers (das ich wirklich brillant finde) nicht bestätigen können. Aber reflektieren muss man als Journalist natürlich nicht. Was macht man statt dessen? Man packt die Deutsche Allzweckwaffe aus und schreibt, die Kampagne erinnert an „Querdenker“. Ach und die AfD feiert ein Video? NAZI! Die Deutsche Schaupielelite ist jetzt also folgerichtig Querdenker und AfD Wähler und speist nur noch vegan bei Atila Hildmann. Schwupps, Problem gelöst. Und die ersten distanzieren sich schon wenige Stunden nach Veröffentlichung wieder von Ihrem eigenem Video, weil man ja bloss den Falschen nicht in die Hände spielen will, egal wie Recht man hat. Manche scheinen da, ähnlich wie Politiker, das Rückgrat einer Qualle zu haben.

Auf Künstler wird immer sehr gern zurückgegriffen, wenn die Regierung eine Botschaft populär vermitteln will, aber wehe man wagt Kritik, dann wird aus dem Frontman „gegen rechte Hetze“ ganz schnell einer, der der Afd zumindest nahe steht. Da wird den Schauspielern tatsächlich vorgeworfen, dass Sie „nur kritisieren“ würden, aber „keine Lösungen für den Kampf gegen die Pandemie hätten“ und daher den Mund halten müssen! Hallo? Welche Lösungen sollen sie denn haben? Im Gegensatz zu so vielen Journalisten bleibt der Schuster bei seinen Leisten und ein Schauspieler ist eben weder Virologe noch Epidemiologe, aber jemand, der durchaus manchmal etwas querer denkt. Und nein, Querdenken ist nichts Negatives, auch wenn man uns das seit einem Jahr gern so verkauft. Die Lösung muss die Politik bieten, dafür hat man Beraterstäbe die Hunderte Millionen an Steuergeld verschlingen jedes Jahr.

Und prinzipiell sollten eher die Medien Druck auf die Regierung ausüben als die Kulturszene. Aber die Vierte Gewalt ist in so vielen Punkten nicht nur zum Regierungssprecher, sonder zusätzlich noch zum Bodyguard der Politik geworden. Passend zu so manch süffisant zynischem Video, wurde zur Ausgangssperre nun ja auch ein „Nachtfahrverbot“ beschlossen, weil sich das Virus vor allem zwischen 00.00 und 04.00 in einem PKW auf der Autobahn verbreitet, selbst wenn der alleinige Insasse seine Maske trägt und die Lüftungschlitze mit Bauschaum verschlossen hat. Aber es gibt anscheinend immer noch eine Mehrheit da draussen, die entweder zu bequem oder einfach zu blöd ist, etwas in Frage zu stellen oder in Relation zu setzen und statt dessen lieber gegen alle hetzt, die eben dieses tun. Nachtrag: Nun scheint die „Kritik“ nach nur wenigen Stunden bereits wieder vom Netz genommen. Der Mediendruck wirkt, obwohl der Zuspruch in den sozialen Medien für diese beachtlichen Videos enorm ist. Aber man will sich natürlich nicht mit Querdenken gemein machen. Ich hatte kurz die Hoffnung, dass sich in diesem Land etwas bewegt. Aber der große Bruder hat alles im Griff und das Wahrheitsministerium leistet hervoragende Arbeit. Schade.

Anmerkung der Redaktion:

Mein Blog gibt Menschen die Gelegenheit sich zu aktuellen Themen zu äußern. Ob ich der gleichen Meinung bin wie der Artikelverfasser oder nicht, tut dabei überhaupt nichts zur Sache. Im Übrigen achte ich streng darauf, dass meine Richtlinien eingehalten werden. Die schließen Verunglimpfungen, rassistische Thesen und persönliche Beleidigungen aus. sig

Nicht ausschließen möchte ich hingegen Meinungen, die nach dem Grundgesetz Artikel 5, Satz 1 geschützt sind.

Der Historiker und Autor Timothy Garton Ash nennt in seinem 2016 auf Deutsch erschienenen Buch „Redefreiheit“ Prinzipien der vernetzten Welt. 1. Alle Menschen müssen in der Lage und befähigt sein ihre Meinung frei zu äußern…2. Weder drohen wir mit Gewalt noch akzeptieren wir gewaltsame Einschüchterung. 3. Wir nutzen jede Chance, Wissen zu verbreitern und tolerieren hierbei keine Tabus. 10. Wir treffen unsere eigenen Entscheidungen und tragen dafür die Konsequenzen.

Und das ist gerade noch hereingekommen. Sicher nicht ganz ernst gemeint, passt aber gut zum Thema.

Ich distanziere mich hiermit ausdrücklich von meiner eigenen Meinung und vorsorglich von allen Menschen, die dieser zustimmen. Hätte ich gewusst, wer meine Meinung teilt, hätte ich eine andere Meinung gehabt. Habt mich lieb. Katrin Zammert

Herbornensis pflanzt-Dillkinder räumen Müll weg.

Wieder einmal hatte es die DILLKINDER an ihr namengebendes Flüsschen in Herborn getrieben, um den Dreck, den rücksichtslose oder dumme Zeitgenossen hinterlassen, wegzuräumen. 30 Frauen, Männer und Kinder „grasten“ am Samstag wieder einmal das Ufer der Dill quer durch die Stadt ab. Zu suchen brauchten sie den Unrat nicht und da wo sie unterwegs waren, blieben auch stinkende Zigarettenkippen nicht liegen.

Auch diese Erwachsene aus zwei Haushalten und Kinder, die in einer Kita-Gruppe sind, sammelten am WoMo-Stellplatz auf dem Schießplatz Müll.

Entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen des Infektionsschutzgesetzes waren alle Teilnehmer alleine, beziehungsweise mit Angehörigen ihrer eigenen Familie, sowie einer weiteren Person aus einer anderen Familie unterwegs. Natürlich mit Masken und dem vorgeschriebenen Abstand. Besonders die Kinder in ihrem grellbunten Dillkinder-Outfit fanden die Aktion bei schönem Wetter Klasse. Herborns Bürgermeisterin Katja Gronau stattete den beispielhaften „Frühjahrs-Putzern“ einen Besuch ab und beteiligte sich selber aktiv an der Aktion. Wiederholt säuberten die Dillkinder in den vergangenen Jahren ehrenamtlich und eigeninitiativ den Müll aus der Landschaft und „immer wieder habe man den Eindruck, es sei das erste Mal“, meinte eine Teilnehmerin. Dennoch lassen sie sich nicht entmutigen.

Auf der gegenüberliegenden Uferseite, in Höhe des Seniorenwohnheim der AWO, haben die mit den Dillkindern kooperierenden Freunde der Flora Herbornensis e.V  ihre „Baustelle“. Umschichtig pflanzen sie dort bienenfreundliche, heimische Stauden auf einem derzeit noch 25 Quadratmeter großen Stück. „Bauleiterin“ ist die 1. Vorsitzende des Bienenzuchtvereins an der Dill Sarah Schlicht aus Sinn.

Sarah Schlicht sammelte reiche Erfahrung im eigenen Bienengarten.

Sie hat große Erfahrung mit der Anpflanzung geeigneter Pflanzen aus der Region. Dabei achtet sie auch auf eine gefällige Blickachse aus Richtung Schießplatz. Ihr komme es vor allem darauf an, auch die „wilden Schwestern“ der heimischen Honigbienen mit einem möglichst großen Nahrungsangebot zu versorgen. Die sogenannten Wildbienen seien in hohem Maße für die Bestäubung eines breiten Blüten-Spektrums verantwortlich. Während die Honigbienen in ihrer Blütenauswahl sehr wählerisch seien und daher eng begrenzt auf Nahrungssuche gingen, würden ihre wilden Schwestern alles bestäuben, was ihnen vor die Rüssel käme. Für die Imkerin gibt es daher keine Priorität, hinsichtlich der Bienenpopulationen.

Ist das natürliche Umfeld in Takt, fühlen sich Kinder wohl und wachsen gesund auf.

Es gibt 560 Wildbienenarten und die Hälfte davon ist vom Aussterben bedroht. Ungefähr 80 Prozent aller Nutz- und Wildpflanzen werden von der Honigbiene bestäubt. 20 Prozent geht auf das Konto von Wildbienen, von Schmetterlingen, Schwebfliegen und anderen Insekten. Ohne Bienen wären die Regale in unseren Supermärkten leer. Wo Bienen bereits ausgestorben sind, z.B. in Teilen Japans oder Chinas, müssen Obstbäume von Menschenhand bestäubt werden – mit einem Pinsel, Blüte für Blüte. Ein entscheidender Grund für das dramatische Insektensterben in Deutschland ist die ständige Intensivierung der Landwirtschaft.

Hilde Graffmann liegt besonders die Natur am Herzen.

Hilde Graffmann, die 1. Vorsitzende der Freunde der Flora Herbornensis e.V ist hocherfreut über das Engagement junger Menschen wie Sarah Schlicht. Graffmanns Mitstreiter sind wie sie selber überwiegend im Rentenalter. Mit dem Bündnis von Dillkindern und Herbornensis kann sie viel bewegen, wie der Anbau von geeigneten Stauden an der Dill zeigt. Nicht besonders glücklich zeigte sie sich beim Anblick der zahlreichen tief abgeschnittenen Weiden am Dillufer. Diese Bäume sind unter einigen anderen Pflanzen die ersten Bienenweiden in dieser Jahreszeit.

Noch ein paar Bemerkungen über Zigarettenkippen. Jede weggeworfene Kippe verseucht 40 Liter Wasser. Zigarettenenden, wie sie auch bei der Müllaktion der Dillkinder massenhaft gefunden wurden, sind nicht nur unschön, sondern umwelt- und gesundheitsschädlich. Mit jeder weggeworfenen Zigarettenkippe landet eine kleine Dosis Gift auf Straße, Wiese oder im Sand des Strandes. Neben dem Nervengift Nikotin sind in den Zigarettenstummeln zum Beispiel Arsen, Kupfer, Blei und noch hunderte andere Chemikalien enthalten, die natürlich auch in den Weltmeeren landen. So wird das Fischsterben noch mehr beschleunigt und der unselige Kreislauf bis hin zum Verzehr mit Gift belasteter Fische schließt sich.  Bei Kleinkindern kann eine verschluckte Kippe bereits zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen. Sandkästen auf Spielplätzen sind beliebte Aschenbecher. Der jährliche Kippenberg beträgt mittlerweile 750.000 Tonnen weltweit. So ist die Idee des Aufsammelns eigentlich fast sinnlos. Leider. Daher! Immer mehr Länder und Städte verhängen teils drakonische Strafen für das Wegwerfen von Zigarettenresten. Zu Recht, wie das vorher Gesagte zeigt. sig/Fotos: Gerdau

Grünes Haus in Herborn wird abgerissen

Die Tage des „Grünen Haus“ in Herborn Kaiserstraße 26 sind gezählt. Das Gebäude mit den charakteristischen Rundbogenfenstern muss einem Neubau mit Anschluss an das Seniorenheim „Haus des Lebens“ weichen. Dort soll nach Fertigstellung die Kurzzeitpflege einziehen. Heute (19. April 2021) begannen die Ausräumarbeiten. Der Abrissbagger steht derweil schon in den Startlöchern.   

sig/Foto: Gerdau

Das unbekannte Herborn

Seit Jahr und Tag bin ich ständig in dem schönen Herborn unterwegs und habe tatsächlich noch etwas gefunden, was mich auf Anhieb berührt. Die Neugier trieb mich beim Gang durch die Walther-Rathenau-Straße in einen Hinterhof. Während sich der Bau rechts von mir neu und modern präsentierte, fand ich mich beim Blick nach links plötzlich ins späte Mittelalter versetzt. Ein uraltes Haus, wahrscheinlich eher eine alte Scheune mit Stall, dämmert still vor sich hin und zeugt von einer Epoche, die viele als die „gute alte Zeit“ bezeichnen. Lange habe ich hingeschaut und mir jede Einzelheit tief eingeprägt. Vor allem die verwitterten Klappläden haben es mir angetan und ich stellte mir vor, dieses Haus genau in der gleichen Form, mit aller Vorsicht zu restaurieren. Natürlich reines Wunschdenken. Soviel Geld habe ich nicht, aber es wäre schön. Was könnte man alles aus einem solchen Schmuckkästchen machen. Sicher kein Geld verdienen, aber genau das ist leider immer der Hauptantrieb vieler Investoren. Menschen von nah und fern würden sich das Haus anschauen und sich vorstellen wie Herborn zu seiner Zeit tickte. Ich hoffe nur, dass es nicht das gleiche Schicksal erfährt wie manch andere geschichtsträchtige Gebäude in der Stadt und in die Hände von unromantischen Menschen fällt, die nur die Eurozeichen im Kopf haben.

Ach ja, das Gebäude gehörte früher dem „Eiermann Schorsch“, konnte ich erfahren. Unser ehemaliger Stadtarchivar Rüdiger Störkel kann mit Sicherheit noch viel mehr zum Thema beitragen. Vielleicht bringt er sein Wissen dazu hier im Blog unter. sig/Foto: Gerdau

Wann kommt der Herborner Bolzplatz?

Ein neuer Bolzplatz, für den bereits vor Jahren weggefallenen Platz am Pertuisplatz, wird verstärkt von Herborner Bürgern angemahnt. Nach den mittlerweile verworfenen Vorschlägen und Ideen, diesen in der Littau anzusiedeln, scheint sich der Bereich des Herborner Festgeländes immer mehr in den Vordergrund zu schieben. Jedoch es tut sich nichts. Dies stellt sich zumindest für die Bürger so dar. Der Straßenbau scheint in der Stadt Vorrang zu haben. Das ist sicher wichtig, aber gerade für die Jugend, die in der Pandemie besonders ins Hintertreffen gerät, wäre es noch wichtiger einen Ort der sportlichen Begegnung zu schaffen. Platz ist genug da zwischen Feuerwehr und Festgelände. Wenn man es ganz kostengünstig machen will, lässt sich völlig problemlos ein Bolzplatz auf dem Festgelände, angelehnt an den Richterturm installieren. Das müsste bereits bis zum Beginn der Schulferien in trockenen Tüchern sein. Hierfür könnten sich die neuen Stadtverordneten ab dem 22. April nach der konstituierenden Sitzung sofort ins Zeug legen.

Nachfolgend eine kleine Historie zum Thema Herborner Bolzplatz      

AKTUELLES bei Facebook · 03. April 2019

Katja Gronau (vor der Wahl) fordert neuen Standort für Bolzplatz

„Der Bolzplatz im Meynardweg soll in die Littau zum alten Stellwerk verlegt werden, um Stellplätze für die Bewohner der neuen Häuser am Pertuisplatz zu schaffen“. Das kündigte die Verwaltung über einen Zeitungsbericht am 08.09.2016 an.

Grund hierfür war das Bauvorhaben der Wohnanlage und des mittlerweile eingerichteten Ärztezentrums am Pertuisplatz, für das nach Herborner Stellplatzverordnung Parkplätze geschaffen werden und außerdem der Meynardweg verbreitert werden musste.

Den Herborner Jugendlichen wurde versprochen, den dort ehemaligen Bolzplatz zum Stellwerk in die Littau zu verlegen. Die Vorlage der Verwaltung sah weiter vor, dass der Bauherr des Pertuisplatzes die Kosten für den neu anzulegenden Bolzplatz im Gegenzug tragen muss. Das war 2016! Getan hat sich leider bisher nichts…

An einem Bolzplatz in zentraler Lage können sich die Kinder und Jugendlichen treffen, reden, Sport treiben und Musik hören. Kurz, hier können sie mit gleichaltrigen „Abhängen“ und sind sicher aufgehoben! Denkbar hierfür wäre ein Gelände zwischen dem neuen Festplatz und der Feuerwehr Herborn. Dieser Platz wurde mir von den Jugendlichen im Gespräch im Haus der Jugend sogar vorgeschlagen. Die Möglichkeit, den Bolzplatz dort anzusiedeln möchte ich als zukünftige Bürgermeisterin prüfen und ein Gelände für die Freizeitgestaltung der Jugendlichen finden. Zudem hätte man hier den positiven Nebeneffekt, dass die Jugendlichen auf die Arbeiten der Feuerwehr aufmerksam werden und so zusätzlich ihr Interesse an der Feuerwehr und dem Ehrenamt geweckt wird.

Das Festgelände in der Au, im Bereich des Richterturm (Bildmitte), könnte für einen Bolzplatz der Königsweg sein.

Dazu eine Lesermeinung:

Die Entscheidung, den Bolzplatz in der Littau zu errichten, ist völlig an denen vorbei entschieden worden, die es betrifft. Welcher normale Mensch lagert Jugendliche aus in ein Gebiet, welches mittlerweile als sozialer Brennpunkt gilt? Wenigstens wird es dann am Bahnhof ruhiger, da die ganze Drogen- und Gewaltproblematik am Bolzplatz stattfinden wird (Ironie aus)…Das macht mich richtig sauer. Meine Unterstützung hast du.

Die Herborner Littau als Standort für einen neuen Bolzplatz, ist nach Meinung vieler Bürger völlig daneben.

Weitere Lesermeinung 2019

Das Thema sollte eigentlich schon seit langem erledigt sein. Die Verantwortlichen hätten schon längst eine Entscheidung treffen sollen. Bis das wieder entschieden wird, werden wieder Wochen und Monate vergehen und manche Kinder werden das Gefühl (auf dem Bolzplatz zu kicken) gar nicht erleben können! Es ist wirklich schade. Für vieles unsinnige Projekt wurde so viel Geld investiert, aber für Jugendförderung ist in Herborn kein Geld und Geduld da. Ich hoffe das sich das mit der neuen Bürgermeisterin auch ändert.

Weitere Lesermeinung 2019

Ist das denn jetzt ein Thema, ob der Bolzplatz überhaupt kommt? Den ehemaligen Bolzplatz am Meynardweg/Pertiusplatz hat die Firma Berge Bau im Tausch für den Bau eines neuen Platzes an anderer Stelle bekommen und am Meynardweg Parkplätze eingerichtet.

Fakt ist, dass Bürgermeister keine Alleinherrscher sind. Sie bekommen ihre Aufträge von der Kommunalpolitik. Das ist auch im vorliegenden Fall so. Die Stadtverordneten und der Magistrat fassen die entsprechenden Beschlüsse und der Bürgermeister/die Bürgermeisterin setzt diese in Absprache mit den unterschiedlichen Gremien mit ihrer Verwaltung um.

Bleibt nur zu hoffen, dass sich bald etwas bewegt. Die Kinder und Jugendlichen sollten es den Verantwortlichen Wert sein. sig/Archivfotos: Gerdau